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Das Ende des Euro wird auf jeden Fall kommen

Immer wieder werde ich gefragt, wann denn das Ende des Euro gekommen sein wird.

Mit meiner ausführlichen Beantwortung der Frage möchte ich Ihnen zeigen, was uns bei einer Verschärfung der Euro-Krise erwartet.

Ende des Euro kommt – Nur „Wann?“ ist die Frage

So ist es zunächst einmal so, dass der genaue Zeitpunkt einer Währungs-Reform und einer Abschaffung des Euro sich natürlich nicht genau vorhersagen lässt.

Eine Währungs-Reform wird schließlich immer im Geheimen vorbereitet und überraschend schnell durchgeführt, weil sonst schon vorher das totale Chaos ausbrechen würde.

Deshalb kann niemand den genauen Zeitpunkt vorhersagen. Aber dass es zum Untergang des Euro kommen wird, steht aus meiner Sicht fest.

Vertrauen und Zuversicht sind die Grundlagen jeder Währung. Gehen diese verloren, dann verliert auch die Währung früher oder später ihren Rückhalt.


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Probleme in Finnland durch den Euro

Und genau hier wird es für den Euro jetzt immer enger. So sagte beispielsweise der finnische Außenminister Timo Soini Ende 2016, dass sein Land nie dem Euro hätte beitreten dürfen.

Die wirtschaftliche Lage Finnlands ist inzwischen so desolat, dass die Ratingagentur Moody’s dem Land das Top-Rating von AAA genommen hat, da es vor „immensen ökonomischen Herausforderungen“ stehe.

Die Einschätzung der Kreditwürdigkeit wurde um eine Stufe auf AA1 herabgesetzt.

Ohne Euro hätten viele Länder nicht solche wirtschaftlichen Probleme wie derzeit.

Vergleicht man Finnland mit Schweden, das eine eigene Währung hat, dann wird deutlich, dass der Euro die ökonomische Entwicklung hemmt:

Während Schwedens Wirtschaft heute 10% über dem Niveau von 2008 – vor der Finanzkrise – liegt, ist das von Finnland immer noch um 6% darunter.

Und genau vor solchen Krisen habe ich schon im Jahr 2001 in „Der Euro“ gewarnt; schon damals sagte ich: Der Euro hemmt die Länder bei einer eigenständigen Entwicklung.

Früher konnte jedes Land eine an seine individuellen Gegebenheiten angepasste Währungs-Politik betreiben, jetzt müssen sich alle dem großen Euro-Verbund unterordnen.

Damit verlieren sie jede Möglichkeit, eine Krise durch Abwertung der eigenen Währung zu beheben.

Der Anfang vom Ende …

Jetzt ist die Situation eigetreten:

Die EU steht mit dem Austritt Großbritanniens vor einem Scherbenhaufen, was nicht ohne Auswirkungen auf den Euro bleiben kann, auch wenn Großbritannien nicht Mitglied des Währungs-Verbunds ist.

Letztlich wird diese Entwicklung dazu führen, dass sowohl die EU als auch der Euro scheitern werden.

23. Dezember 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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