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Chart of Doom: Super-Crash an Börse?

Steht an den Börsen ein Super-Crash bevor? Wenn es nach Charttechnikern geht, die Vergleichsmuster identifizieren könnte ein solcher Crash ins Haus stehen. Die großen Börsen in Frankfurt und New York notieren nahe an ihren Höchstständen und könnten jederzeit in sich zusammenfallen, wenn der Aufwind dreht.

Chart of Doom: Das Horrorszenario vom Megacrash

In dieses Umfeld der Sorge stößt der „Chart of Doom“ hinein, der ein Horrorszenario wie beim Börsencrash von 1929 ankündigt. Die Sorge: Kippt die gute Stimmung an den Märkten folgt sofort der totale Zusammenbruch. Wie das aussehen könnte zeigt die folgende Grafik:

doom-chart


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Der Chart (Quelle: Kurier.at) zeigt den Verlauf des Dow Jones in den Jahren 1928 bis 1930 und den damit verbundenen starken Aufstieg, der dann mit dem Crash abrupt endete. Einige Analysten sehen nun für 2012 bis 2014 ähnliche Tendenzen: Der Dow Jones (schwarze Linie) ist wieder auf einem solchen Höchststand.

Wer die beiden Charts betrachtet kommt schnell zu dem Schluss: Jetzt kann es abwärts gehen! Denn die Voraussetzungen sehen auf den ersten Blick ähnlich aus. Allerdings greift hier die alte Weisheit: „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.“

Kein Vergleich zu 1929: Andere Skalierung des Graphen beweist Gegenteil

Denn die Anhänger des Chart of Doom haben die Auflösung schlicht falsch gewählt. Wenn man statt Dow Jones-Punktestand den Index-Start bei 100 setzt sieht der Chart schon ganz anders aus:

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Der Grafik folgend hat der Dow Jones zwischen 2012 und 2014 lediglich 205 Punkte gewonnen und steigt deutlich flacher an, als 1928 bis 1929. Bei längerfristigen Chart-Vergleichen zeigt sich sogar, dass der Dow Jones sich in einer Aufwärtsphase befindet.

Die Börse kann immer crashen – Kennzeichen gibt es viele

Sofern die Börse also zusammenbrechen sollte, dann sicher nicht auf Basis des „Chart of Doom“. Der Chart bestärkt einen Crash nicht, er wiederlegt ihn auch nicht. Es kann immer Anzeichen für einen solchen geben, aber letztlich gilt: Es gibt keine Gewissheit.

Gewiss ist nur, dass ein Crash in Europa oder den USA auf Grund der grundsätzlichen Situation mehr als wahrscheinlich erscheint: Mögliche Währungsreformen, staatlichen Zwangsmaßnahmen, Enteignungen – das sind die Themen die am Ende einen möglichen Crash begünstigen könnten. Als Anleger kann man Vorsorgen und Diversifizieren bei der Anlage. Eine abschließende Sicherheit, wann der Crash kommt, gibt es nicht.

25. Februar 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.