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Cash Flow-Leistungsrate – Was vom Umsatz in der Kasse bleibt

Die Cash Flow-Leistungsrate zeigt an, wie viel Prozent von der Gesamtleistung eines Unternehmens für Finanzierungen zur Verfügung stehen.

Sie ist aussagekräftiger als die Umsatzrentabilität.

Zusammen mit der Gesamtkapitalrendite kann sich jeder Anleger schnell einen Überblick über die finanzielle Leistungsfähigkeit und Ertragslage eines Unternehmens verschaffen.

Cash Flow-Leistungsrate – Finanzielle Leistungsfähigkeit

Die Cash Flow-Leistungsrate ist ein Beispiel dafür, wie die Kennzahl eines Unternehmens in Bezug zum erwirtschafteten Geld gesetzt wird.

Der Cash Flow richtet sich stets auf die finanzielle Ertragskraft.

An ihm zeigt sich, inwieweit eine Firma in der Lage ist, sich aus eigener Kraft selbst zu finanzieren.

So kann es durchaus sein, dass trotz guter Betriebsergebnisse die Liquidität auf der Strecke bleibt.

Mehr dazu: Liquidität – für Unternehmen die Luft zum Atmen

Zwar gibt es auch Liquiditätskennzahlen, doch anders als die bezieht sich der Cash Flow auf eine definierte Abrechnungsperiode.

Ein niedriger Cash Flow ist ein Warnsignal dafür, dass zu wenig Kapital im Unternehmen hängen bleibt.


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Der Cash Flow ist also eine entscheidende Größe, mit der auch andere Kennzahlen im Zusammenhang stehen. Damit ist er eine Art Bindeglied zwischen Liquidität und Erfolg.

Cash Flow-Leistungsrate im Kontext

Vor diesem Hintergrund können Investoren und Unternehmen die Ertragslage besser einschätzen. Es geht um die Beurteilung von Rentabilität und finanzieller Leistungsfähigkeit.

Dafür sind wesentlich zwei Kennzahlen interessant: Die Gesamtkapitalrentabilität und die Cash Flow-Leistungsrate.

Mehr dazu: Gesamtkapitalrentabilität: Interpretation

Üblicherweise wird davon ausgegangen, dass ein Anleger mit der Rentabilitätsrechnung herausfinden kann, wie erfolgreich ein Unternehmen mit dem Kapital gewirtschaftet hat, das ihm zur Verfügung steht.

Dazu gehört die Berechnung des Gesamtkapitalrentabilität und mit ihr die Umsatzrentabilität.

Eine gute Gesamtkapitalrentabilität wird als Zeichen für die Qualität des Managements verstanden. Immerhin gehört zur effizienten Gewinnerzielung auch das Eigenkapital und damit das Geld des Anlegers.

Bei der Berechnung wird dem Jahresüberschuss der Zinsaufwand hinzugerechnet und das Ganze durch die Höhe des Gesamtkapitals geteilt. Das Ergebnis multipliziert mit 100 ergibt die Rendite in Prozent.

Die Effizienz im operativen Geschäft wird zusätzlich durch die Umsatzrentabilität verdeutlicht.

Hier zeigt sich, wie viel Umsatz mit dem vorhandenen Kapital gemacht wurde. Zur Berechnung wird der Jahresüberschuss durch den Umsatz geteilt. Je höher das Ergebnis, desto besser.

Mehr dazu: Umsatzrentabilität: Die Formel zur operativen Ertragskraft

Cash Flow-Leistungsrate – aussagekräftiger als Umsatzrentabilität

Doch dies ist nur eine Betrachtung. Damit ist aber noch nicht die Frage beantwortet, ob und wie viel Geld vom Umsatz dem Unternehmen zur Innenfinanzierung zur Verfügung steht.

Oder negativ abgegrenzt: Wie viel Umsatz ist nötig, um keine Liquidität zu verlieren?

An dieser Stelle setzt die Cash Flow-Leistungsrate an. Errechnet wird sie, indem man den Cash Flow durch die Gesamtleistung teilt. Dabei entspricht die Gesamtleistung als Betriebsleistung dem Umsatz.

Ein Vorteil gegenüber der Umsatzrentabilität besteht unter anderem darin, dass nicht der Gewinn, sondern der Cash Flow ins Verhältnis zum Umsatz bzw. der Betriebsleistung gestellt wird.

Denn der Cash Flow ist im Vergleich zum Gewinn eigentlich die härtere Währung.

Er ist nicht manipulierbar. So werden bei seiner Berechnung etwa die beeinflussbaren Abschreibungen herausgerechnet.

Mit der Cashflow-Leistungsrate ist klar erkennbar, wie viel Prozent vom Umsatz im Unternehmen verbleibt.

Dieses Geld steht für Investitionen, zur Kapitaltilgung oder Gewinnausschüttung zur Verfügung. Obendrein zeigt sie, welche Preisschwankungen der Betrieb in Kauf nehmen kann, ohne Liquiditätsengpässe zu befürchten.

Trotz der Vorzüge der Cash Flow-Leistungsrate bleibt die Umsatzrentabilität eine wichtige Kennziffer, wenn es um den Vergleich mit anderen Unternehmen der Branche geht.

Fazit

In der Betrachtung von Gesamtkapitalrendite und Cash Flow-Leistungsrate zeigt sich sowohl die Rentabilität als auch die finanzielle Leistungsfähigkeit eines Unternehmens.

26. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.