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Case-Shiller Index: Einseitiger US-Immobilienindex

Für Anleger, die sich für US-amerikanische Immobilienaktien interessieren, ist der Case-Shiller Index interessant. Er spiegelt die Stimmung am Immobilienmarkt in den USA wieder und kann unter gewissen Umständen Blasen oder extreme Schwankungen abbilden. Er wird von der US-amerikanischen Ratingagentur Standard & Poor’s berechnet und soll die Preisentwicklung am amerikanischen Immobilienmarkt widerspiegeln.

Berechnet wird der Case-Shiller-Index indem die Entwicklung der Immobilienpreise in amerikanischen Metropolregionen wie Los Angeles oder New York betrachtet wird. Aufgrund verschiedener Kriterien hat der Case-Shiller-Index aber einige Mängel, weshalb Anleger diesen Index nie isoliert betrachten sollten.

Case-Shiller Index im Zuge der Finanzkrise stark gefallen

Der Immobilienmarkt in den USA ist besonders im Zuge der Finanzkrise im Jahr 2008 in den Fokus gerückt. Der Immobilienmarkt war bis zum Jahr 2007 Zeit spekulativ aufgebläht, bis die Blase schließlich geplatzt ist. Der Grund dafür war, dass Kredite, die von US-Banken leichtfertig vergeben wurden, von den Hauseigentümern nicht mehr bedient werden konnten. Dadurch gerieten die Banken in Bedrängnis und Immobilien-Aktien rutschten in den Keller.


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Nachdem der Case-Shiller Index bis Mitte 2006 stark angestiegen war (parallel zum stark wachsenden Immobilienmarkt in den USA), ging es für ihn während der Krise innerhalb von zwei Jahren steil bergab. Von einem Wert von 190 Anfang 2006 fiel er zurück auf knapp unter 130 zum Ende des Jahres 2008, wo der Index zuvor im Jahr 2002 notierte. Im Jahr 2014 liegt er wieder knapp unter 150 und ist nach der Krise wieder angestiegen. Der Immobilienmarkt in den USA erholt sich langsam, was auch der Index widerspiegelt.

Welche Auswirkungen der Index auf den Aktienhandel hat

Bei der Betrachtung des Case-Shiller Index muss bedacht werden, dass er sich auf Immobilien in Ballungsgebieten konzentriert, wo Wohnen in der Regel teurer ist als in ländlichen Gebieten. Auch wird der Index aufgrund der Datenmenge immer erst zwei Monate nach Abschluss des Untersuchungszeitraumes veröffentlicht, weshalb er dann nicht mehr ganz aktuell ist.

Für Anleger ist der Case-Shiller Index insofern interessant, da er Auswirkungen auf verschiedene Anlageformen haben kann. Steigt der Index stark an oder fällt er stark ab, dann fallen Aktien und Anleihen, wohingegen der Wert von Rohstoffen steigt. Die Finanzkrise hat gezeigt, dass die gesamte Wirtschaft und somit auch der Börsenhandel negativ auf die Immobilienblase in den USA reagiert hat. Schlägt der Case-Shiller-Index nun aus, reagieren manche Anleger mit Panikverkäufen und verkaufen Aktien und Anleihen. Der Wert von Rohstoffen hingegen steigt bei starken Ausschlägen des Index, da diese als Anlage mit einem reellen Wert gelten und für Anleger in Krisenzeiten das bessere Investment als Aktien sein können. Dennoch unterliegt auch der Rohstoffmarkt starken Schwankungen.

Anleger sollten sich vom Index an sich nicht verunsichern lassen

Vom Case-Shiller Index auf nahende Krisen an den Finanzmärkten zu schließen, wäre zu weit gegriffen. Solche Indizes sollten niemals isoliert betrachtet werden, sondern immer in einem großen Gesamtkontext. Dennoch kann ein Index wie der Case-Shiller Index Auswirkungen auf den Börsenhandel haben, weshalb Anleger, die zum Beispiel über den Kauf von Immobilienaktien (besonders aus den USA) nachdenken, diesen Index parallel zur Kursentwicklung im Blick haben sollten.

3. September 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.