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Cloud Computing: So positioniert sich SAP für die Zukunft

Erst im September verstärkte sich Europas größtes Softwarehaus SAP durch eine weitere Übernahme und schluckte das amerikanische Start-up Altiscale für geschätzte 125 Mio. US-$.

Altiscale hat sich auf die Auswertung großer Datenmengen (Big Data) spezialisiert und bietet unter anderem Cloud-basierte Versionen der Datenbanken Hadoop und Spark an, um große Datenmengen zu verarbeiten.

Der Zukauf ist ein weiterer Eckpfeiler in der Strategie von SAP, zu einem der führenden Anbieter in der Cloud aufzusteigen. Zuvor hatte SAP bereits die Cloud-Spezialisten Ariba (Procurement), Fieldglass und SuccessFactors (Mitarbeiterverwaltung) sowie Concur (Reisekostenmanagement) aufgekauft.

SAP und das Cloud Computing Geschäft

Im Jahr 2015 konnte SAP den Umsatz aus dem Cloud Computing Geschäft inklusive Support-Erlöse bereits um 110 % gegenüber dem Vorjahr auf 2,3 Mrd. € steigern. Dennoch erwirtschaftet SAP weiterhin die große Mehrheit seiner Erlöse mit klassischen Softwarelizenzen – im Vorjahr waren dies 14,9 Mrd. €.

Das Problem: Das klassische Softwaregeschäft wächst bei SAP nicht mehr so stark – ein Umsatzplus von 13 % verzeichnete SAP im Vorjahr in diesem Bereich. Der Grund hierfür ist, dass immer mehr Unternehmen Cloud Computing nutzen und dazu übergehen, Software über das Internet anzumieten, um Zeit und Geld zu sparen – darunter leidet das klassische Softwarelizenzgeschäft von Softwarefirmen.


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SAP will mit S/4HANA in der Cloud an die Spitze

Speerspitze des Angebots von SAP in der Datenwolke bildet das Angebot SAP S/4HANA. S/4HANA ist ein Enterprise Resource Planning (ERP) System der neuen Generation, das mit der modernen und HTML5-basierten Benutzeroberfläche SAP Fiori entwickelt wurde.

S/4HANA ist nicht nur Cloud-basiert, sondern auch eng mit der selbst entwickelten In-Memory-Datenbank HANA verknüpft. Dadurch soll eine radikale Vereinfachung der Datenmodelle und Nutzerbedienung einhergehen und Firmen dabei helfen, Geschäftsabläufe zu vereinfachen.

sap-s4hana

Quelle der Grafik: SAP

Ein Beispiel wie das funktionieren kann: Der italienischen Bahn ist es gelungen, durch den Einsatz von S/4HANA Daten von Zügen durch sechs Millionen Sensoren zu sammeln und auszuwerten, um die Effizienz im Bahnbetrieb sowie die Kundenzufriedenheit zu steigern. Ergebnis: Die italienische Bahn geht von Einsparungen im dreistelligen Millionenbereich aus.

So überrascht es wenig, dass die Kundenbasis für das Flagschiffprodukt S/4HANA stark wächst. Verzeichnete SAP im dritten Quartal 2015 noch 2.700 Firmenkunden für S/4HANA, sind es heute bereits mehr als 3.800 Kunden. Etwa 10 % der gesamten ERP-Kundschaft von SAP hat sich bereits für S4/HANA entschieden, so SAP-Chef Bill McDermott.

Die Ziele von SAP in der Cloud bis 2020

Für 2017 hob SAP jüngst seine Umsatzschätzungen an und erwartet Erlöse von bis zu 23,5 Mrd. €, während das Softwarehaus im Vorjahr nur Einnahmen von bis zu 22 Mrd. € prognostiziert hatte.

Schon im Jahr 2018 soll das Cloud-Geschäft dann erstmals in der Firmengeschichte das klassische Geschäft mit Softwarelizenzen übersteigen. Im Jahr 2020 visiert SAP einen Umsatz von 26 bis 28 Mrd. € an, in der Cloud sollen dann Erlöse von 7,5 bis 8,0 Mrd. € erwirtschaftet werden.

Fazit: SAP ist in der Cloud gut aufgestellt

Zwar hatte SAP in der Vergangenheit mit anfänglichen Startschwierigkeiten in der Cloud zu kämpfen, doch nun scheint das Walldorfer Softwarehaus in der Datenwolke endgültig angekommen, wie die jüngsten Kundenzuwachszahlen belegen.

Vor allem mit SAP S/4HANA und der mobilen Cloud-Anwendung SAP Anywhere für mittelständische Kunden ist SAP offenbar ein guter Wurf gelungen. Die neuen Produkte könnten der SAP-Aktie zur Freude der Anleger mittelfristig weiter Auftrieb verleihen, zumal das Cloud-Geschäft immer mehr an Fahrt gewinnt.

21. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands