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Das bedeutet das Bail-In-Gesetz in der Bankenkrise

Der Chefvolkswirt der größten deutschen Bank wies kürzlich darauf hin, dass den Banken in Europa angesichts notleidender Kredite im Volumen von 2 Billionen Euro und niedrigen Kurse bei den Bankaktien eine langfristige Abwärtsspirale drohe.

Wir erleben nach seiner Ansicht in immer kürzeren Abständen Krisen und es sei immer schwerer für die Banken, sich frisches Eigenkapital zu besorgen.

Besonders die Banken in Italien wären gefährdet und litten unter faulen Krediten mit einem Volumen von 350 Milliarden Euro, was eher noch die Untergrenze darstelle.

Aus diesem Grund fordert der Chefökonom ein EU-Rettungsprogramm in Höhe von 150 Milliarden Euro.

Die Bankenkrise ist weiterhin ungelöst

Solche Aussagen zeigen, wie schlimm es schon wieder um die Banken bestellt ist, denn sie machen deutlich, dass die Bankenkrise von 2008 in Wirklichkeit nie gelöst wurde.

Und das, obwohl Milliarden an Steuergeldern zu dessen Rettung in den Bankenapparat gepumpt worden waren.

Die Liquiditätspolitik der Notenbanken hat die Probleme nur vorübergehend unter den Teppich gekehrt.

Jetzt kommt die Miesere wieder zunehmend ans Tageslicht und wird in einer erneuten, noch massiveren Bankenkrise enden.

„Bail in“-Gesetze: Eigentümer und Sparer haften für Banken

Doch im Gegensatz zur Finanzkrise 2008 ist die Staatsverschuldung weltweit um fast 50 Prozent höher als damals. Die Staaten haben daher nicht mehr die Kraft, um nochmals eine solche Rettungsaktion wie im Jahr 2008 zu starten.

Hinzu kommt, dass inzwischen sogenannte „Bail in“- Gesetze gelten, die regeln, dass erst einmal die Eigentümer und die Bankkunden einspringen müssen, wenn eine Bank in Schwierigkeiten gerät.

Sollte das alles nichts helfen, können die Steuerzahler zur Kasse gebeten werden.

Das bedeutet, dass zunächst die Eigentümer der Bank, meist also die Aktionäre, die Gläubiger der von der Bank eventuell begebenen Anleihen, und wenn das nicht reicht, am Ende auch die Bankkunden mit ihrem bei der Bank angelegten Vermögen haften müssen, wenn eine Bank Konkurs geht.

Massiver Kursverfall von Bankaktien

Wie schlimm es um die Bankenlandschaft auch bei uns aussieht, zeigt Ihnen der massive Kursverfall der Bankaktien. Allein in 2016 haben die Papiere der beiden größten deutschen Banken, die Deutsche Bank und die Commerzbank, etwa 50 Prozent an Wert verloren.

Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich hier schon im Vorfeld richtig positionieren. Kaufen Sie keine Bankaktien, Bankanleihen oder Inhaberschuldverschreibungen von Kreditinstituten.

Gerade die Inhaberschuldverschreibungen, mit denen man direkt in eine Bank zu hohen Zinsen investiert, sind nach wie vor sehr beliebt.

Legen Sie Ihr Geld sicher an

Bei Ihrem angelegten Geld sollten Sie darauf achten, dass Ihre Einlage bei einer einzelnen Bank keinesfalls 50.000 Euro überschreitet.

In Zypern wurden 2013 alle Beträge oberhalb von 100.000 Euro zur Bankenrettung herangezogen.

Verteilen Sie deshalb Ihr Kapital besser auf mehrere Banken, als ein Konto mit hoher Einlage bei nur einem Institut zu führen.

Eine breite Streuung auf verschiedene Banken, vor allem auch Sparkassen und Genossenschaftsbanken, sichert Sie weitgehend gegen solche „Bail in“- Maßnahmen ab.

Der Vorteil dieser Banken liegt darin, dass sie sich gegenseitig stützen und vor allem kaum in der Spekulation verfangen sind. Für Sie als Depotinhaber besonders wichtig: Maßnahmen im Zusammenhang mit den „Bail in“-Gesetzen gelten nur für direkt bei einer Bank angelegtes Kapital.

Ihr Depot bleibt von einem eventuellen Konkurs der depotführenden Bank unberührt, weil es Ihr Eigentum ist.

Sie können es in diesem Fall einfach auf eine andere Bank übertragen.

16. November 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.