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Das ist bei Rohstoff-Indexfonds zu beachten

Gold, Kupfer, Getreide oder Öl, Rohstoffe unterliegen im Vergleich zu Aktien und Anleihen einer unterschiedlichen Dynamik und gehören ins Depot.

Am einfachsten ist ein Investment in Exchange Traded Funds, also ETFs auf Rohstoffe. Sie folgen der Wertentwicklung eines Index, sind extrem günstig und als Sondervermögen vor Insolvenz geschützt.

ETF auf Rohstoffe – einfach, aber mit Kalkül

ETFs machen Rohstoffe jedermann zugänglich – eine verlockende Gelegenheit vor allem, wenn die Preise bei Kupfer oder Öl lange am Boden lagen und hohes Aufholpotenzial versprechen. Zuvor aber sollte man sich unbedingt über ein paar grundlegende Strukturen und Details im Klaren sein.

So ist es nicht unbedingt sinnvoll, nur auf einige vielversprechende Rohstoffe zu setzen. Mittelfristig kann die Entwicklung ganz anders verlaufen als erhofft. Hinzu kommt, dass es im gesamten Depot zu möglichst wenig Gleichlauf bei der Wertentwicklung, sprich Korrelation der einzelnen Investments kommen sollte. Ist sie höher, so drückt das den risikomindernden Effekt einer breiten Streuung und Diversifikation.

Insofern empfiehlt sich eine Kombination aus einem ETF auf einen Subindex ausgewählter Rohstoffe als riskanterer Renditebringer und einem ETF auf einen breiten Rohstoffindex. Da sich Öl, Metalle und Agrarrohstoffe verschieden entwickeln, sorgt ein großer Commodity-Index in sich für Diversifikation.


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Rolleffekte durch Kontrakte

Der nächste Aspekt ist die Tatsache, dass der gesamte Rohstoffmarkt eine Eigenheit aufweist, die schnell zu unerwünschten Effekten führt. So kann man Verluste erleiden, obwohl der Spotpreis etwa für Öl gestiegen ist.

Rohstoffe werden über Futures gehandelt, also zeitlich begrenzte Kontrakte, die fortlaufend erneuert werden. Ist der jeweils nächste Kontrakt billiger, entstehen Gewinne – genannt Backwardation – und umgekehrt Verluste, sprich Contango. Ob die Preise drehen, hängt von der Markterwartung ab.

Dem kann sich auch ein ETF auf Rohstoffe nicht entziehen, weil der Anbieter zur Indexnachbildung die zugrunde liegenden Futures kauft. Um Rollverluste abzuschwächen, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man achtet auf „rolloptimierte“ Angebote, bei denen nicht starr der nächste Kontrakt, sondern der günstigste gekauft wird.

Oder man wählt einen ETF auf langfristige Futures, die weniger gerollt werden müssen – es sei denn natürlich, man versucht, kurzfristige Ungleichgewichte von Angebot und Nachfrage auszunutzen.

Investments in einzelne Rohstoffe

Wer gezielt auf einzelne Rohstoffe setzt, findet meist ETCs, die aber auch auf spezielle Indizes angeboten werden. Sie sind wie ETFs börsengehandelt, ähneln jedoch Zertifikaten. Der Unterschied: Mehrere Market Maker sorgen für bessere Preise. Ansonsten ist ein ETC kein Sondervermögen, sondern eine Inhaberschuldverschreibung mit erhöhtem Insolvenzrisiko. Vielfach werden bestimmte Sicherheitskonzepte angeboten.

Bei Rohstoff-ETCs basieren die Preise teils auf Futures mit den genannten Rolleffekten, teils aber auch nicht. Das hängt davon ab, ob der Fonds mit Kontrakten arbeitet, oder den Rohstoff physisch kauft und hinterlegt. Zum einen sind Futures meist liquider und effizienter, zum anderen lassen sich nur bestimmte Edelmetalle wie Gold oder Silber sinnvoll lagern. In dem Fall steigt oder fällt das Investment rein mit dem Marktwert.

ETFs und Gold

Wer sich für Gold interessiert, ohne es selbst zu kaufen, dem stehen hier zwei Wege offen. Bei Gold-ETFs investiert der Anbieter das Anlagegeld in physisches Gold. Die einzelnen Barren tragen Seriennummern. Im Insolvenzfall sind sie als Sondervermögen geschützt.

Allerdings sind ETFs, die zu 100% in Gold investieren, hierzulande nicht zugelassen. Das Gold befindet sich also je nach Anbieter im Ausland. Hinzu kommen die grenzüberschreitenden Probleme mit der Abgeltungssteuer, weil Erträge bei ETFs reinvestiert werden.

Die Alternative sind Gold-ETCs. Bekannt ist in Deutschland das Xetra-Gold der Deutschen Börse Commodities. Hier wird physisches Gold hinterlegt und zudem mit einem Lieferanspruch gesichert, da ein ETC kein geschütztes Sondervermögen ist. Im Notfall ist man auf die Erfüllung des Rechtsanspruchs angewiesen.

Insgesamt sollte man sich bei Rohstoff-ETFs über das persönliche Anlageziel und die eigene Risikobereitschaft im Klaren sein. Geht es darum, das Portfolio sinnvoll zu erweitern, empfiehlt sich zunächst ein ETF auf einen marktbreiten Index.

16. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.