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Clearstream: Was macht die Tochter der Deutschen Börse AG?

Die Zeiten, in denen die Banken die Wertpapiere ihrer Kunden selbst handelten und verwalteten sind längst vorbei. Zu groß die Anzahl der Vorgänge und zu hoch der Aufwand, der dafür betrieben werden müsste. In der modernen Finanzwelt haben dies schon lange Unternehmen übernommen, die sich darauf spezialisiert haben.

Eine davon ist die Abwicklungs- und Verwahrgesellschaft Clearstream International S.A. mit Sitz in Luxemburg, die im Jahre 2000 aus dem Zusammenschluss der Deutsche Börse Clearing AGund Cedel International hervorgegangen ist. Ihre wichtigsten Aufgaben sind die Abwicklung und die Verwahrung von Wertpapieren.

Clearstream: wichtige Aufgaben bei Wertpapiergeschäften

Als Tochterunternehmen der Deutsche Börse AG verwaltet Clearstream in Deutschland die meisten Wertpapiere. Im Jahr 2013 wickelte das Unternehmen Transaktionen von Wertpapieren im Volumen von 121 Mio. € ab. Im gleichen Jahr belief sich die Höhe des verwahrten Kapitals auf durchschnittlich 11,6 Billionen €. Dadurch zählt die Gesellschaft zu den größten global agierenden Anbietern von Wertpapierdiensten.


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Ihre wichtigsten Aufgaben sind:

  • die Abwicklung des Effektengiroverkehrs
  • die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren in Girosammeldepots
  • die Durchführung des Ausgleichs von Geldern (Clearing = Abwicklung mit internationaler Ausrichtung)

Eine der wichtigsten Funktionen von Clearstream ist die Wahrnehmung der Aufgaben einer Wertpapiersammelbank.

Wie arbeitet eine Wertpapiersammelbank?

Wertpapiersammelbanken sind so genannte Sammelverwahrer beispielsweise für Aktien oder Anleihen, die von ihren Kontoinhabern eingeliefert oder zugelassen worden sind. Der Einlieferer erhält bei der  Sammelverwahrung ein Anrecht auf einen genau definierten Anteil an dem Gesamtsammelbestand eines Wertpapiers. Im Tresor der Wertpapiersammelbank werden die Wertpapiere getrennt nach Wertpapiergattungen verwahrt.

Aus diesem Grunde erhält ein Kunde eine Gutschrift auf einen Anteil am Girosammeldepot und fungiert nicht als Eigentümer einer oder mehrerer bestimmter Urkunden sondern nur einer genau festgelegten Zahl beliebiger Urkunden einer Gattung. Daher wird diese Art der Verwahrung auch Girosammelverwahrung (GS) genannt.

Verantwortlichkeit in Deutschland

Clearstream ist ein Zentralverwahrer, der für Kontoinhaber in seinem Depot sämtliche deutschen Wertpapiere verwahrt, die sich in Girosammelverwahrung befinden, sowie ausländische Wertpapiere, die girosammelverwahrfähig und in Deutschland zugelassen sind.

Wertpapiere, die auf Dauer in Globalurkunden oder effektiv als Einzelurkunden oder als technische Sammelurkunden verbrieft sein können, werden zentral in den Tresoren von Clearstream je nach Gattung und Hinterlegungsart gelagert. Die Lagerung erfolgt entweder nach Mantel und Bogen getrennt, nur als Mantel – sollten bogenlose Papiere zugelassen worden sein – oder als Unikat (hierbei sind Mantel und Bogen fest verbunden). Auch der Handel mit diesen Wertpapieren wird über Clearstream abgewickelt.

Clearstream zählt beim Handel und der Verwahrung von Wertpapieren zu den wichtigsten Unternehmen Europas. Als Anleger kann man hierzulande auf die Dienste der Gesellschaft praktisch nicht verzichten und diese auch kaum umgehen.

21. November 2016

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.

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