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Checkliste: In 6 Schritten zur Selbstständigkeit

Der Schritt in die Selbstständigkeit ist aufregend. Doch nach der ersten Begeisterung folgt oft die Ernüchterung: Neugründer stehen vor allem am Anfang ihrer Selbstständigkeit vor einem riesen Berg an Aufgaben.

Die richtigen Prioritäten zu setzen, ohne dabei die wichtigen Formalitäten außer Acht zu lassen, ist nicht einfach. Diese Checkliste bietet einen ersten Überblick über die wichtigsten Punkte, die Sie auf dem Weg in die Selbstständigkeit beachten sollten.

1. Businessplan erstellen

  • Erstellen Sie einen Businessplan, der das Geschäftsvorhaben detailliert beschreibt
  • Arbeiten Sie einen Finanzplan heraus
  • Nutzen Sie diese Pläne in der Umsetzungsphase als Checkliste und Orientierung.
  • Rechnen Sie damit, dass sich Ihr Businessplan im Laufe der Zeit verändert und an Ihre neue Erkenntnisse anpasst.

2. Checkliste: Steuern und Recht

  • Wählen Sie die geeignete Rechtsform
  • Sprechen Sie mit Ihrem Steuerberater über die für Sie geltenden Buchführungsregeln (doppelte vs. einfache Buchführung) und Steuerverpflichtungen (Umsatzsteuer, Einkommenssteuer, Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer, etc.)
  • Informieren Sie das Finanzamt über Ihre Selbstständigkeit
  • Buchhaltung vorbereiten: Sammeln Sie Belege und dokumentieren Sie Ihre Einnahmen/Ausgaben akribisch, Tipp: Auch Kosten, die vor der Unternehmensgründung im Zusammenhang mit Ihrer Selbstständigkeit anfallen können später geltend gemacht werden

3. Anmeldeformalitäten für die Selbstständigkeit klären

  • Müssen Sie ein Gewerbe anmelden oder handelt es sich um eine freiberufliche Tätigkeit?
  • Ist ein Eintrag im Handelsregister nötig?
  • Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft (zur Unfallversicherung)
  • Registrierung beim Arbeitsamt (falls Mitarbeiter beschäftigt werden)

4. Geschäftskonto eröffnen

  • Eröffnen Sie ein separates Geschäftskonto, um Betriebs-und Privatfinanzen trennen zu können und die Transparenz zu erhöhen
  • Tipp: Ein Dispokredit kann in Zeiten finanzieller Engpässe wie ein kurzfristiger Überbrückungskredit genutzt werden.

5. Versicherungscheck: Absicherung des Unternehmens und des Selbstständigen

  • Schließen Sie eine betriebliche Haftpflicht ab, unstrittig die wichtigste Versicherung für Ihr Unternehmen.
  • Auch eine Rechtsschutzversicherung kann sinnvoll sein, da das Kostenrisiko eines möglichen Rechtsverfahrens verringert wird.
  • Prüfen Sie außerdem, ob für Ihr Gewerbe/Ihre Selbstständigkeit eine spezielle Versicherung notwendig ist, z.B. eine Gebäudeversicherung.
  • Auch die persönliche Absicherung des Selbstständigen darf nicht vergessen werden. In Deutschland besteht Krankenversicherungspflicht. Eine Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherung sind zwar nicht Pflicht, aber dringend empfehlenswert. Informieren Sie sich darüber, ob Sie rentenversicherungspflichtig sind. Falls nein sollten Sie über eine private Altersvorsorge nachdenken.

6. Los geht’s: Marketing-Maßnahmen vorbereiten

  • Kümmern Sie sich um die Außenwahrnehmung Ihres Unternehmens: Firmenlogo, Website, Visitenkarten, etc.
  • Aktivieren Sie Ihr gesamtes berufliches und privates Netzwerk und informieren SIe dieses über den Start Ihrer Selbstständigkeit: Die ersten Aufträge kommen manchmal aus Ecken, aus denen Sie es am wenigsten erwarten.

21. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Nina Tack
Von: Nina Tack. Über den Autor

Nina Tack ist Volkswirtin und beschäftigt sich seit mehreren Jahren intensiv mit den Themen Wirtschaft und Finanzen.