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Das Gehalt beim Arzt-Beruf

Wie viel Gehalt ein Arzt im Monat erhält, hängt weniger von regionalen Unterschieden ab. Die Trägerschaft – also welcher Institution das Krankenhaus angehört – macht den Unterschied im Gehalt des Arztes.

Das lässt sich zumindest aus der Berufseinsteiger-Broschüre des Marburger Bunds schließen. Demnach kann ein Arzt in Universitätskliniken am meisten verdienen. Neben dem Gehalt ist auch die zeitliche Belastung im Arzt-Beruf ein wichtiger Aspekt.

Kommunalkliniken: häufige Überschreitung der Höchstarbeitszeit

Die größte Gruppe der Krankenhausträger bilden die Kommunalkliniken, die  von öffentlich-rechtlichen Körperschaften getragen werden.

Für die Entgeltgruppe „Arzt“ sieht der Tarifvertrag bei den Kommunalkliniken ein monatliches Einstiegsgehalt von 3.844,25 € vor. Dieses steigert sich jährlich um knapp 200 €. Nach dem 6. Jahr liegt das Gehalt eines Arztes in Kommunalkliniken bei 4.941,50 € im Monat.

Fachärzte erhalten im ersten Jahr ein Monats-Gehalt von 5.073,78 €. Nach vier Jahren wird dieses auf 5.499,20 € erhöht.


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Eine 60- bis 70-Stunden-Woche ist hier allerdings normal. Laut der Broschüre des Marburger Bunds leisten 35 % der Ärzte dieses Pensum wöchentlich. Über 50 % beklagen sich über eine Überschreitung der Höchstarbeitszeit.

Universitätskliniken: noch mehr Arbeit für etwas mehr Geld

Das Gehalt der Entgeltgruppe Arzt liegt bei Universitätskliniken bei 4.032 € pro Monat im ersten Jahr. Bis zum 5. Jahr steigert sich das Gehalt der Ärzte bis auf knapp 5.000 €.

Die Entgeltgruppe „Fachärzte“ startet in Unikliniken mit einem Gehalt von 5.321 € im Monat. Ein Arzt der in einer Universitätsklinik im 13. Jahr ist erhält monatlich 6.499 €.

Das Gehalt eines Arztes liegt in Universitätsklinken also leicht über dem der Kommunalkliniken. Allerdings muss hier auch noch mehr gearbeitet werden. 40 % der Ärzte leisten eine 70-Stunden-Woche und 62 % der Ärzte geben an, dass ihre Höchstarbeitsgrenzen nicht eingehalten werden, so die Ergebnisse der Befragung durch den Marburger Bund.

Private Träger: Arzt-Gehalt orientiert sich stärker an Leistung

Private Kliniken sind im Besitz gewinnorientierter Unternehmen. Deshalb richtet sich die Vergütung der Beschäftigung viel stärker nach Leistung und dem betrieblichen Erfolg, der damit zusammenhängt.

Die Arbeitsbedingungen weisen allerdings keinen signifikanten Unterschied auf. Auch hier arbeiten 34 % der Ärzte bis zu 70 Stunden in der Woche. Über 50 % geben ebenfalls an, dass Ihre Höchstarbeitszeitgrenzen nicht eingehalten werden.

Das Gehalt von Ärzten liegt im ersten Jahr etwa bei 3.800 € im Monat. Fachärzte verdienen derweil um die 5.000 €.

Kirchliche Träger: ohne tarifliche Vereinbarung

Weil die Kirchen laut Grundgesetz ein Sonderrecht haben, gibt es keine Tarifverträge, sondern lediglich Arbeitsvertragsrichtlinien, die das Gehalt des Arztes bestimmen.

Auch hier wird viel Arbeit von den Ärzten verlangt: 59 % der befragten Ärzte gab an, dass die Höchstarbeitszeitgrenzen nicht eingehalten werden. Eine 60-Stunden-Woche ist bei 36 Prozent der Vollzeitbeschäftigten die Regel.

Das Gehalt der Entgeltgruppe Arzt liegt bei etwas über 3.700 €. Fachärzte starten mit 4.900 € in Krankenhäusern von kirchlichen Trägern.

Das Gehalt eines Arztes ist mit durchschnittlich 50.000 € Einstiegsgehalt also zwar relativ hoch. Allerdings ist der Arbeitsaufwand auch entsprechend hoch. Der Überstundenaufschlag liegt in der Regel bei 15 %. Feiertags- oder Nachtarbeit bringen 25 % mehr in die Kassen.

20. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Sabrina Behrens
Von: Sabrina Behrens. Über den Autor

Sabrina Behrens beschäftigt sich seit Ihrem Schulabschluss mit den Themen Wirtschaft, Politik, private Finanzen, Vorsorge und Versicherung. In ihrer Tätigkeit als freie Journalistin in Berlin hält sie die Leser in diesen Bereichen regelmäßig auf dem Laufenden.