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Charttechnik ist doch eindeutig!

Haben Sie schon einmal versucht, in einem Chart Trend-Linien einzuzeichnen?

Klar ist: Um einen Aufwärtstrend im Kursverlauf zu markieren, müssen Sie Tiefpunkte miteinander verbinden, für einen Abwärtstrend entsprechend die Hochpunkte einer Kursentwicklung.

Doch jetzt einmal ganz ehrlich:

Wie oft haben Sie nach dem Einzeichnen einer Trend-Linie eine Möglichkeit entdeckt, diese Trend-Linie auch noch auf andere Weise zu ziehen? Und welche Trend-Linie ist dann die „richtige“?

Diese Vielfalt an Möglichkeiten lässt charttechnisch weniger versierte Anleger oft an der Aussagekraft der Charttechnik zweifeln.

Und so mancher Zeitgenosse hat die Charttechnik eben deswegen als untaugliches Instrument zur Marktbeurteilung und -einschätzung belächelt.

So ziehen Sie Trend-Linien stets methodisch „korrekt“

Dabei gibt es durchaus eine Methode, Trend-Linien „konsistent und korrekt“ zu ziehen. Dazu müssen lediglich 3 Grundbedingungen beachtet werden:

  1. Wählen Sie Ihren gewünschten Betrachtungs-Zeitraum, also z. B. den Monats-Chart für langfristige, den Wochen-Chart für mittelfristige und den Tages-Chart für kurzfristige Trends. Wichtig ist nur, dass der betrachtete Zeitausschnitt möglichst sichtbare Trend-Wechsel beinhaltet.
  2. Für eine Aufwärtstrend-Linie verbinden Sie stets das tiefste Tief mit dem Tief, das dem höchsten Hochpunkt voraus geht. Dabei darf die gezogene Linie keine Tiefs durchkreuzen, die zwischen den beiden Tiefpunkten liegen.
  3. Für eine Abwärtstrend-Linie verbinden Sie stets das höchste Hoch mit dem Hoch, das dem tiefsten Tiefpunkt vorausgeht. Auch hier darf die gezogene Linie keine Hochs durchkreuzen, die zwischen den beiden Hochpunkten liegen.

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Und das war’s auch schon. So einfach ist das Ziehen von Trend-Linien – und dabei zugleich extrem konsistent und höchst präzise.

Es ist gut möglich, dass eine von Ihnen auf diese Weise gezogene Trend-Linie später einmal von einem neuen Tief (bzw. neuen Hoch) gekreuzt wird.

Dies ist dann ein erster Hinweis darauf, dass der eingezeichnete Trend sich schließlich dem Ende zuneigt.

Wird eine von Ihnen eingezeichnete Aufwärtstrend-Linie später nach unten durchbrochen, der Kurs klettert dann indes wieder auf ein höheres Hoch, dann muss die Aufwärtstrend-Linie neu justiert werden.

Dies gilt umgekehrt auch für die Abwärtstrend-Linie.

Empfehlung von Trader Vic

Übrigens: Diese Methode stammt nicht von mir.

Ich habe sie mir – zu meinem Glück – gleich in der Anfangsphase meiner Beschäftigung mit dem Thema Charttechnik vom Buchautor Victor Sperandeo abschauen dürfen.

In seinem 1991 aufgelegten Werk „Trader Vic – Methods of a Wall Street Master“ beschreibt er u. a. dieses von ihm entwickelte Prinzip zum Ziehen von Trend-Linien.

Obwohl dieses Buch schon 1/4 Jahrhundert alt ist, steckt es auch beim heutigen Lesen noch voller inspirierender Empfehlungen zu Themen wie Trading, Geldpolitik, Disziplin oder Risiko-Management.

Übrigens: Bei Amazon ist dieses geniale englischsprachige Werk auch heute noch in der Neuauflage von 1993 und sogar als eBook (Kindle Edition) erhältlich.

SMI: Der korrekte Langfrist-Trend

Schauen wir uns die Methode von Victor Sperandeo einmal genauer im Chart des Schweizer Leitindex Swiss Market Index (SMI) an.

Dazu habe ich einen Monats-Chart ausgewählt, also die langfristige Betrachtungsweise:

smi monats-chart-24-05-2016

SMI (Schweiz) Monats-Chart: Korrekt gezogene Aufwärtstrend-Linie (grün)

Hier wurde für die (grüne) Aufwärtstrend-Linie das tiefste Tief aus dem Jahr 1990 mit dem Tief aus dem Jahr 2003 verbunden.

Dieses 2003er-Tief geht dem höchsten Hoch (grüner Kreis) voraus. Andere Tiefpunkte kreuzen diese Verbindung nicht: Diese Trend-Linie ist also korrekt.

Im Oktober 2008 wurde die verlängerte Aufwärtstrend-Linie bei etwa 6.750 Punkten nach unten durchbrochen (gelber Kreis) – ein ernstzunehmendes Warnsignal.

Anschließend rutschte der Schweizer Leitindex bis auf 4.234 Zähler (-37%) durch, wie der rote Kreis markiert. Seit 2008 konnte dieser langfristige Aufwärtstrend nicht wieder aufgenommen werden.

Ein neuer Aufwärtstrend würde erst dann entstehen, wenn der SMI ein neues Allzeithoch markiert. Im August 2015 wurde diese Chance vom Schweizer Index um nur 11 Punkte verpasst (blauer Kreis)!

Gelingt dem SMI irgendwann der Sprung auf eine neue historische Bestmarke, dann muss die Aufwärtstrend-Linie neu justiert werden.

Ich habe diese, aus heutiger Sicht (Stand: Mai 2016) mögliche, Justierung hier einmal mittels der gestrichelten blauen Linie eingezeichnet.

Sie sehen: Der Chart lässt gar keine andere Möglichkeit zum Einzeichnen von Trend-Linien zu, wenn Sie die Methode von Trader Vic beherzigen.

Charttechnik ist also doch eindeutig!

24. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.