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Contra Energiewende – welche Argumente gibt es

Die steigenden Strompreise, die Haftungsumlage für die deutsche Offshore-Energie, und dennoch gibt es noch keine Fortschritte bei der Reduzierung von Treibhausgasen – die Begeisterung, mit der die Deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel 2011 noch in den Atomausstieg gefolgt sind, ist nun allgemeiner Ernüchterung gewichen.

Nach einer Studie von Infratest ist nur noch ein Drittel der Verbraucher dazu bereit, Erneuerbare Energien über einen höheren Strompreis zu finanzieren. „Energiewende contra Haushaltsgeld“ – so stellt sich für die Bürger der Umbau des Energiesektors dar.

In der Wirtschaft sind die Sorgen noch größer. Während die Bevölkerung wenigstens mehrheitlich den Sinn der Energiewende einsieht, stellt ihn der größte Teil der Wirtschaft in Frage. Das Energiewende Contra wird auch bei Meinungsführern und Verbänden stärker.

Energiewende Contra – die Klimaskeptiker

Die Argumente gegen die Energiewende sind vielfältiger Natur. Hierbei ist besonders interessant, dass nun sogar die „fundamentalistischen“ Gegner der Energiewende vermehrt in den Medien auftauchen.

Immerhin gilt es als erwiesen, dass der Mensch mit seiner ständig steigenden Kohlendioxid-Emission den globalen Treibhaus-Effekt verursacht und für den Klimakollaps verantwortlich ist.

Genau das bestreiten jedoch anerkannte Wissenschaftler wie der Meteorologe Richard Lindzen vom Massachusetts Institute of Technology, sowie Industrie Insider wie Dieter Ameling (ehemaliger Chef der Wirtschaftsvereinigung Stahl) oder auch Publizisten wie Dirk Maxeiner.

Die Erwärmungs- und Kältephasen der Erdgeschichte, der Vulkanismus und auch der Sonneneinfluss – all das sind nach Meinung der Klimaskeptiker natürliche Abfolgen, die der Mensch nicht beeinflussen kann. Den vom Menschen verursachten Anteil am Treibhauseffekt schätzen sie nur auf 3 %.

Energiewende Contra – es gibt kein Konzept für den Umbau

Natürlich hat die Konjunktur der Klimaskeptiker ihre Ursache vor allem im Unbehagen der Öffentlichkeit über das offensichtliche Planungschaos der politisch Verantwortlichen.

Die Ergebnislosen Energiegipfel, Problembewältigungsversuche im Hau-Ruck-Verfahren und offensichtliche Alibi-Projekte wie die Offshore-Energie nähren beim Bürger die Sorge, dass es keine wirklichen Schritte nach vorn zu geben scheint.

Die Kohlendioxid-Emission ist von 2011 zu 2012 um 2 % gestiegen. Im Kyoto-Protokoll hatte sich auch Deutschland zu 5,2 % Co2-Reduktion verpflichtet. Den einzig realen Gesamt-Effekt beim Einsparen der Treibhausgase gab es jedoch nur in den 1990er Jahren durch das Plattmachen der maroden Ost-Industrie.

Energiewende contra steigende Energiekosten?

Dass mit der Energiewende die Energiekosten wieder sinken werden, glaubt mittlerweile kein Mensch mehr. Zwar liegen dem allgemeinen Teuerungsprozess hauptsächlich das knapper werdende Öl und die Bedienungsmentalität der Energiekonzerne zugrunde. Aber die Erneuerbaren Energien sind kostenintensiv.

Die konventionellen Stromerzeuger, die der Energiewende contra geben, weisen zu Recht darauf hin, dass mit der Modernisierung ihrer Kraftwerke mehr Kohlendioxid eingespart wurde als mit den Erneuerbaren Energien.

17. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Daniela Kunath
Von: Daniela Kunath. Über den Autor

Daniela Kunath arbeitet als freie Autorin für verschiedene Projekte. Persönlich interessiert sie sich seit vielen Jahren für den Bereich Finanzen und Investments und gibt dieses Wissen passioniert an interessierte Leser weiter.