MenüMenü

Checkliste Betriebskosten zum kostenlosen Download:
Hilfreiche Checkliste zum Ausdrucken & zum täglichen Gebrauch als PDF . . . . . .
Hier Klicken und Checkliste erhalten ➜

Checkliste: Über diese Qualifikationen sollte der Hausverwalter verfügen

So gut wie jede Wohnungseigentümergemeinschaft hat einen Verwalter. Von seiner Qualität sowie vom Umfang seiner Beauftragung hängt es ab, wie reibungslos und wertsichernd das Gemeinschaftseigentum verwaltet wird. Beim Abschluss des Verwaltervertrags sollte auf einige Dinge geachtet werden:

Die Verwaltung gemeinschaftlichen Eigentums ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, sie steht den Eigentümern vielmehr selbst zu (§ 21 Abs. 1 WEG). Sobald aber nur ein Eigentümer dies wünscht, ist eine Verwaltung zu beauftragen (§ 21 Abs. 4 WEG), die mit Stimmenmehrheit gewählt wird (§ 26 Abs. 1 S. 1 WEG).

Der Hausverwalter (ganz genau: der Wohnungseigentümerverwalter) ist ein Organ der Gemeinschaft, welcher die Wohnungseigentümer bei der Verwaltung unterstützt. Seine Aufgaben und Befugnisse sind im Gesetz festgelegt. Auch wenn er gesetzlich nicht zwingend vorgeschrieben ist, so ist es doch empfehlenswert, einen Verwalter zu bestimmen, da ohne einen professionellen Hausverwalter die sachgerechte Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums kaum möglich ist.

Anforderungen an den Verwalter

Grundsätzlich kann jede natürliche Person oder juristische Person (z.B. eine GmbH) zum Verwalter bestellt werden. Verwalter kann auch ein Eigentümer sein; erforderlich ist nur, dass der Verwalter nur eine geschäftsfähige (Rechts-)Person ist, mehrere können nicht gemeinschaftlich das Verwalteramt ausüben.

Das WEG selbst stellt keine qualitativen Bedingungen an den Verwalter. Dies ist eigentlich unverständlich, da die Tätigkeit des Hausverwalters hohe Anforderungen an wirtschaftliche und juristische Sachkunde stellt. Darüber hinaus muss der Verwalter kaufmännische, oft auch bautechnische Kenntnisse besitzen. Der Verwalter darf aber nicht gleichzeitig auch Mitglied des Verwaltungsbeirats sein.


Betriebskostenabrechnung 2016:
Alles, was Ihr Mieter zahlen muss – kompakt im Überblick

Vermeiden Sie unnötige Streitereien mit Ihren Mietern. Erstellen Sie von vornherein eine unangreifbare Betriebskostenabrechnung.

Alle Positionen, die Sie für das letzte Jahr abrechnen dürfen – kompakt zusammengefasst in einer praktischen Übersicht –, finden Sie in der top-aktuellen Sonderveröffentlichung „Betriebskostenabrechnung 2016“.

Klicken Sie jetzt hier, um sich "Betriebskostenabrechnung 2016" GRATIS zu sichern! ➜


Eine BGB-Gesellschaft kann nicht Hausverwalter sein. Eine solche Gesellschaft ist ein Zusammenschluss mehrerer Personen zur Förderung eines gemeinsamen Zwecks. Dies wird damit begründet, dass die BGB Gesellschaft keine juristische Person ist und im Hinblick auf die nicht immer gleichbleibende Zusammensetzung einer BGB-Gesellschaft die besondere personelle Verantwortung des Hausverwalters nicht gewährleistet ist (vgl. BGH, Beschluss v. 26.01.06, V ZB 132/05).

Über diese Qualifikationen sollte der Hausverwalter verfügen

Das WEG enthält keine Regelungen, welche Qualifikationen eine Person erfüllen muss, um das äußerst schwierige und sehr verantwortungsvolle Amt auszuüben. Befähigungsnachweise sind auch berufsrechtlich nicht vorgeschrieben. Da somit jeder als Verwalter arbeiten kann, aber natürlich nicht jeder dazu in der Lage ist, muss er von der Gemeinschaft besonders sorgfältig ausgewählt werden.

Denn von der Person des Verwalters hängt es ab, ob die Verwaltung reibungslos verläuft, der Wert des Gemeinschaftseigentums erhalten bzw. gesteigert wird. Es ist also in der Praxis oftmals eine gleichermaßen bedeutsame wie schwierige Aufgabe, für die Immobilie einen geeigneten Hausverwalter zu finden. Um zu erkennen, ob es sich um einen seriösen Bewerber handelt, können die Qualifikation anhand folgender Checkliste ermittelt werden:

Checkliste/Qualifikation Hausverwalter

  • Berufsausbildung, Jurist oder kaufm. Ausbildung
  • Befähigungsnachweise für die Wohnungs- und Eigentumsverwaltung nach der IHK
  • Berufserfahrung
  • Referenzobjekte
  • Rechtsform eines Unternehmens
  • Eine Berufshaftpflichtversicherung in angemessener Höhe (i.d.R. nicht unter 100.000 € Deckungssumme) ist vorhanden
  • Mitglied in einem der großen Berufsverbände, wie z.B. Verband der Hausverwalter (VdH, Bundesfachverband der Wohnungsfachverwalter, BfW )
  • nachgewiesene Fortbildungen

19. Oktober 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Marc Popp. Über den Autor

Marc Popp ist als Rechtsanwalt in Bonn tätig. Als Fachautor hat er bereits zahlreiche Beiträge zum Immobilien-, Makler-, Miet-, Wohnungseigentums- und Versicherungsrecht verfasst.