Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

China: Darum sollten Anleger das Land im Blick behalten

Nachdem die Aktienmärkte Ende letzten Jahres noch einmal zulegten, fing auch der Januar zuversichtlich an. Der Markt hat sich auf die positiven Entwicklungsmöglichkeiten eingerichtet, wie auch schon nach dem Brexit und der Wahl des unberechenbaren Donald Trump getan.

In wieweit China 2017 die Börsen beeinflussen wird, hängt jetzt unmittelbar von Trumps politischer Führung ab. Immerhin steht Peking neuerdings im Visier des neuen Präsidenten. Erste Scharmützel und gezielte Provokationen gab es ja bereits vor seiner Amtseinführung. Nicht auszuschließen, dass der Vorwurf von Währungsmanipulationen über neue Zölle zum Handelskrieg führt.

Chinas Börsen – 2017 optimistisch gestartet

Dabei herrscht an den Börsen in China Anfang 2017 wieder Optimismus. Nach dem Crash vor einem Jahr konnten der Shanghai Composite und der Hang Seng-Index in Hong-Kong seit Herbst deutlich zulegen. Dazu passend ist der führende Einkaufsmanager-Index auf seinen höchsten Stand seit vier Jahren geklettert. Und längst sind es nicht nur Waren und Güter aus der Billigproduktion, die überzeugen.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Chinas Wirtschaftsleistung wird mittlerweile zu über der Hälfte von Dienstleistungen bestimmt. Gleichzeitig steigen die Einkommen, was nicht zuletzt deutschen Exporteuren zugute kommt. Die Chinesen lieben deutsche Autos der Oberklasse. BMW, Daimler und Audi streiten sich um die Spitzenplätze. Das können sie wohl auch weiterhin – Chinas Wirtschaft wird nach Ansicht der Weltbank dieses Jahr um rund 6,5% wachsen.

Kampf an mehreren Fronten

Das sollte die Börsen in China 2017 weiter beflügeln, die mittlerweile wieder fast auf dem Niveau vor dem letzten Crash stehen – wäre da nicht eine Reihe von Unwägbarkeiten. Dabei geht es weniger um schlechtere Konjunkturdaten, die zwischendurch auftauchen können.

Am Immobilienmarkt schwelt immer noch eine gefährliche Blase. Hatten sich die Häuserpreise 2015 schon verdoppelt, legten sie letztes Jahr noch einmal um 40% zu. Die Regierung will nun massiv gegensteuern. Fragt sich nur wie sie es schaffen will, den Markt abzukühlen ohne das Wirtschaftswachstum zu bremsen.

Parallel kämpft Peking gegen eine massive Kapitalflucht. Der Remnimbi hat gegenüber dem Dollar erheblich verloren. Kapitalverkehrskontrollen sollen den Abfluss bremsen und die Währung stabilisieren. Auch ausländische Unternehmensableger können nur noch begrenzte Summen an ihre Zentralen überweisen. Ebenso dürfen chinesische Firmen ausländische Unternehmen nur noch im Rahmen von 1 Mrd. US-$ aufkaufen. Die Übernahmewelle wird abebben.

Außerdem sind die Unternehmen massiv verschuldet. Um deren Schulden zu drücken, sollen Staatsbanken einen Teil ihrer Verbindlichkeiten erlassen und im Gegenzug Firmenanteile übernehmen. Erste Zahlungsausfälle bei Unternehmensanleihen gab es bereits. Käme die Lawine ins Rollen, wäre sie nur schwer aufzuhalten. Die Unternehmen müssen profitabler werden.

Trumps Drohgebärden als unbekannte Größe

Hinzu kommt: Trumps Wirtschaftsprogramm dürfte mit einem noch stärkeren Dollar Chinas Währung weiter unter Druck setzen und mit steigenden Renditen der US-Staatsanleihen dem Land schaden. Davon abgesehen will er ohnehin hohe Zölle auf chinesische Einfuhren erheben. Fragt sich nur, ob er das tatsächlich macht.

Solche Aktionen sind schließlich keine Einbahnstraße, sie würden auch die US-Wirtschaft treffen. Und die funktioniert nicht in der Isolation. Firmen wie Apple, GM und P&G erwirtschaften rund 15% ihrer Umsätze in China. Die multinationalen Konzerne machen zwar nur 1% aller US-Unternehmen aus, als größte Exporteure aber erzielen sie gut ein Drittel des amerikanischen Bruttoinlandsprodukts.

Doch selbst wenn der Handelskrieg weniger dramatisch ausfällt als angedroht: Trump hat sich nun einmal auf China als neuen Feind der USA festgelegt. Folglich dürfte es zeitweise zu Irritationen kommen und die Börsen in China bereits 2017 belasten. Die deutsche Industrie und ihre Anleger müssen sich darauf einstellen, denn China beeinflusst auch unsere Börsen. Sollte der Handel mit den USA schwieriger werden, wird das Land umso wichtiger.

30. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt