von Jan Aalto

Chinas Währung vor dauerhaftem Anstieg: Sieger im Währungskrieg

Eurozone unter Druck

Ob Rinminbi oder Yuan – China wird immer stärker

Die Eurozone steht unter Druck, wie die jüngsten Ereignisse um die Rating-Agentur S&P belegen.

Diese Nachricht ist nicht neu für Sie, aber die Situation ist faktisch weit schwieriger als sie in den Medien dargestellt wird.

Denn längst haben die Chinesen als dritte Macht im Spiel ihre Finger an der Entwicklung der Währung. Schon vor zwei Jahren haben sich Griechen und Andere Geld aus China geliehen – mit einer besonderen Konsequenz.

Währungskrieg voran

China wird im Währungskrieg gegenüber Euro und US-Dollar die besseren Karten haben. Auch wenn die Inflation im Reich der Mitte augenblicklich steigt, wird die Zentralbank die Währung besser im Griff haben als die EZB oder FEDr Geld.

Die Europäische Zentralbank ist ebenso wie die US-Notenbank schon längst zum Handlanger der Regierungen geworden, die permanent neue Schulden aufnehmen wollen. Daher: China wird langfristig Sieger im Währungskrieg sein.

China verleiht Geld

Daher haben die Chinesen ihr Geld an die Eurozone, speziell Staaten aus Südeuropa, verliehen. So horten die Asiaten nicht mehr nur Dollar, sondern kaufen auch Euro-Anleihen auf und treten als Gläubiger nach eigenem Gusto auf.

Über diesen Mechanismus aber hebeln sie auch die Regelungen innerhalb der Euro-Zone aus. Ob Griechenland, Spanien, Frankreich oder andere Geld ausleihen, kann die Eurozone kaum noch selbst bestimmen.

Einen Teil der erforderlichen Summen werden diese Staaten sich von den Chinesen holen. Somit wird auch die Geldmenge in der Eurozone von den Entscheidungen aus Peking abhängen. Die Konsequenz:

Wenn China den Rinminbi oder Yuan stärken will, muss es den Dollar unter Druck setzen. Dies funktioniert unter anderem durch einen stärkeren Euro. Dafür aber wird das Reich der Mitte die Kredite zurückfahren.

  • Will China die eigene Währung aus Exportgründen schwächen, kann es den Dollar stärken. Dies funktioniert auch über einen schwächeren Euro.
  • Dafür reicht es, als Kreditgeber aufzutreten und die Geldschwemme in der Eurozone unkontrolliert noch anzuheizen.
  • Zudem hat China noch wesentlich mehr Spielraum bei der Zinspolitik. Die USA und die Eurozone haben die Zinsen bereits weitgehend auf Rekordniveau gesenkt.
  • Die chinesische Zentralbank aber hat noch Spielraum nach oben sowie nach unten. Dies werden wir in den kommenden Jahren erleben

GeVestor meint: der Spielraum Chinas zur Wertsteuerung von Rinminbi/Yuan gegenüber dem Dollar oder dem Euro ist wesentlich größer als Analysten es hier wahrhaben wollen.

Der Nachteil ist bis dato, dass die chinesische Währung international bis dato kaum so stark anerkannt wird wie der übermächtige Dollar. Auch dies ist nur eine Frage der Zeit.

Den Währungskrieg gegen die USA sowie die Eurozone wird China gewinnen. Vorsicht: setzen Sie daher nicht auf Anleihen. Kaufen Sie vor allem keine Anleihen mit langer Laufzeit.

Langfristig sind sowohl der Euro als auch der Dollar zu instabil. Der Wert der Rückzahlung solcher Anleihen ist daher unkalkulierbar. 

 
 
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