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Das Gold der Notenbanken: Das sind die Funktion und Bedeutung

Jedermann kann und sollte, wenn möglich, ein wenig Gold sein Eigentum nennen. Man kann damit nämlich ideal seine Kaufkraft erhalten. Darüber hinaus konnte man in den vergangenen 10 Jahren zusätzlich eine beachtliche Rendite mit dem Investment in Gold erzielen.

Auch den Notenbanken gefällt das knappe Gut – obwohl sie es oft nur hinter vorgehaltener Hand zugeben. Fakt ist, selbst heutzutage, wo Geld billionenfach aus dem Nichts geschaffen wird, kaufen viele Zentralbanken ständig Gold – und das mit Sicherheit nicht, weil es so schön aussieht.

Gold ist Geld: Die Geschichte dahinter

Seit dem 7. Jahrhundert v. Chr. sind Münzen im Umlauf, die Gold enthalten und als Zahlungsmittel fungieren. Im 6. Jahrhundert v. Chr. wurden in Kleinasien erstmals Goldmünzen geprägt, die eine einheitliche Größe und einen einheitlichen Wert hatten.

Danach folgten die Griechen mit ihren Goldmünzen. Dabei hatte jeder Stadtstaat seine eigenen Münzen, d.h. bestimmte die Zusammensetzung der Metalle selbst. Im Römischen Reich schließlich wurden etwa 225 v. Chr. die ersten Goldmünzen geprägt, und das sollte lange Zeit der Standard sein.

Erst im Mittelalter übernahmen Silbermünzen die Vorherrschaft. Gold wurde nun selten gehandelt. Gold wurde also früher hauptsächlich dafür genutzt, die Währung eines Landes komplett durch zugrunde liegende Sachwerte abzudecken. Jede ausgegebene Banknote musste daher im gesamten Wert von Gold abgedeckt werden.

Der Goldstandard zur Währungsdeckung

Diese Maßnahme ist als reiner Goldstandard bekannt. Eingeführt wurde diese Regelung gegen Mitte des 19. Jahrhunderts, als das britische Empire mit riesigen Rohstoffvorkommen weltweit eine wirtschaftliche Vormachtstellung innehatte.

Um den Handel zwischen den einzelnen Staaten und eine Vermischung von Münzen unterschiedlichen Wertes zu verhindern, einigten sich die Europäer darauf, ihre Währungen in Gold zu konvertieren.


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Das war ein fester Preis für Gold in der jeweiligen einheimischen Währung. 1 Mark entsprach im Deutschen Reich beispielsweise 0,36 Gramm Feingold. Damit war ein fester Wechselkurs bestimmt.

Am 14. März 1875 gab es ein neues Bankgesetz: Die Notenbank – die damals Reichsbank hieß – war nun dazu verpflichtet, ein Drittel des Gegenwerts der im Umlauf befindlichen Banknoten in Goldbarren zu lagern.

Diese Regelung nannte sich Dritteldeckung und hatte den Effekt, dass die Währungshüter damals tatsächlich ihrem Namen noch gerecht wurden: Die eigenen Goldreserven aufzubauen war ein zentraler Punkt der Bankenpolitik, und dem Gelddrucken waren damit Grenzen gesetzt.

Im Juli 1944 gab es den Golddevisenstandard. Jetzt konnten die Wechselkurse angepasst werden, das Währungssystem war weiterhin stabil und hatte keine Preisschwankungen. Eine Feinunze Gold wurde an den Dollar gebunden im Wert von 35 $.

Doch bald brauchte man mehr Geld, als es Gold zu kaufen gab. Die logische Konsequenz: Die Goldparität löste sich allmählich auf. So wurde die Bindung des US-$ an Gold 1971 aufgehoben, und die expansive Geldpolitik nahm seitdem an Fahrt auf. Heutzutage wird Geld per Knopfdruck geschaffen, ohne jeden Wert dahinter.

Goldreserven der Notenbanken sichern Unabhängigkeit

Die Goldreserven der Notenbanken haben heute nur noch das Ziel, die finanzielle Unabhängigkeit eines Staates auch in Krisenzeiten zu sichern. Auch heute kann Gold jederzeit als Zahlungsmittel eingesetzt werden. Viele Staaten haben durch den Einsatz des Edelmetalls aus ihren Reserven in den vergangenen Jahren versucht, die Staatsschulden zu reduzieren.

Der Anteil des Goldes an den gesamten Währungsreserven ist dadurch in den letzten 30 Jahren deutlich gesunken. Lag er im Jahre 1980 noch bei 60%, sank er bis Mitte der 2000er Jahre auf rund 10% ab.

In Deutschland liegt er jedoch weiterhin bei mehr als 72%. Mit dem weiter steigenden Goldpreis ist die Bedeutsamkeit des Edelmetalls seitdem jedoch wieder um wenige Prozentpunkte gestiegen.

Goldreserve der Notenbanken: So wird der Goldpreis gehalten

Um den Wert des Goldes in den vergangenen Jahren jedoch erhalten zu können, mussten sich die größten Notenbanken auf klare Regeln und Grenzen für den Verkauf einigen.

Würden die Notenbanken ihre Goldreserven alle zum gleichen Zeitpunkt verkaufen, würde der Goldpreis drastisch fallen und die Erlöse weit unter den eigentlichen Marktwert fallen. In verschiedenen Central Bank Gold Agreements wurden daher die Verkäufe auf maximal 400 bzw. 500 Tonnen pro Jahr begrenzt.

In Deutschland ist die Bundesbank verantwortlich für die Aufbewahrung und den Verkauf der deutschen Goldbestände. Da sie als unabhängiges Organ agiert, muss sie dafür keine Erlaubnis durch die Bundesregierung einholen.

Das Gold der Notenbanken: Wo führt das hin?

Während aktuell die hochverschuldeten USA und Europa ständig mehr Geld schaffen, ist es durchaus legitim, die Frage zu stellen, wohin das führen soll. Ein Ende des Schuldenmachens ist nicht in Sicht. Besonders Japan ist beim Gelddrucken Vorreiter, um den eigenen Yen abzuwerten, was wiederum den Export stärkt.

Wir befinden uns mitten in einem Währungskrieg. Ein absurder Wettlauf, welches Land seine Währung mehr abwerten kann als die Konkurrenz, ist entstanden. Lösungen, wie man dem ganzen Irrsinn ein Ende bereiten könnte, werden kaum diskutiert.

Letzten Endes wird sich das Problem – in welcher Form auch immer – lösen, doch je länger die aktuelle Geldpolitik fortgesetzt wird, desto extremer wird diese Lösung wohl aussehen.

30. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.