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Corporate Bonds: Die große Rendite-Falle 2012

Vorsicht bei solchen Schlagzeilen: Weniger Risiko und zugleich mehr Rendite mit Bonds.

Anleihen können in den nächsten Monaten zum Minenfeld für Investoren werden.

Denn: Die Zinsen steigen dramatisch, wenn die Zentralbanken nicht mehr in die Kursentwicklung eingreifen sollten. Dies kann passieren, denn die Brände an den Märkten nehmen zu.

Das heißt: inzwischen wird sogar der europäische Rettungsfonds EFSF zum Problemfall und eventuell herabgestuft.

Notenbanken müssen demnach aufpassen, aktuell nicht zu viel Geld zu produzieren. Das aber führt zu steigenden Zinsen.

Damit lautet die Empfehlung eindeutig: Vorsicht vor einfachen Bond-Fonds.

Beispielfonds: Globale Unternehmensanleihen

Vor kurzem erschien ein Beitrag, indem ein Fonds auf Unternehmensanleihen ausdrücklich gelobt wurde.

Diese Empfehlung erscheint deutlich zu optimistisch. Denn: Es heißt ausdrücklich, dass „erstrangig“ besicherte öffentliche Schuldner in das Konzept passen. Dazu zählen dann auch Kommunalanleihen.

Jüngst erst hatte der Bundesstaat Pennsylvania bekanntgegeben, seine Kommunalanleihen nicht mehr zu bedienen.

Das bedeutet: der Markt ist dabei, auseinanderzubrechen.


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Selbst Warren Buffett, reichster Investor der Welt, hatte längere Zeit über in den Markt investiert. Inzwischen hat sich auch der Wind für die Investmentlegende gedreht.

In den USA stehen immer mehr Staaten und einzelne Kommunen vor einer Pleite.

Das bedeutet für Sie: Fonds, die auf diese Wertpapiere setzen, werden in den kommenden Monaten auf Bomben sitzen.

Fangen die Kommunen im großen Stil an, die Zahlungen zu verweigern, werden Nachahmungseffekte einsetzen.

Fonds mit Investments in Unternehmensanleihen

Aber: Auch normale Unternehmensanleihen werden in den kommenden Jahren Verluste produzieren.

Dazu zählen Bankanleihen von Instituten in den USA – möglicherweise aber auch in Frankreich.

Vor allem aber rechnen Sie auch mit Schwierigkeiten bei entsprechenden Anleihen aus Großbritannien.

Dort sinken aktuell die Immobilienpreise drastisch. Das hat Folgen für Kreditnehmer und deren Rückzahlungsfähigkeit an Banken sowie für deren Positionen in den Bilanzen.

Kurz: Auch britische Bonds können gefährlich werden.

Andere Regionen oder Branchen bieten hingegen oft zu wenig Zinsen, um überhaupt attraktiv zu sein.

Beispiele:

  •  Unternehmensanleihen deutscher Standardwerte bringen bei kürzeren Laufzeiten von etwa drei Jahren aktuell nur mehr 3% oder weniger (bis auf Ausnahmefälle, die in der Regel längere Laufzeiten haben).
  • Deutsche Staatsanleihen mit kurzer Laufzeit bringen derzeit lediglich Zinsen unterhalb der Inflationsrate. Kürzlich betrug die Rendite solcher Anleihen sogar weniger als 0%. Das bedeutet: deutsche Staatsanleihen sind für Investitionen in einem Fonds dieser Art ebenfalls ungeeignet.
  • Riskantere Staatsanleihen, die Fondsmanager ebenfalls kaufen könnten, sind derzeit tatsächlich mit mehr Risiko behaftet als in früheren Jahren. Griechenland etwa wird seine Schulden nicht vollständig zurückzahlen (können). Dies ist in den Kursen noch nicht enthalten. Gerade prüfen EZB (europäische Zentralbank), IWF (internationaler Währungsfonds) und Weltbank die Griechen erneut. Ein erwartetes Ergebnis sind die Maßnahmen zum Schuldenschnitt – und das heißt Verzicht der Gläubiger von Anleihen.

Diese Fonds werden künftig nicht nur deutlich weniger als zur Zeit 4% schaffen, sondern vor allem riskanter sein.

Rechnen Sie mit Zahlungsausfällen, wird die Rendite schnell auf weniger als 3% sinken.

Achtung: Empfehlenswert sind in diesen Fällen vor allem Wandelanleihen-Fonds als Alternative. Diese profitieren auch von steigenden Kursen der Unternehmensbeteiligungen.

Ein Marktführer von der DWS – „convertibles“ – steht vor einer höher rentierlichen Zukunft.

18. Januar 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.