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Chinas Autoindustrie: großer Markt mit Chancen und Risiken

Bereits im Jahr 2010 ist China mit über 10 Mio. verkauften Autos zum weltweit größten Fahrzeugmarkt aufgestiegen. In den Jahren 2011 bis 2020 dürfte der chinesische Automobil-Markt nach einer Studie von McKinsey um jährlich 7 bis 8% wachsen.

Schon im Jahr 2014 wurden in China knapp 20 Mio. Fahrzeuge verkauft. Ausländische Auto-Hersteller halten noch einen Marktanteil von über 50% in China, doch chinesische Autobauer holen auf. Allen voran Chinas führender Elektroauto-Hersteller BYD, für den sich inzwischen auch zahlreiche deutsche Anleger interessieren.

BYD: der größte Hersteller von Elektroautos in China

Der chinesische Konzern Build Your Dream (BYD) und dessen Tochter BYD Auto wurden im Jahr 2003 in Shenzhen gegründet. An dem Konzern, an dem auch Starinvestor Warren Buffett über MidAmerican Energy Holdings beteiligt ist, avancierte in den letzten Jahren zum größten Hersteller von Elektroautos in China.

Daneben gilt BYD auch als führende Hersteller von Elektrobussen, die bereits in verschiedenen Großstädten außerhalb Chinas im Einsatz sind. Durch eine Allianz mit Englands größtem Bus-Hersteller Alexander Dennis Limited (ADL) will BYD künftig auch in Europa stärker Fuß fassen.

Neben Autos ist BYD auch ein großer Hersteller für Lithium-Ionen-Akkus für Smartphones und bietet inzwischen auch Solaranlagen und Speichersysteme an. Das Geschäft mit Autos steuerte zuletzt jedoch knapp die Hälfte zum Gesamtumsatz bei.

Kandi Technologies: Kooperation mit Alibaba und Uber China

Auch die chinesische Kandi Technologies Group hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht. Das Unternehmen mit Sitz in Jinhua ist inzwischen zum größten Anbieter von Produkten rund um Elektroautos in China aufgestiegen.


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Kandi produziert auch selbst Elektrofahrzeuge mit dem Partner Geely Automobile Holdings, daneben ist Kandi auch mit seinem Carsharing-Programm Kandi EV CarShare am Markt aktiv.

In diesem Zusammenhang sorgte zuletzt eine Kooperation mit Chinas größtem E-Commerce Konzern Alibaba, Uber China und der China Minsheng Banking Corp für Aufsehen. Ziel der umfassenden Kooperation ist es, Elektroautos in China zum Durchbruch zu verhelfen.

SAIC will in alternative Energien investieren

Die Shanghai Automotive Industry Corporation (SAIC) gilt als der größte Hersteller von Autos, Motorrädern und Autoteilen in China. Das Unternehmen betreibt unter anderem Joint Ventures mit General Motors und der Volkswagen AG, um Autos in China zu produzieren. Allerdings musste die an der Börse Shenzhen gelistete SAIC Motor zuletzt die Preise senken, um der sinkenden Nachfrage entgegenzuwirken.

SAIC erwirtschaftet derzeit noch mehr als 90% seiner Umsätze durch die Joint Ventures mit General Motors und Volkswagen, sieht seine Zukunft aber auch im Bereich der alternativen Energien. Darum will SAIC in den nächsten 5 Jahren bis 2020 15 Mrd. Yuan (2,2 Mrd. €) in alternative Energiesysteme und moderne Fertigungssysteme investieren.

BAIC Motor und Daimler wollen enger zusammenarbeiten

Unter dem Dach der Beijing Automotive Industry Holding wurde im Jahr 2010 die BAIC Motor Corp gegründet, dessen Aktien auch in Hongkong und Deutschland gehandelt werden. BAIC gilt als viertgrößter Autohersteller in China, wobei die deutsche Daimler 10% der Anteile an BAIC hält.

Daimler und BAIC betreiben ein Joint Venture, das Autos in China produziert, gleichzeitig aber auch den Verkauf von Mercedes-Benz Fahrzeugen in China organisiert.

Ziel von BAIC Motor ist es, bis zum Jahr 2020 zum größten Hersteller von Premium-Fahrzeugen in China aufzusteigen. Zudem ist eine Vertiefung der Zusammenarbeit mit Daimler im Gespräch, BAIC will sich an dem Stuttgarter Autohersteller beteiligen.

Chinas Automobilbranche im Wandel

Die Analysten aus dem Hause Sanford C. Bernstein erwarten, dass in diesem Jahr in China 24 Mio. Fahrzeuge verkauft werden. Anleger, die in die chinesische Autoindustrie investieren wollen, müssen beachten, dass die Profitabilität der chinesischen Autobauer zuletzt gesunken ist.

Ursächlich hierfür sind anhaltende Rabattschlachten und sinkende Preise für Autos im Zuge des verschärften Wettbewerbs. Zudem befindet sich auch der chinesische Automobilmarkt im Umbruch. Im Zuge der ständigen Smog-Gefahr in Großstädten geht auch hier der Trend hin zum Elektroauto.

BYD werden dabei die besten Chancen als lokaler Hersteller im chinesischen Automobilmarkt eingeräumt, genießt das Unternehmen als größter chinesischer Hersteller von Elektroautos eine Ausnahmestellung im Markt.

Anleger sollten jedoch beachten, dass Aktien chinesischer Autobauer in den letzten Jahren hohen Kursschwankungen unterlagen. Daher sind Aktien von chinesischen Automobil-Herstellern auch nur für risikobewusste Anleger interessant, die ein starkes Nervenkostüm besitzen und eine langfristig orientierte Anlagestrategie verfolgen.

9. Dezember 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands