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Contrarian-Strategie Definition: Mit ETFs und Kalkül gegen den Strom

Die Contrarian-Strategie bedeutet: Günstig einkaufen, wenn der Trend nach unten geht und dann im Aufwärtstrend mit Gewinn verkaufen.

Das Kalkül: Wenn alle in eine Richtung laufen, so ist dies Ausdruck einer Übertreibung – eine Korrektur und Trendumkehr stehen unmittelbar bevor.

Contrarians handeln also konträr und somit gegen die allgemeine Marktstimmung.

Mehr zum Thema: Contrarian-Anleger: Was es damit auf sich hat

Contrarian-Strategie Definition:  Der Grundgedanke

Entsprechend heißt das für den Contrarian: Einsteigen, wenn die Marktstimmung am Boden liegt und aussteigen, wenn die allgemeine Euphorie am höchsten ist.

Dem liegt die Annahme zugrunde, dass bei stets steigenden Kursen dem Markt irgendwann die Käufer ausgehen und bei fallenden Kursen die Abgabebereitschaft aufhört.

Contrarians sind Querdenker und schwimmen gegen den Strom. Indem sie auf eine Trendumkehr setzen, handeln sie antizyklisch.

Bei der Contrarian-Strategie geht man von einer bevorstehenden Trendumkehr aus und nimmt diese sozusagen vorweg.

Damit ist die Contrarian-Strategie der Umkehrfall zur Momentum-Strategie bzw. der Trendfolge-Strategie, bei denen es darum geht, mit dem Trend zu laufen bzw. auf einen Trend aufzuspringen, Gewinne mitzunehmen und rechtzeitig wieder abzuspringen.


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Ein Anleger könnte also versuchen, von der Momentum-Strategie auf die Contrarian-Strategie zu wechseln, sobald eine anhaltende Marktübertreibung auf einen bald fallenden Kurs hindeutet.

Er kauft bei hohem Kursniveau günstig einen ETF auf den Short-DAX, der dann bei fallenden Kursen im Umkehrschub Gewinne generiert.

Mehr zum Thema: ShortDAX und ETFs: Alles, was Sie wissen sollten

Contrarian-Strategie ist mit ETFs effizienter umsetzbar

Die Contrarian-Strategie mag auf den ersten Blick bestechend erscheinen.

Doch in der Umsetzung hat sie ausgeprägte Schwachstellen, ist anspruchsvoll und nicht unbedingt rentabel.

Wenn überhaupt, dann empfiehlt sie sich für den durchschnittlichen Privatanleger eher mit ETFs.

Denn ETFs sind aufgrund ihrer Konstruktion und ihrer niedrigen Kosten dem Handel mit Einzelaktien weit überlegen.

Bei der Contrarian-Strategie mit Einzelaktien entstehen schnell hohe Transaktionskosten, die jeglichen Ertrag auffressen.

Ein einzelner ETF hingegen bildet in sich einen Markt und damit eine Vielzahl von Aktien ab.

Damit sorgen ETFs auch für Übersicht. Während bei Einzelaktien die vielen verschiedenen Titel in Verlierer- und Gewinnerportfolios eingeteilt werden müssten, hat der Anleger eine Handvoll ETFs sofort im Blick.

Und nicht zuletzt garantiert der kontinuierliche Börsenhandel, dass sich die Portfolio-Allokation jederzeit flexibel anpassen lässt.

Die Contrarian-Strategie scheitert in der Regel an geeigneten Indikatoren

Die große Herausforderung der Contrarian-Strategie besteht in zwei Aspekten. Zum einen erfordert es eine äußerst starke Psyche des Anlegers, wenn er auf Dauer ständig gegen den Strom schwimmt.

Zum anderen stellt sich die Frage, woran sich eine bevorstehende Trendumkehr einigermaßen zuverlässig erkennen lässt.

Ein Indikator könnte die Reaktion der Börse auf bestimmte Nachrichten sein.

Dies allerdings ist vage und spekulativ. Auch die Semtimentalanalyse, die auf der Börsenpsychologie bzw. dem Behavioral Financing basiert, erweist sich als wenig zuverlässig.

Mehr zum Thema: Contrarian-Strategie mit ETFs: technischer Indikator gegen Dauerstress

Es gibt jedoch ein technisches Mittel, das sich als Indikator eignet – ein mathematisches Modell statt Emotionen.

11. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.