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Das bringt ein Pfändungsschutzkonto

Wer sich überschuldet und seine Rechnungen nicht mehr bezahlen kann, der bekommt Besuch vom Gerichtsvollzieher. Gläubiger versuchen dadurch eine Zwangsvollstreckung zu erreichen, um ihr geliehenes Geld zurückzubekommen. Ein Mittel, das dafür häufig eingesetzt wird ist die Pfändung des Kontos des Schuldners.

Es gibt allerdings auch ein Pfändungsschutzkonto, an dem sich die Gläubiger nicht einfach so bedienen können. Betroffene können dieses Konto bei ihrer Bank einrichten und so zumindest einen Teil ihres Geldes vor der Pfändung bewahren. Für Personen, die von einer akuten Pfändung betroffen sein könnten, ist dieses Konto sinnvoll. Allerdings ist es nicht immer vorbehaltslos zu empfehlen, da es auch Nachteile mit sich bringt.

Per Definition schützt ein Pfändungsschutzkonto vor der Pfändung des Kontos

Bei einer Pfändung des Kontos werden in der Regel alle eingehenden Zahlungen gepfändet und das Geld geht direkt an den Gläubiger. Der Bank wird durch einen Gerichtsvollzieher untersagt, Geld an den Schuldner auszuzahlen. Für den Schuldner würde das bedeuten, kein Geld mehr zu haben um seine Miete zu bezahlen, Lebensmittel zu kaufen und seinen sonstigen monatlichen Bedarf zu decken.

Um Schuldner davor zu schützen, die Pfändung bei dem Gläubiger aufheben lassen zu müssen, gibt es seit dem 01. Januar 2012 das Pfändungsschutzkonto. Ein Pfändungsschutzkonto ist per Definition ein Konto, das bis zu einem gewissen Betrag vor einer Beschlagnahmung geschützt ist. Dieses Konto kann ein beliebiges Girokonto des Schuldners sein, das auf Antrag hin von der Bank in ein Pfändungsschutzkonto umgewandelt wird.


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Monatlicher Freibetrag sichert wirtschaftliche Existenz

Das bedeutet, dass das Guthaben auf diesem Konto zusätzlich zu einem bestimmten Einkommen nur bis zu einem gewissen Betrag gepfändet werden darf. Dieser Betrag liegt seit 2013 bei 1.045,04 € und soll im Juli 2015 auf 1.049,99 € angepasst werden. Nur bis zu diesem Betrag dürfen eingehende Summen gepfändet werden – der Freibetrag steht dem Schuldner zur Deckung seiner monatlichen Ausgaben für Miete, Strom, Lebensmittel etc. zu.

Ausnahmen gibt es zudem noch bei Unterhaltszahlungen bei Geschiedenen oder wenn Kinder in der Familie sind. Bis zu 1.876,58 € kann ein Paar mit zwei Kindern vor der Pfändung schützen lassen, um genug Geld zum Leben zu haben. Der Pfändungsschutzbetrag gilt jeden Monat wieder neu und erhöht sich um auf dem Konto verbliebenes Geld, das nicht ausgegeben wurde.

Die Vor- und Nachteile eines Pfändungsschutzkontos

Der Nachteil eines Pfändungsschutzkontos ist der Eintrag bei der Schufa, wodurch die Bonität des Kontoinhabers gesenkt wird. Zusätzlich kosten Pfändungsschutzkonten bei einigen Anbietern eine monatliche Extra-Gebühr, die Banken mit einem höheren Kontoführungsaufwand begründen. Diese Gebühr liegt je nach Bank zwischen 2 und 20 €.

Auch eine Kreditkarte oder einen Dispo erhalten Personen, die ein Pfändungsschutzkonto beantragen, nicht mehr. Das Pfändungsschutzkonto sollte daher wirklich erst dann beantragt werden, wenn tatsächlich eine Überschuldung vorliegt und eine Pfändung ins Haus steht.

Personen, die von einem Pfändungsschutzkonto aber Gebrauch machen müssen, erfahren dadurch aber klare Vorteile. Sie müssen nicht mehr beim zuständigen Vollstreckungsgericht oder beim Gläubiger um eine Aufhebung der Pfändung bitten und ihre wirtschaftliche Existenz ist gesichert. Zudem kann ein Pfändungsschutzkonto ganz einfach bei der Bank beantragt werden.

1. Januar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.