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Crowdinvesting in Deutschland: Chancen und Risiken auf einen Blick

Viele gute Ideen scheitern schon sehr früh an der Finanzierung. Sagt die Bank „Nein“ zu einem Geschäftskredit, aus welchen Gründen auch immer, muss ein anderer Plan her um das nötige Kapital zur Finanzierung des Gewerbes zu beschaffen.  Wer wäre nicht gern als einer der ersten dabei, wenn eine neue, große Idee geboren wird? Als kleiner Investor frühzeitig in eine neue Facebook oder Apple investieren und reichlich Gewinn erzielen, ein Traum für viele Crowdinvestoren.

Seit 2010 gibt es auch in Deutschland die Möglichkeit sich durch Crowdinvesting in der Frühphase an neuen Unternehmen und deren Geschäftsideen beteiligen. Immer mehr Plattformen stellen im Internet die Projekte von Start-Up-Unternehmen vor und werben um die Gunst und das Geld der Anleger.

Crowdinvesting: die Idee mit der Schwarmfinanzierung

Banken legen oft nicht die nötige Phantasie an den Tag um zukunftsträchtige Geschäftsmodelle zu erkennen. Hier kommt das Crowdinvesting ins Spiel. Nicht die Bank als einzelner großer Geldgeber, sondern viele kleine Geldgeber sollen die nötige Summe bereitstellen. Hierfür wird das Geschäftsmodel auf einer der Internetplattformen für Crowdinvesting veröffentlicht und beworben.


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Der so entstehende „Schwarm“ an Investoren soll eine noch größere Zahl an Investoren anlocken (frei nach dem Motto: Wenn so viele schon mitmachen, muss die Idee ja gut sein) und so die Finanzierungssumme schnell und einfach garantieren. Zusätzlich soll die große Anzahl an Geldgebern auch für eine Verbreitung der Geschäftsidee sorgen und somit die Erfolgschancen des Konzepts erhöhen.

Die Plattformen für Crowdinvesting locken mit hohen Renditen

Um einen solchen Schwarm an Geldgebern anzusammeln, muss auch etwas geboten werden. So werden auf den Seiten von  Seedmatch, der größten deutsche Internetplattform für Crowdinvesting, in Beispielrechnungen Renditemöglichkeiten von bis zu 1600% dargestellt.

Bei solchen Renditeversprechen können klassische Unternehmensanleihen natürlich nicht mithalten. Anleger die sich für Crowdinvesting interessieren müssen sich aber bewusst sein: Wo immer eine hohe Rendite lockt, da ist auch ein entsprechendes Risiko vorhanden.

Die Risiken beim Crowdinvesting

Entspricht die erwartete Geschäftsentwicklung nicht dem Businessplan, ist die Rendite aus den schönen Beispielrechnungen nicht garantiert. Das Risiko für Anleger ist erheblich und reicht bis zu einem Totalverlust seines Investments, wenn das Start-Up Pleite geht.

Zudem müssen sich Inverstoren über die Laufzeit der Beteiligung im Klaren sein. Die Verträge laufen in der Regel zwischen 4 und 6 Jahren, erst danach ist wieder ein Zugriff auf das eigene Geld möglich. Da die meisten Verträge als stille Beteiligungen gestaltet sind, ist auch ein Stimmrecht, wie es Aktionäre besitzen, ausgeschlossen. Anleger können also nicht aktiv an Unternehmensentscheidungen mitbestimmen.

Crowdinvesting als Anlageform eher ungeeignet

Für Start-Up Unternehmen ist Crowdinvesting eine gute Möglichkeit sich Kapital außerhalb der strengen Regularien von Banken zu beschaffen. Für Privatanleger gilt aber: Auch wenn die Renditeversprechungen hoch sind und der Einstieg ins Crowdinvesting schon ab 250,00 € möglich ist, so ist es doch mehr eine Spielerei als eine wirkliche Anlagemöglichkeit.

Wer eine Geschäftsidee gut findet, der kann diese mit ein wenig Kapital unterstützen und sich, mit etwas Glück, auch über Gewinne freuen, sollte aber den Totalverlusts seiner Investition in Kauf nehmen können. Auf der Suche nach einer guten Rendite für den Vermögensaufbau gibt es wesentlich bessere Anlagestrategien als das Crowdinvesting.

13. Mai 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.