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Dachfonds: Nachteile dieser Anlageklasse

Worauf Anleger bei einer Investition in Dachfonds wohl am meisten achten, ist die Performance. Sprich: Was hat der Fonds in den letzten Jahren an Rendite erbracht?

Für die Auswahl eines Dachfonds sollten jedoch noch weitere Kriterien betrachtet werden.

Denn auf den ersten Blick erscheinen Dachfonds zwar simpel und ertragreich. Doch diese Anlageklasse bringt auch einige Nachteile mit sich.

Dachfonds: Nachteile auf einen Blick

Dachfonds in ihrer Konstruktion und Anlagestrategie sind relativ leicht verständliche Produkte. Jedoch existieren diverse Nachteile beim Investment in einen Dachfonds, die es zu beachten gilt:

  • Oftmals wird nur ein bestimmter Markt oder eine Region abgedeckt (mangelnde Risikostreuung)
  • Hohe Kostenbelastung (Ausgabeaufschlag und Verwaltungs- bzw. Managementgebühr)
  • Aktiv und passiv gemanagte Fonds – passive Dachfonds reagieren spät bis gar nicht auf Veränderungen am Markt
  • Nur standardisierte Produkte in den unteren Marktsegmenten – keine individuelle Zusammenstellung möglich wie bei eigens gesteuertem Depot
  • Loyalität der Dachfondsmanager mit hauseigenen Zielfonds

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  • Auflistung der „aktuellen“ Anlagestrategie frühestens im anschließenden Halbjahresbericht
  • Die Anlagestrategie ist kaum transparent

Mangelnde Risikostreuung aufgrund einseitiger Investmentidee

Die Gefahr bei Dachfonds besteht unter anderem darin, dass oft nur in bestimmte Sektoren oder Märkte investiert wird.

Wer zum Beispiel einen Dachfonds auswählt, der Aktienfonds aus Schwellenländern seinem Portfolio hinzufügt, gerät in eine gewisse Abhängigkeit.

Ist das Depot des Anlegers nicht breit genug gestreut, um verschiedene Marktphasen der Weltwirtschaft regional oder branchenbezogen abzudecken, liegt das Verlustrisiko des Kapitals ausschließlich auf dem Entwicklungspotential der Schwellenländer.

Somit ist ein Dachfonds nicht für jeden Anleger geeignet, auch wenn er eine simple Idee verfolgt. Eine Risikostreuung in verschiedene Branchen, Regionen etc. sollte immer berücksichtigt werden.

Nachteile von Dachfonds: Hohe Kostenbelastung

Der Erwerb eines Dachfonds ist unter Umständen mit erheblichen Kosten verbunden. Bei aktiv gemanagten Dachfonds mit einem höheren Anteil an Aktienfonds fällt im Regelfall ein Ausgabeaufschlag bis zu 5% an.

Ferner muss eine Verwaltungsgebühr, die pro Jahr zwischen 0 und 3,15% liegt, gezahlt werden. Hier sollte der Anleger ganz genau hinschauen.

Mehr zum Thema: Dachfonds: Vorteile und Nachteile auf einen Blick

Daneben behalten sich manche Fonds vor, eine „Performance Fee“ einzubehalten. Hier geht es um eine Provision für die Fondsmanager, sollte der Fonds eine Jahresrendite von beispielsweise 5% übersteigen.

In diesem Fall profitieren die Fondsmanager von einem weiteren Anteil der über den 5% erwirtschafteten Gewinne.

Intransparente Anlagestrategie

Viele Dachfonds lehnen ihre Strategie einem dem Anleger entsprechenden Risikoprofil an. So existieren Dachfonds für risikoscheue Anleger mit einem Aktienanteil von 0-25% wie auch für risikofreudige Anleger mit einem Aktienanteil bis zu 100%.

Jedoch ist die Transparenz in diesen Fällen nur selten gegeben. Als Anleger wäre es interessant zu wissen, mit welchem Aktienanteil der Fonds aktuell arbeitet. In steigenden Marktphasen in der jeweiligen Region oder dem Sektor ist ein erhöhter Anteil sicherlich sinnvoll.

Kommt es zu einer Abkühlung, sollte der Aktienanteil reduziert werden. Hierüber wird der Anleger jedoch frühestens mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Halbjahresbericht informiert, was in bestimmten Fällen zu spät ist.

Mehr zum Thema: Dachfonds als sinnvollen Vermögensaufbau nutzen

Fazit: Dachfonds genau vergleichen und evtl. streuen

Besonders bei Dachfonds sollte man sich sicher sein, welchen Markt bzw. welche Region oder Branche man seinem Depot beimischen möchte. Ein ausführlicher Vergleich der Produkte im Vorfeld ist deshalb unabdingbar.

Dachfonds erwecken nur im ersten Moment den Anschein einer Anlage, die einem sämtliche Anlageentscheidungen abnimmt. Oft wird sie auch als Vermögensverwaltung des kleinen Mannes bezeichnet. Von diesem Titel sollte man sich aber nicht irreführen lassen.

11. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.