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Das Bruttoinlandsprodukt von Deutschland und seine Entwicklung

Das Bruttoinlandsprodukt gibt den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen an, die innerhalb eines Jahres in einem Staat hergestellt wurden.

Das Bruttoinlandsprodukt gilt als Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft und ist die wichtigste Größe der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung.

Daher dient es Experten zur Einschätzung der wirtschaftlichen Lage eines Landes, auch im internationalen Vergleich.

Das Bruttoinlandsprodukt misst den Wert aller im Inland hergestellten Güter, die allein dem Endverbrauch dienen.

Im Unterschied zum Bruttonationaleinkommen erfasst das Bruttoinlandsprodukt die Leistungen von In- und Ausländern.

Mehr zum Thema: Bruttoinlandsprodukt und Bruttosozialprodukt einfach erklärt

Bei der Berechnung des BIP kommt es also nur darauf an, auf welchem Gebiet die Güter produziert wurden.

Das Bruttoinlandsprodukt kann sich nicht nur auf Staaten, sondern auch auf andere administrative oder geografische Einheiten beziehen.

Man unterscheidet in der Regel zwischen dem nominalen und dem realen Bruttoinlandsprodukt.

Das nominale Bruttoinlandsprodukt gibt den Gesamtwert der Waren und Dienstleistungen einer bestimmten Region in aktuellen Marktpreisen an.

Dadurch ist das nominale Bruttoinlandsprodukt abhängig von Veränderungen des Preisindex der jeweils betrachteten Volkswirtschaft.

Das nominale Bruttoinlandsprodukt reagiert also auf Inflation und Deflation.

Um das Bruttoinlandsprodukt unabhängig von Veränderungen des Preisindex betrachten zu können, berechnet man das reale Bruttoinlandsprodukt.

Mehr zum Thema: Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen

Bei der Berechnung des realen BIP werden alle Güter zu den Preisen eines Basisjahres bewertet.

Das Bruttoinlandsprodukt von Deutschland

Die Veränderung des Bruttoinlandsprodukts gilt als Maßstab für das Wirtschaftswachstum einer Volkswirtschaft.

Mehr zum Thema: Bruttoinlandsprodukt: Definition der wichtigsten Wirtschaftsgröße

Damit ist für Deutschland nicht nur das aktuelle Bruttoinlandsprodukt wichtig, sondern auch seine Entwicklung in den letzten Jahren und Jahrzehnten.

Das Bruttoinlandsprodukt für Deutschland wird vom Statistischen Bundesamt berechnet.

Zweimal im Jahr legt das Statistische Bundesamt Berechnungen für das Bruttoinlandsprodukt des Vorjahres vor.

Außerdem legt das Statistische Bundesamt für die einzelnen Vierteljahre Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt und seinen Aggregaten vor.

Bruttoinlandsprodukt Deutschland: Entwicklung im Überblick

Die Angaben zum Bruttoinlandsprodukt für Deutschland wurden bis 1990 für das frühere Bundesgebiet angegeben und gelten seit 1991 für Gesamtdeutschland.

1950 lag das nominale Bruttoinlandsprodukt von Deutschland bei 50 Milliarden €.

Bis 1995 entwickelte sich das Bruttoinlandsprodukt für Deutschland stetig nach oben, bis es schließlich 1990 bei 1.307 Milliarden € lag.

Von 1990 bis 1995 stieg das Bruttoinlandsprodukt enorm an auf 1.849 Milliarden €.

Eine bedeutende Zahl in der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts von Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt von 2008/2009.

Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise hat fast überall auf der Welt zu einem deutlich schwächeren Wirtschaftswachstum beziehungsweise zu einer Rezession geführt.

Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds sank das reale Bruttoinlandsprodukt der ökonomisch hochentwickelten Staaten 2009 zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg.

In Deutschland war der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts mit 4,7% im Jahr 2009 stärker als im EU-Durchschnitt.

Erst 2010 stieg das Bruttoinlandsprodukt erneut. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts fiel in Deutschland, Schweden, der Slowakei, Polen und Luxemburg am höchsten aus.

In Deutschland stieg das Bruttoinlandsprodukt 2010 um 3,6% zum Vorjahr an.

2011 lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt für Deutschland wieder über dem Wert von 2008 mit 110,21 Milliarden €.

2012 konnte das reale Bruttoinlandsprodukt für Deutschland ein minimales Wachstum verzeichnen auf 110,94 Milliarden €.

Anhand des Bruttoinlandsprodukts kann man schnell erkennen, wie sich die Wirtschaft eines Landes entwickelt.

Auch internationale Krisen, wie die Weltwirtschaftskrise 2009, beeinflussen das Bruttoinlandsprodukt von Deutschland.

12. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.