MenüMenü

Checkliste Betriebskosten zum kostenlosen Download:
Hilfreiche Checkliste zum Ausdrucken & zum täglichen Gebrauch als PDF . . . . . .
Hier Klicken und Checkliste erhalten ➜

Erbschaft- und Schenkungsteuerreform: Das ändert sich für Eigentümer

Nun ist sie also in Kraft getreten, die Reform der Erbschaft- und Schenkungsteuer.

Viele Rechtsexperten halten sie für verfassungswidrig und haben eine Verfassungsbeschwerde angekündigt.

Das ändert aber nichts daran, dass es sich um derzeit geltendes Recht handelt.

Altes Erbschaftsteuerrecht verfassungswidrig

Bereits am 7. November 2007 hatte das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass das Erbschaftssteuerrecht nicht in Einklang mit dem Grundgesetz steht. Die Kernaussagen der Karlsruher Verfassungshüter können dabei auf die folgenden vier Punkte heruntergebrochen werden:

  1. Die Bewertung von Immobilien im alten Recht verstößt gegen den Gleichheitsgrundsatz, da diese im Gegensatz zu anderen Vermögenswerten (wie beispielsweise Bargeld oder Aktien) nicht mit dem tatsächlichen Wert angesetzt werden.
  2. Ziel der Bewertung von Immobilien muss im neuen Recht der gemeine Wert (Verkehrswert) sein, also der tatsächliche Marktwert Ihrer Immobilie.
  3. Sofern der Gesetzgeber Verschonungsregelungen einbauen möchte, dürfen diese nicht bei der Bewertung ansetzen, denn hier muss der tatsächliche Wert angestrebt werden. Verschonungen, die bewirken, dass Sie nicht den tatsächlichen Wert versteuern müssen, sind jedoch in einem zweiten Schritt bei der eigentlichen Steuerermittlung möglich.
  4. Das alte Recht sollte bis zu einer Neuregelung trotz der Verfassungswidrigkeit weiter anwendbar bleiben. Falls eine Neuregelung nicht getroffen wird, läuft das alte Recht jedoch am 31. Dezember 2008 aus.

Mit der beschlossenen Erbschaftsteuerreform hat der Gesetzgeber in letzter Minute ein neues Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht geschaffen. Ob die weiteren Vorgaben ebenso erfüllt sind, wird im weiteren Beitrag für Sie kritisch überprüft.

Nach diesen Verfahren wird Ihre Immobilie zukünftig bewertet

Grundlegend müssen Sie bei der Bewertung zwischen unbebauten und bebauten Immobilien unterscheiden.

Einfache Bewertung unbebauter Grundstücke

Die Bewertung Ihrer unbebauten Immobilie stellt kein Problem dar, da sich diese nach den Bodenrichtwerten orientiert. Im früheren Recht war dies auch schon so, jedoch konnten Sie dort noch einen 20%igen Abschlag auf den maßgeblichen Bodenrichtwert vornehmen. Seit 2009 ist dieser Abschlag weggefallen.


Betriebskostenabrechnung 2016:
Alles, was Ihr Mieter zahlen muss – kompakt im Überblick

Vermeiden Sie unnötige Streitereien mit Ihren Mietern. Erstellen Sie von vornherein eine unangreifbare Betriebskostenabrechnung.

Alle Positionen, die Sie für das letzte Jahr abrechnen dürfen – kompakt zusammengefasst in einer praktischen Übersicht –, finden Sie in der top-aktuellen Sonderveröffentlichung „Betriebskostenabrechnung 2016“.

Klicken Sie jetzt hier, um sich "Betriebskostenabrechnung 2016" GRATIS zu sichern! ➜


Mit folgender einfacher Formel erhalten Sie nun den maßgeblichen Wert:

Den Bodenrichtwert Ihres Grundstücks erfahren Sie über die Gutachterausschüsse der jeweiligen Gemeinde, die in der Regel bei den Kataster- oder Vermessungsämtern angesiedelt sind. In einigen Bundesländern teilt dagegen das lokale Bauamt den Bodenrichtwert mit.

Bebaute Grundstücke: 3 unterschiedliche Bewertungsverfahren

So einfach die Bewertung unbebauter Grundstücke für Sie ist, so komplex ist dieser Vorgang im Fall bebauter Immobilien.

Während im alten Recht die Immobilienbewertung sehr übersichtlich war, müssen Sie im neuen Recht zwischen 3 verschiedenen Bewertungsverfahren unterscheiden:

  1. Vergleichswertverfahren
  2. Ertragswertverfahren
  3. Sachwertverfahren

Bewertungsverfahren je Grundstücksart

Welches Verfahren Sie im Einzelfall anzuwenden haben, bestimmt sich nach der Art Ihrer Immobilie. Folgende Einteilung gilt es zu beachten:

Im Vergleichswertverfahren bewerten Sie:

  • Wohnungseigentum
  • Teileigentum
  • Ein- und Zweifamilienhäuser

Im Ertragswertverfahren bewerten Sie:

  • Mietwohngrundstücke
  • Geschäftsgrundstücke
  • Gemischt genutzte Grundstücke

Im Sachwertverfahren bewerten Sie:

  • Grundstücke, die eigentlich zum Vergleichswertverfahren gehören, für die ein Vergleichswert jedoch nicht zu ermitteln ist
  • Grundstücke, die eigentlich zum Ertragswertverfahren gehören, für die ein Jahresrohertrag bzw. eine übliche Miete jedoch nicht ermittelt werden kann
  • Sonstige bebaute Grundstücke

10. Januar 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.