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Commerzbank-Aktie: Wie verdient die Commerzbank ihr Geld

Die Commerzbank übernahm 2009 die Dresdner Bank und ist hierzulande seither im Privat- und Firmenkundenbereich führend.

Das dichte Filialnetz von rund 1200 Filialen bekräftigt dabei die Größe.

Commerzbank: führend im Privat- und Firmenkundenbereich

Insgesamt ist das Kreditinstitut in mehr als 50 Ländern aktiv und betreut 60 Standorte weltweit. Die Ausrichtung liegt dabei vorwiegend auf dem europäischen Kontinent.

Geführt werden die Geschäfte vom Hauptsitz in Frankfurt am Main aus.

Weltweit sind mehr als 50.000 Mitarbeiter für die Commerzbank tätig.

Historische Entwicklung der Commerzbank

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts, genauer gesagt 1870, gründeten Kaufleute, Merchant Banker und Privatbankiers in Hamburg die „Commerz- und Disconto-Bank“.

In den folgenden Jahrzehnten bis zum 2. Weltkrieg expandierte die Bank zügig. So trat das Kreditinstitut 1878 erstmals als Emissionshaus auf und übernahm 1897 das Bankhaus J. Dreyfus & Co..

Darüber hinaus akquirierte die Commerzbank bis zu 40 weitere Bankinstitute und gründete zahlreiche Filialen, unter anderem 1927 in den USA.


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Nach 1945 musste die Commerzbank rund 45% ihrer Geschäftsstellen aufgeben. Anschließend wurden 3 Regionalinstitute gegründet, die 1958 zur Commerzbank Aktiengesellschaft mit Firmensitz in Düsseldorf zusammengeführt wurden.

Die folgenden Jahrzehnte waren von einer starken Internationalisierung geprägt. 1962 wurde die Commerzbank-Aktie an der Londoner Börse platziert und in den 1970er-Jahren an den Börsen von Paris und Wien.

Zudem weitete die Commerzbank ihr Geschäftsfeld beispielsweise mit der Etablierung der Commerzbank Fondsverwaltungsgesellschaft mbH weiter aus.

Die Übernahme der Dresdner Bank 2009 machte das Bankhaus zum führenden deutschen Kreditinstitut im Bereich Privatkunden.

Allerdings kam der Großkonzern zu dieser Zeit nicht unbeschadet durch die Finanzkrise.

Mehr dazu: Ethik und Ökonomie im deutschen Bankensektor

So musste die Bundesrepublik Deutschland 2009 unterstützend bei der Commerzbank-Aktie einsteigen und erwarb 25% plus eine Aktie der Anteile.

Womit die Commerzbank ihr Geld verdient

Die Commerzbank hat sich zu einem der größten Kreditinstitute in Deutschland entwickelt, bei dem der Fokus im Privat- und Geschäftskundenbereich liegt.

Darüber hinaus betreut das Geldinstitut aber auch deutsche Mittelstandsfirmen und institutionelle Investoren, die Bank- und Kapitalmarktdienstleistungen in Anspruch nehmen.

Dazu zählen Dienstleistungen in den Bereichen Asset Management, Immobilien, Finanzierung und Leasing.

Zusätzlich ist die Großbank im Segment des Investmentbanking tätig und begleitet Mittelstandskunden bei finanziellen Aktivitäten im Ausland.

Commerzbank-Aktie an der Börse

Die Commerzbank-Aktie ist eine der ältesten, die im deutschen Leitindex DAX vertreten sind. Denn die Börsennotierung erfolgte bereits 1870. Seither wurde die Aktie auch an zahlreichen ausländischen Börsen gelistet.

Im Zuge der Finanzkrise 2008/2009 avancierte die Aktie der Commerzbank aber fast zu einem heimischen Pennystock. Denn der Kurs fiel von über 30 Euro Mitte 2007 auf unter 1,50 Euro Ende 2011.

Zusätzlich stieg die Bundesrepublik unterstützend bei der Commerzbank ein und es wurden keine Dividenden an die Aktionäre ausgeschüttet.

Anleger, die aber auf steigende Kurse sowie Unternehmensausschüttungen setzen, können über eine Bank oder einen Online-Broker Commerzbank-Aktien erwerben.

Vertrauen Sie hingegen auf die Unternehmensstärke der Commerzbank, können Sie Unternehmensanleihen mit einem festen jährlichen Kupon erwerben.

22. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Kempe
Von: Michael Kempe. Über den Autor

Der diplomierte Betriebswirt (FH) und ausgebildete Finanzjournalist beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Kapitalmarkt – im Besonderen mit Aktien, Fonds und CFDs.