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Das Parkett im Netz – Aktienhandel virtuell

Weiß sind sie, und kreisrund, die schalterähnlichen Ballustraden an der Frankfurter Börse, hinter denen – leicht erhöht – die Kursmakler thronen.

Schranken nennt man sie. Und sie trennten diejenigen, die Preise von Wertpapieren feststellten, von denen, die diese kauften und verkauften.

Virtueller Aktienhandel

Vor Jahren war das noch ein laute, schwer überschaubare Masse von Händlern. Doch deren Zahl hat sich zunehmend gelichtet, seit das Internet die Finanzwirtschaft umgekrempelt hat.

Der Aktienhandel ist virtuell geworden. Das heißt, viele Funktionen, die einst von Menschen ausgefüllt wurden, sind mittlerweile computerisiert.

Der Gang, ja selbst das Telefonat mit dem Bankberater, um eine Order zu erteilen – überflüssig.

Per Tastendruck und Mausklick werden Algorithmen in Gang gesetzt, die Zeit sparen. Und Geld, weil vergleichsweise teure menschliche Arbeit ersetzt worden ist.


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Neue Technik macht Aktienhandel virtuell

Der Ausgleich von Angebot und Nachfrage bei Aktien wurde vom Börsenparkett ins weltweite Netz verlagert. Damit werden einst zwingende physische Voraussetzungen umgangen, die Funktionalität bleibt erhalten – das meint Virtualität beim Aktienhandel.

Spätestens seit der Einführung elektronischer Handelssysteme wie Xetra ist der virtuelle Aktienhandels zur Norm geworden.

Mehr als 90 Prozent der Börsenumsätze in Deutschland werden über das Xetra-System der Deutschen Börse AG abgewickelt.

Um dabei mitzumischen, braucht der private Anleger einen Rechner und einen Internet-Zugang. Dieser eröffnet dann den Weg zu diversen Handelsplattformen und den unterschiedlichen Handelsplätzen, mit denen sie verbunden sind.

Je nach Geschwindigkeit der Datenübertragung ist damit im Kleinen möglich, was für die Börsenprofis seit jeher Alltag ist: das Kaufen und Verkaufen eines Wertes von einem Moment zum anderen.

Mehr dazu: Wie Sie Ihre Kauf und Verkaufsaufträge an der Börse richtig platzieren

Virtueller Aktienhandel verändert Anlegerverhalten

Längst vorbei sind die Zeiten, da private Investoren dem einstigen Börsenguru Andre Kostolany folgten und Aktien kauften, um sie über Jahre liegen zu lassen. Aktives Management heißt das Zauberwort.

Und manche vermeintliche Börsenamateure treiben es dank der Möglichkeit zum virtuellen Aktienhandel mit Day- und Tick-Trading auf die Spitze.

Dabei ist die Entwicklung schon wieder weitergelaufen. Professionelle Handelshäuser postionieren sich mit Höchstleistungsrechnern möglichst nah an den Servern eines Börsenbetreibers, mit denen sie sich über extrem schnelle Leitungen verbinden.

Neue Möglichkeiten – ungekannte Gefahren

Computer überwachen zuvor gesetzte Limits für den Kauf bzw. Verkauf von Wertpapieren und lösen automatisch die entsprechenden Aufträge aus.

Mitunter in Sekundenbruchteilen. Dieses so genannte Nano-Trading bezeichnet eine neue Qualität des virtuellen Aktienhandels. Und auch die Gefahren, die damit verbunden ist.

2010 sorgte eine computergesteuerte Verkaufsorder für eine Kettenreaktion am Finanzmarkt, die den Dow Jones, den Leitindex für amerikanische Standardwerte, binnen 3 Stunden gleich um 3 Prozent in den Keller schickte.

Menschliches Gegensteuern nahezu unmöglich.

10. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Marcus Schult. Über den Autor

Finanzen sind sein Leben: Mit dem richtigen Gespür für Wirtschaft- und Finanzthemen ausgestattet liefert der ehemalige ARD-Mann das richtige Know-How.