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Das Bruttosozialprodukt der Schweiz – wichtige Daten im Überblick

Am Beispiel der Schweiz sieht man deutlich, dass auch vergleichsweise kleine Länder ein beeindruckendes Bruttosozialprodukt erwirtschaften können. Mit ihren rund 8 Mio. Einwohnern ist die Schweiz in der Liste der bevölkerungsreichsten Staaten auf einem Platz um 110 zu finden. Geht man jedoch nach dem gesamten Bruttosozialprodukt, so liegt die Schweiz deutlich weiter vorne.

Zu verdanken hat das Land dies einer starken und ausgewogenen Wirtschaft. Entgegen der landläufigen Meinung hat die Schweiz mehr zu bieten als nur die häufig in der Kritik stehenden Banken, die hochpräzisen Uhren und vorzüglichen Käse. Dass die schweizerische Wirtschaft sehr breit aufgestellt ist und in vielen Bereichen durch Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit glänzen kann, findet sich auch im Bruttosozialprodukt wieder.

Das Bruttosozialprodukt der Schweiz

Das Bruttosozialprodukt (kurz: BSP) der Schweiz lag im Jahr 1980 noch bei rund 93.761 Mio. US-$, was auf der Weltrangliste den 20. Platz bedeutete. Bis 1990 gelang es, den Wert nahezu zu verdoppeln, die Schweiz rutschte jedoch auf den 24. Rang ab und wurde in dieser Zeit unter anderem von der Türkei überholt.

In den Jahren 2000 und 2010 wurde der 27. bzw. der 28. Platz auf der Weltrangliste erreicht. Das gesamte BSP lag dadurch im Jahre 2010 bei 403.793 Mio. US-$. Zur besseren Einordnung dieser Zahl: Das BSP der USA, die die Liste traditionell anführen, lag 2010 bei rund 14.605.300 Mio. US-$. Jedoch muss man auch beachten, dass die Vereinigten Staaten rund 317 Mio. Einwohner haben.

Eine bessere Vergleichbarkeit zwischen einzelnen Ländern wird deshalb dadurch möglich, dass man das BSP pro Einwohner berechnet. Hier wird auch deutlich, wie leistungsstark die Schweiz bei Berücksichtigung ihrer Bevölkerungszahl ist.

Das schweizerische Bruttosozialprodukt pro Kopf

Zu Beginn der 1980er Jahre lag das pro-Kopf-BSP noch bei rund 18.000 US-$ und wächst seitdem kontinuierlich an. Im Jahr 2012 wurde ein BSP von 82.730 US-$ erreicht.

Für die Platzierung auf der Weltrangliste bedeuten diese Werte, dass sich die Schweiz meist in den Top 5 der Staaten mit dem höchsten pro-Kopf-Bruttosozialprodukt befindet. Staaten wie Deutschland oder die USA werden hierbei von der Schweiz locker abgehängt und erreichten 2012 den 15. Rang (Deutschland) bzw. den 8. Rang (USA).

Wo kommt das hohe BSP der Schweiz her?

Wie eingangs bereits erläutert wurde, ist die schweizerische Wirtschaft breit aufgestellt und in höchstem Maße wettbewerbsfähig und innovativ. Natürlich spielt auch der Finanzsektor der Schweiz eine Rolle, die im Verhältnis zur Größe des Landes als überproportional bezeichnet werden kann. Hier zeichnen sich jedoch aufgrund von ungeklärten Fragen zur Besteuerung ausländischer Vermögen vielerlei Veränderungen ab.

Doch auch Bereiche wie Chemie- und Pharmaindustrie, Maschinenbau, Elektro- und Metallindustrie spielen bei der stark exportorientierten Wirtschaft der Schweiz eine beachtliche Rolle. Energiewirtschaft und Umweltschutztechnologien haben ebenfalls einen hohen Anteil am Bruttosozialprodukt der Schweiz. Der schweizerische Erfolg basiert also nicht nur auf Uhren und Banken, er steht vielmehr auf einem soliden Fundament.

5. Dezember 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.