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Das Ladenlokal behält seine Bedeutung – Good News für Vermieter

Online-Verkäufe machen heute durchschnittlich 5% der Gesamtumsätze bei Einzelhändlern aus.

Nach eigener Einschätzung wird sich dieser Anteil in zwei Jahren auf fast 10% verdoppeln.

Dabei wird das Ladenlokal nicht an Bedeutung verlieren, eher sogar noch gewinnen.

Das sind zwei der Ergebnisse einer Untersuchung zur Strategie von Filialisten, die in der sog. Multi-Channel-Welt zurechtkommen (müssen).

Auf mehreren Kanälen einkaufen können – das ist Multichannel-Handel

Multichannel-Handel ermöglicht dem Kunden, Geschäfte über eine Vielzahl von Kanälen, wie z.B. Einkauf im Laden, Online über einen Computer und über eine mobile Website oder Apps zu tätigen.

Dies verändert in grundlegender Art, wie Kunden einkaufen, hat aber zu Fragen bei öffentlichen Stellen und Planern wie bei Eigentümern und Entwicklern von Handelsimmobilien in Bezug auf den künftigen Flächenbedarf des Handels geführt.

Die aktuelle Studie „The Role of Real Estate in the Multichannel World“‘ des Immobiliendienstleistungsunternehmens CBRE, die auf dem World Retail Congress (WRC) im September in London vorgestellt wurde, bestätigt, dass durch die Multichannel-Strategien der Retailer der Online-Handel in den nächsten zwei Jahren den stationären Einzelhandel vor allem ergänzen und bereichern wird.


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Die an der Studie teilgenommenen Retailer erwarten durch eine strategische Verknüpfung der Absatz- und Kommunikationskanäle zudem einen verstärkten Zulauf in den Filialen.

In den nächsten zwei Jahren sind für den internationalen Einzelhandel zudem Investitionen in neue und bestehende Geschäfte oberste Priorität, wobei die Mehrheit aufgrund ihrer Multichannel-Strategie eine höhere Anzahl von Ladenlokalen sowie größere Ladenflächen benötigen.

Zu einem Zeitpunkt, wo Verbraucher in beispiellosem Umfang Zugriff auf das Internet haben, hat CBRE die aktuell umfassendste Studie ihrer Art durchgeführt, in der die Einschätzung von 50 führenden internationalen Einzelhändlern mit einem Filialnetz von insgesamt mehr als 32.000 Standorten weltweit erfragt wurde.

Die wichtigsten Aussagen der von CBRE vorgestellten Studie:

  • Während Investitionen in das Multichannel-System wichtig sind, bleiben Investitionen in neue und bestehende Ladenlokale die oberste Priorität für Einzelhändler.
  • In den nächsten Jahren wird das Ladenlokal weiterhin eine zentrale Rolle im Vertriebsnetz spielen, wobei Verbraucher in den meisten Ländern ihre Einkäufe in gleichem Maße sowohl in einem Ladenlokal als auch durch eine Lieferung nach Hause bzw. an den Arbeitsplatz tätigen wollen.
  • Aktuell hat das Ladenlokal bei den Retailern für die Ausführung von Online-Bestellungen eine geringe Priorität, wird aber in den kommenden zwei Jahren eine immer wichtigere Rolle spielen, wobei zwei Drittel der Einzelhändler ihre Ladenlokale für die Ausführung von Online-Bestellungen ausstatten wollen.
  • Die meisten Einzelhändler wollen ihr Multichannel-Potenzial innerhalb der nächsten zwei Jahre durch das Angebot von mobilen Apps oder per Smartphone nutzbaren Websites (77%) sowie mit modernen Terminals in ihren Ladenlokalen (80%) verbessern.
  • Einzelhändler werden verstärkt regionale Vertriebszentren benötigen – wohingegen lokale Lagerkapazitäten weniger ausgebaut werden sollen.
  • Innerhalb der nächsten zwei Jahre werden 72% der Retailer die gleiche oder eine größere Anzahl von Filialen in ihrem heimischen Markt betreiben.
  • 60 Prozent der Händler geben an, dass sie aufgrund ihrer Multichannel-Strategie im gleichen Zeitraum weitere Ladenflächen in ihrem gesamten internationalen Netzwerk benötigen werden.
  • Einzelhändler sind in Bezug auf ihre Pläne, Standorte in kleineren Städten zu betreiben, geteilter Meinung und geben zu gleichen Teilen an, sie würden die Anzahl erhöhen bzw. verringern.
  • Der Internet-Einzelhandel wird im Laufe der nächsten zwei Jahre schneller als die Erweiterung von Ladenlokalen wachsen; allerdings ist es erklärtes Ziel, die Reichweite durch beide Kanäle zu vergrößern.

Spannende Ergebnisse, die gute Nachrichten für Eigentümer von Ladenlokalen und Shoppingcentern enthalten. Das Geschäft, der stationäre Handel hat also nicht ausgedient.

Vielmehr findet eine qualitative Veränderung innerhalb der Ladenflächen statt.

1. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sven Johns. Über den Autor

Sven R. Johns ist Rechtsanwalt und war 15 Jahre Bundesgeschäftsführer des Immobilienverband IVD (bis Mitte 2012). Seit fast 20 Jahren ist er zunächst als Rechtsanwalt und dann als Geschäftsführer im Immobiliengeschäft vertraut.