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CFD Handel: Ein Beispiel

CFD’s etablieren sich immer mehr als Alternative zum Wertpapierhandel.

Wie genau der Handel funktioniert, kann man am besten mit einem Beispiel verdeutlichen.

Mehr zum Thema: CFD: Wie funktioniert der Handel mit Differenzkontrakten?

Zu Beginn: Die Grundlagen

Um das Anwendungsbeispiel und den CFD Handel verstehen zu können, müssen Sie einige Grundbegriffe kennen.

Bevor Sie mit dem Handel beginnen können, müssen Sie eine Margin hinterlegen. Das ist eine Sicherheitszahlung.

Die CFD’s sind deswegen so attraktiv, weil die Broker oft eine sehr geringe Margin verlangen und sich daraus ein enormer Hebeleffekt ergibt. Mit diesem Hebeleffekt ist es möglich, sehr schnell sehr große Gewinne, aber auch sehr hohe Verluste zu machen.

Erklärung der Long oder Short Position

Sie haben beim CFD Handel die Möglichkeit, eine Long- oder eine Short-Position zu eröffnen.

Das heißt konkret, dass Sie entweder auf einen steigenden, oder auf einen fallenden Basiswert spekulieren können.

Wenn Sie shorten, tätigen Sie einen Leerverkauf mit der Absicht, bei einem niedrigeren Kurs später wieder zu kaufen. Sie setzen also auf einen fallenden Kurs.

Im Gegensatz dazu bedeutet Long gehen zu kaufen, um zu einem späteren Zeitpunkt teurer zu verkaufen. Demnach erwarten Sie einen steigenden Kurs.

Sobald Sie ein CFD eröffnen, werden Ihnen zwei Kursnotierungen genannt: Einerseits der Geldkurs (Verkaufskurs) und andererseits der Briefkurs (Kaufkurs).

Der Geldkurs ist immer der niedrigere der beiden Kurse. Wenn Sie diese Option wählen, gehen Sie davon aus, dass der Basiswert fallen wird und shorten.


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Wählen Sie hingegen den Briefkurs, spekulieren Sie auf einen steigenden Vermögenswert und gehen long.

Die Handelsspanne zwischen dem Geldkurs und dem Briefkurs bezeichnet man als Spread.

Die Maßeinheit, mit der der Spread angegeben wird, nennt man Pip. Ein Pip ist die kleinste Einheit, um die sich ein Währungspaar verändern kann. In der Regel ist das die vierte Stelle hinter dem Komma.

Als Beispiel: Wenn sich der Kurs EUR / USD von 1,2250 auf 1,2251 erhöht, spricht man von einem Pip.

Wenn Sie einen Trade eröffnen, ist der Spread meistens zwischen 1 und 10, selten auch mehr Pip hoch.

Beispiel 1: Long-Position

Wir erklären Ihnen eine Long-Position anhand des Beispiels Vodafone.

Die Ausgangssituation ist also: Sie möchten in den Vodafone CFD investieren.

Zunächst wird Ihnen ein Spread von 2 ¢– 3 ¢ angeboten.

Sie rechnen mit einem steigenden Kurs. Sie kaufen zum Briefkurs von 3 ¢ und eröffnen 1.000 CFD’s.

Damit beläuft sich der Gesamtwert Ihrer Transaktion auf 3¢ x 1.000 = 1.730 €.

Wenn die Margin mit 10 Prozent angesetzt ist, benötigen Sie also 173€ auf Ihrem Konto als Sicherheitsleistung, um die Position zu eröffnen.

Am Ende des Tages sind die Vodafone-Aktien auf 6¢ – 7¢ gestiegen. Sie entscheiden den CFD zu schließen.

Ihr Handelsgewinn berechnet sich folgendermaßen:

6 ¢ – 3 ¢ = 3 ¢ x 1.000 = 30 €.

Wäre der Wert der Aktien entgegen Ihren Erwartungen gefallen, hätten Sie Geld verloren.

Beispiel 2: Short-Position

Vodafone-Aktien werden mit einem Spread von 9 ¢ – 0 ¢ angeboten.

Sie erwarten fallende Kurse. Daher eröffnen Sie 1.000 CFD’s mit einem Geldkurs von 9 ¢.

Der Gesamtwert Ihrer Transaktion beläuft sich auf: 9 ¢ x 1.000 = 1.790 €.

Obwohl die Vodafone-Aktie gegen Börsenschluss etwas niedriger notiert, glauben Sie, dass sie noch weiter fallen wird. Daher lassen Sie Ihre CFD’s noch weitere vier Tage offen.

Ihr Handelsgewinn berechnet sich folgendermaßen:

9 ¢ – 9 ¢ = 0 ¢ x 1.000 = 100 €

Allerdings müssen Sie von diesem Betrag noch Ihre Finanzierungskosten abziehen. Diese entstehen, da Sie die CFD’s vier Tage offen gelassen haben.

Die Berechnung Ihrer Finanzierungskosten erfolgt wie folgt: Sie multiplizieren Ihren Betrag (in diesem Fall 1.790 €) mit den Finanzierungskosten ( 3 Prozent) und diese Summe anschließend mit der Zahl der Tage, in denen Sie die Position gehalten haben. Danach dividieren Sie durch 365:

1.790 € x 3 per cent = 53,70 € x 4 / 365 = 0,59 €

Gesamtgewinn: 100 € – 0,59 € = 99, 41 €.

6. November 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.