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Chande Momentum Oscillator erklärt: Funktion des Trenddynamik-Indikators

Ist der Markt überhitzt? Soll ich Gewinne mitnehmen? Wo sind ein und Ausstiegspunkte? Antwort geben technische Indikatoren, wie etwa der Chande Momentum Oscillator (CMO), der die Dynamik von Trends anzeigt.

Damit ist er eine Ergänzung zu reinen Trendbestimmungs-Tools wie dem Aroon-Indikator, der den Wechsel von Trendphasen und Trendrichtung zeigt.

Chande Momentum Oscillator: Ist der Markt überhitzt?

So wie der Aroon-Indikator wurde auch der Chande Momentum Oscillator vom US-Analysten Tushar Chande entwickelt. Die Besonderheit des CMO unter den verschiedenen Trenddynamik-Indikatoren erklärt sich unter anderem aus seiner Konstruktion: Er ist eine Mischung aus Momentum- und Relative Strength Index (RSI)–Oscillator. Berechnet werden somit Schwungkraft und Stärke der Marktdynamik.

Noch bevor es zu einer Trendumkehr kommt, erkennt ein Trader Warnsignale zur Überhitzung des Marktes. Die Kursverläufe werden im Voraus berechnet.


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Der CMO berechnet sich, so wie andere Momentum-Indikatoren, aus den Schlusskursen. Bei aller Ähnlichkeit mit dem wesentlich älteren RSI, dessen exponentielle Glättung wird hier durch eine einfache lineare Glättung ersetzt.

Die jedoch ist für den Anwender nur eine Option. Ohne Glättungsprozess zeigt sich der wesentliche Vorteil des CMO: Er bildet auch kurzfristige Marktbewegungen bzw. das jeweilige Momentum gut ab.

So funktioniert der CMO

Der CMO oszilliert (also schwingt) um eine Nullachse. Innerhalb eines Betrachtungszeitraums werden die Beträge der Kursbewegungen summiert, und zwar getrennt nach Tagen mit Aufwärts- und Abwärtsbewegungen.

Berechnet wird dann der Anteil der Aufwärtsbewegungen an der Summe aller Kursbewegungen. Das Ergebnis wird so normiert, dass ein Gleichstand von Aufwärts- zu Abwärtsbewegungen auf die Nullachse fällt.

Der CMO lässt sich gut als Indikator einsetzen, der über Extremzonen anzeigt, ob etwa eine Marktüberhitzung vorliegt.

Der Oszillator bewegt sich zwischen +100 und -100. Kaufgelegenheiten ergeben sich, wenn er den Wert -50 kreuzt, beim Kreuzen von +50 liegt ein Verkaufsignal vor. Liegt der Oszillator über +50, gilt eine Aktie als überkauft. Überverkauft ist sie bei unter -50.

Auch der Trend lässt sich bestimmen. Je höher bzw. tiefer der Oszillator ist, desto ausgeprägter ist der entsprechende Trend. Schwankt er um die Nullachse, so liegt eine Seitwärtsbewegung vor. Die Mittellinie markiert die Grenze zwischen einem aufwärts- und einem abwärtsgerichteten Momentum. Darüber sind steigende und darunter fallende Kurse zu erwarten.

Vorzüge des CMO

Verglichen mit anderen Oszillatoren besitzt der Chande Momentum Oscillator eine bessere Signalausprägung. Extremzonen werden durch seine Beweglichkeit häufiger und deutlicher angezeigt. Und er reagiert schnell auf Kursänderungen.

Schwächen des CMO

Die schnelle Reaktion hat aber auch ihren Preis. Aufgrund der Geschwindigkeit schlägt der Oszillator immer wieder kleinere Haken, bevor er in Trendrichtung weiterläuft. Ebenso kann es vorkommen, dass Signale in Trendrichtung kurz ausbleiben.

3. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.