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Charttechnik: Die wichtigsten Indikatoren und ihre Bedeutung

Die klassische Chartanalyse hat sich zur Aufgabe gestellt, den richtigen Zeitpunkt für den An- und Verkauf von Finanzwerten auszumachen.

Zur Unterstützung dieser Prognosen der Charttechnik werden verschiedene Indikatoren herangezogen.

Der Aroon-Indikator deutet Trends frühzeitig an

Zu den bedeutenden Indikatoren der Charttechnik zählt der Aroon-Indikator. Mit diesem sollen Trendphasen und Trendrichtungen aufgezeigt werden. Der Aroon-Indikator besteht aus zwei Linien, dem Aroon-Up und dem Aroon-Down.

Beide Linien bewegen sich in einer Skala zwischen 0 und +100. Der Aroon-Indikator beschreibt in einer bestimmten Zeitperiode (Standardeinstellung 14 Tage) die Höchst- und Tiefstkurse.

Dabei bemisst der Aroon-Up in Prozent, wie viel Tage vergangen sind, seit das letzte Kurshoch markiert wurde.

Der Aroon-Down stellt fest, wie viel Tage vergangen sind, seit der letzte Tiefstkurs markiert wurde. Die Basis für die Berechnung stellen jeweils die Schlusskurse.

Wenn eine Aktie kein neues Hoch innerhalb der letzten 14 Tage markieren konnte, beträgt der Wert für den Aroon-Up 0. Umgekehrt gilt: Wenn die Aktie in den letzten 14 Tagen kein neuen Tiefstkurs markiert hat, beträgt der Aroon-Down ebenfalls 0.


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Ein Aufwärtstrend liegt vor, wenn der Aroon-Up über den Aroon-Down liegt. Ein Abwärtstrend liegt demnach vor, wenn der Aroon-Down über dem Aroon-Up liegt.

Der MACD misst die Trendstärke

Ein weiterer und vergleichsweise bekannter Charttechnik-Indikator ist der MACD (Moving Average Convergence/Divergence).

Dieser Indikator ist ein Trendfolgeindikator, der aus der Differenz zweier exponentiell gleitender Durchschnitte (EMA) errechnet wird. Anschließend werden von den Werten des kürzeren Durchschnitts die längeren Werte subtrahiert, das Ergebnis ist der MACD.

Ein positiver MACD zeigt einen Aufwärtstrend an, während ein negativer MACD einen Abwärtstrend signalisiert. Der Abstand des MACD zu seiner Nulllinie signalisiert wiederum die Stärke des Trends.

Mit zunehmendem Abstand wird der Trend stärker. Vergrößert sich der Abstand von Signallinie und MACD, verstärkt sich ein Trend. Im Gegenzug gilt. Bei einer Verringerung des Abstands, wird der Trend schwächer.

Ein Kaufsignal entsteht dann, wenn der MACD die die Signallinie von unten nach oben durchkreuzt. Ein Verkaufssignal entsteht entsprechend dann, wenn der MACD die Signallinie von oben nach unten durchkreuzt.

Relative Stärke-Index (RSI) zeigt überkaufte oder überverkaufte Situation an

Der RSI ist einer der wichtigsten und am häufigsten verwendeten technischen Indikatoren bei der Chartanalyse.

Der RSI ist ein oszillierender Indikator und misst die Auf- und Abwärtsbewegung des Kurses über die Zeit in Relation zueinander. Hierzu werden die durchschnitten Auf- und Abwärtsbewegungen berechnet und miteinander verglichen.

Als Standardeinstellung gelten dabei 14 Tage. Der RSI kann nicht nur auf Tages-, sondern auch auf Wochen- und Monatsbasis sowie im Daytradingbereich angewendet werden.

Je kürzer der Betrachtungszeitraum, desto volatiler ist meist der Indikator. Über einen längeren Zeitraum liefert der RSI dagegen weniger Signale.

Aktien, die einen RSI über 70 Prozent aufweisen, gelten als „überkauft“. Anteile mit einem RSI Wert unter 30 Prozent werden dagegen als „überverkauft“ eingestuft. Ferner kann der RSI wichtige Unterstützungslinien und Widerstandsmarken im Chart anzeigen, was bei der Entscheidungsfindung nützlich sein kann.

Mit dem Momentum Trendwende erkennen

Das Momentum ist ein Oszillator in der Charttechnik, der einen vorherrschenden Trend und dessen Intensität bestimmt. Die sichtbaren Wendepunkte des Momentums können als Indikatoren für eine Trendwende oder nachlassende Trendintensität gewertet werden.

Ein positiv steigendes Momentum deutet auf einen bestehenden Aufwärtstrend hin, der sich beschleunigt. Ein positives Momentum, welches fällt, signalisiert einen gebremsten Aufwärtstrend.

Ein negatives Momentum welches fällt, deutet auf eine Beschleunigung des Abwärtstrends hin. Ein negatives Momentum, welches steigt, deutet wiederum auf einen gebremsten Abwärtstrend hin.

Mehr zum Thema: Wie viel Kenntnis über Charttechnik ist als Anleger nötig?

2. Juni 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Sebastian Grünewald
Von: Sebastian Grünewald.