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Renteneintrittsalter: Das gilt für Schwerbehinderte

Seit Jahren ist die Rente mit 67 Jahren ein vieldiskutiertes Thema und seit Anfang 2012 wird sie nun auch Realität. Etwas abseits von der allgemeinen Berichterstattung wurde jedoch auch die Altersgrenze für den Renteneintritt schwerbehinderter Menschen angehoben.

Diese lag zuvor bei 63 Jahren und wird nun – ähnlich wie die Regelaltersrente – schrittweise angehoben, bis schließlich ein Renteneintrittsalter von 65 Jahren erreicht ist.

Die Gründe für diese Anhebung sind dieselben wie bei der Regelaltersrente: Während die allgemeine Lebenserwartung steigt, sinkt die Geburtenrate. So müssen immer weniger Junge für immer mehr Alte aufkommen.

Die Anhebung der Altersgrenze erfolgt seit 2012 in mehreren Schritten. Auch das Alter für die vorzeitige Inanspruchnahme mit Abschlägen wurde im Zuge der Anpassungen angehoben.

Renteneintrittsalter: Geburtsjahr und Geburtsmonat entscheiden

Letztlich entscheidet das Geburtsjahr darüber, wie hoch das individuelle Renteneintrittsalter eines Schwerbehinderten ist.

Für die Jahrgänge bis einschließlich 1950 liegt die Altersgrenze bei 63 Jahren, während eine frühzeitige Inanspruchnahme mit Abschlägen nach Vollendung des 60. Lebensjahres möglich ist.

Interessant wird es für die folgenden Jahrgänge. Schwerbehinderte, die im Januar 1952 geboren wurden, erreichen die Altersgrenze mit 63 Jahren und 1 Monat.

Bis zum Geburtsmonat Mai 1952 steigt das Renteneintrittsalter für Schwerbehinderte nun kontinuierlich um jeweils einen Monat an. Für im Mai 1952 Geborene gilt also die Grenze von 63 Jahren und 5 Monaten.

Wer von Juni 1952 bis Dezember 1952 geboren wurde und Anspruch auf die Altersrente für schwerbehinderte Menschen hat, der hat eine individuelle Altersgrenze von 63 Jahren und 6 Monaten.

Schrittweise Anhebung bis Geburtsjahr 1964

Ab 1953 werden die Schritte bei der Anhebung des Renteneintrittsalters für Schwerbehinderte größer und es zählt nicht mehr der Geburtsmonat, sondern nur noch das Geburtsjahr.

Für 1953 Geborene gilt die Altersgrenze von 63 Jahren und 7 Monaten. Pro Geburtsjahr kommt nun bis zum Jahrgang 1958 jeweils 1 Monat zur Altersgrenze hinzu.

Wer 1958 geboren wurde, hat somit eine Altersgrenze von 64 Jahren. Für die folgenden Jahrgänge erfolgt die schrittweise Anhebung nun in 2-Monats-Schritten.

Somit gilt bei den 1964 Geborenen die Altersgrenze von 65 Jahren, welche auch für alle nach 1964 geborenen Schwerbehinderten gültig ist.

Beim Renteneintrittsalter für Schwerbehinderte sind jedoch auch noch weitere Besonderheiten zu beachten – vor allem, was eine vorzeitige Inanspruchnahme anbelangt.

Besonderheiten bei der Altersrente für schwerbehinderte Menschen

Die vorzeitige Inanspruchnahme der Rente ist für schwerbehinderte Menschen weiterhin möglich. Jedoch ändern sich auch hier die Altersgrenzen.

Es erfolgt eine Anhebung vom 60. auf das 62. Lebensjahr, welche parallel zur Anhebung der allgemeinen Altersgrenze erfolgt.

Das heißt: Wer beispielsweise eine individuelle Altersgrenze von 63 Jahren und 4 Monaten hat, kann die Rente künftig mit 60 Jahren und 4 Monaten in Anspruch nehmen.

Zu beachten ist hierbei, dass es in den meisten Fällen zu Abschlägen kommen wird, die in der Regel 0,3% pro Kalendermonat der vorzeitigen Inanspruchnahme betragen.

Es gibt noch weitere Ausnahmeregelungen, die beispielsweise für Bergleute oder Altersteilzeitbeschäftigte relevant werden können. Ein persönliches Gespräch mit dem Rentenberater ist deshalb immer zu empfehlen.

6. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.