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China: Anleger um 7 Mrd. US-Dollar geprellt

In den vergangenen Monaten und Jahren habe ich Ihnen immer wieder über Fälle berichtet, in denen Anleger mit hohen Zinsen gelockt wurden und stattdessen hohe Verluste kassierten.

Zumeist ging es dabei um solche Fälle, die sich im deutschsprachigen Raum abspielten.

Spektakulärer Betrugsfall aus dem Reich der Mitte

Hier möchte ich Ihnen jedoch ausnahmsweise von einem Betrugsfall berichten, der sich einige tausend Kilometer außerhalb Deutschlands abspielte, und zwar in China.

Es handelt sich dabei um einen Skandal eines in Deutschland nie dagewesenen Ausmaßes:

In China sollen rund 900.000 Anleger um insgesamt 7 Mrd. US-Dollar betrogen worden sein. Den Anlegern wurden hohe Zinsen versprochen.

Tatsächlich aber soll es die meisten Projekte, in die angeblich die Kundengelder fließen sollten bzw. geflossen sind, gar nicht geben.

In diesem Zusammenhang hat die chinesische Polizei 21 Manager einer Finanz-Plattform festgenommen, die für den Betrug verantwortlich gewesen sein sollen.


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Das berichtet die Zeitung „Global Times“ unter Berufung auf die staatliche Nachrichten-Agentur „Xinhua“.

Die Manager sollen über das Internet-Portal Ezubao insgesamt 900.000 Anleger um 50 Mrd. Yuan (rund 7 Mrd. US-Dollar) geprellt haben. Der „Global Times“ zufolge wurden die Anleger mit hohen Zinssätzen zwischen 9 und 14,6% gelockt.

Die Online-Plattform, über die der Betrug gelaufen sein soll (Ezubao), wurde im Jahr 2014 von der Yucheng Gruppe in der ostchinesischen Provinz Anhui gegründet.

Sie soll mit einem Trick gearbeitet haben, der im englischsprachigen Raum als Ponzi-Schema bekannt ist.

Weitere Details zur Betrugs-Masche

Die als sogenannte Ponzi-Schema bekannte Betrugs-Masche lief vereinfacht gesagt wie folgt ab:

Die Gewinn-Ausschüttungen bzw. die Zinsen der Alt-Kunden wurden mit den Einzahlungen der Neu-Kunden bezahlt. Dadurch dauerte es eine Weile, bis der Betrug aufflog.

Offiziell wollte Ezubao das Geld der Anleger in Leasing- und Finanzierungs-Projekte stecken. Der Haken: 95% der Projekte soll es nie gegeben haben.

Stattdessen sei ein Großteil der Gelder in Millionen-Gehälter, aufwendige Werbung und den luxuriösen Lebensstil der Führungskräfte geflossen.

Aufgeflogen ist der Betrug einem Zeitungsbericht zufolge im Dezember 2015, als Unregelmäßigkeiten aufgetaucht und Ermittlungen eingeleitet worden seien.

Die Ermittler hätten festgestellt, dass der Geldfluss nicht mehr ausgereicht habe. Große Mengen Kapital seien verschoben und Beweise vernichtet worden.

Fazit: Hohe Zinsen bedeuten zumeist auch hohe Risiken

Meine Empfehlung: Das Lockmittel und Werbe-Argument im Zusammenhang mit solchen Papieren sind die vergleichsweise hohen Zinsen (im Betrugsfall aus China bis zu 14,6%).

Das genannte Beispiel zeigt Ihnen jedoch, dass in der aktuellen Niedrigzins-Phase derartige Zinsversprechen fast immer mit großer Vorsicht zu genießen sind.

Im Zweifel sollten Sie auf Anleihen von börsennotierten Unternehmen setzen, da bei diesen der Informationsfluss wesentlich besser ist.

Wenn Sie täglich einen Aktienkurs als Referenz haben und in ein Unternehmen investieren, das regelmäßig Quartals-Berichte veröffentlichen muss, ist Ihr persönliches Risiko deutlich geringer.

1. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.