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Dann ist eine bauliche Veränderung für Eigentümer nachteilig

Wenn Sie als Vermieter festgestellt haben, dass es sich bei einer geplanten Maßnahme um eine bauliche Veränderung handelt, ist die Frage zu klären, ob alle oder nur ein Teil der Eigentümer diese Veränderung beschließen müssen.

Hierzu kommt es darauf an, inwieweit die anderen Eigentümer benachteiligt sind.

Unter einem Nachteil ist jede nicht ganz unerhebliche Beeinträchtigung zu verstehen, welche die bauliche Veränderung mit sich bringt.

Nachteil muss objektiv vorliegen

Ob ein Nachteil gegeben ist, richtet sich dabei nicht nach dem subjektiven Empfinden des einzelnen Eigentümers. Entscheidend ist im Gegenteil das Vorliegen einer nachweislich objektiven Beeinträchtigung. Diese liegt vor, wenn sich nach der Verkehrsanschauung ein Wohnungseigentümer durch die bauliche Veränderung verständlicherweise beeinträchtigt fühlen kann, weil er beeinträchtigt ist.


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So sieht ein objektiver Nachteil aus

Ein Nachteil ergibt sich immer, wenn die Veränderungen das architektonische Aussehen, das ästhetische Bild oder den Stil des Anwesens verändern, also zusammengefasst eine Veränderung des Gesamteindrucks stattfindet.

Um die Wohnungseigentümer zu schützen, sind Veränderungen des optischen Eindrucks der Gesamtanlage daher von ihrer Zustimmung abhängig.

Hier können lediglich ganz geringfügige Beeinträchtigungen außer Acht bleiben. Eine deutlich sichtbare bauliche Veränderung kann aber nicht als geringfügig und vernachlässigbar eingestuft werden – sie ist immer nachteilig für die Eigentümer.

Möchten Sie die weiße Fassade des Hauses rot streichen lassen, ändern Sie hierdurch den Gesamteindruck des Hauses und Sie benötigen die Zustimmung aller Eigentümer.

Wenn Sie dagegen an dem Balkon Ihrer Wohnung eine Katzentreppe derart anbringen, dass Sie von außen nicht gesehen werden kann, handelt es sich um eine geringfügige Beeinträchtigung, die Sie ohne Beschluss der anderen Eigentümer vornehmen können.

Nachteil bei Beschädigung und Abnutzung immer gegeben

Selbstverständlich ist eine bauliche Veränderung immer nachteilig für die anderen Eigentümer, wenn sie eine Beschädigung des Gemeinschaftseigentums mit sich bringt. Aber auch wenn die Maßnahme lediglich zu einer Steigerung der Wartungs- und Reparaturanfälligkeit oder aber zu einer intensiveren Abnutzung führt, ist ein Nachteil gegeben.

Daher ist die Einwirkung der baulichen Veränderung auf das Gemeinschaftseigentum genau zu prüfen.

Beispiel: Sie möchten in Ihrer Dachwohnung ein Dachfenster einbauen. Bei dieser Maßnahme ist es unvermeidbar, die Dachhaut einzuschneiden, was eine Beschädigung des gemeinschaftlichen Eigentums bedeutet.

Sie benötigen hier die Zustimmung der anderen Eigentümer. Wenn Sie in Ihrer Wohnung einen Kamin einbauen, den Sie durch einen bereits vorhandenen Schornstein entlüften, wird dessen Reparaturanfälligkeit durch die stärkere Abnutzung erhöht.

Deshalb ist auch hier die Zustimmung der betroffenen Eigentümer erforderlich.

13. Dezember 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.