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Das richtige Wertpapier-Depot schützt auch vor Währungskrisen

In diesem Artikel möchten wir Privatanlegern erklären, warum Sie mit Ihrem Aktien-Depot neben Banken- auch Währungskrisen überstehen.

Zu diesem Zweck werden einige Fakten, die regelmäßigen Lesern von GeVestor bereits bekannt sein dürften, noch einmal als Basiswissen kurz wiederholt – dabei allerdings schwerpunktmäßig auf die Auswirkungen von Währungskrisen auf Ihr Wertpapier-Depot ausgerichtet.

Was ist eigentlich ein Aktionär?

Um Ihnen zu erklären, warum Sie als Aktionär Währungskrisen bzw. Inflation nicht fürchten müssen, müssen wir uns zunächst fragen, was es eigentlich bedeutet, Aktionär zu sein. Daraus ergibt sich dann auch die Antwort auf die Frage, warum Aktien Sachwerte sind.

Die Erkenntnis, dass Aktien Sachwerte sind, ist eine sehr wichtige.

Denn in diesem Zusammenhang gibt es viele Missverständnisse, Halb- und zum Teil sogar leider Unwahrheiten, die im Umlauf sind.

Missverständnisse im Zusammenhang mit Sachwerten

Wenn von Sachwerten die Rede ist, denken leider viel zu viele Anleger „nur“ an Dinge, die man unmittelbar physisch anfassen kann, wie zum Beispiel Immobilien oder Edelmetalle wie Gold und Silber.

Selbstverständlich ist es richtig, dass es sich bei den genannten Beispielen um Sachwerte handelt.

Richtig ist aber auch, dass es sich bei Aktien ebenfalls um Sachwerte handelt. Und wir werden Ihnen heute zeigen, warum es sich bei Aktien indirekt auch um etwas handelt, was Sie anfassen können.

Wahrscheinlich werden Sie sich jetzt fragen, wie man eine Aktie in Zeiten, in denen Aktien in Papierform längst Geschichte sind, anfassen kann. Die Antwort: Es ist nicht die Aktie an sich, die Sie anfassen können, sondern vielmehr das, was die Aktie verbrieft.

Denn eine Aktie verbrieft einen prozentualen Anteil an einem Unternehmen. Und dieses Unternehmen können Sie mehr oder weniger gut anfassen.

Daher handelt es sich bei Aktien um Sachwerte.

Aktionäre: Miteigentümer eines Unternehmens

Eine Aktie ist eine Urkunde, die ihrem Inhaber einen Anteil am Vermögen einer Aktiengesellschaft (AG) verbrieft. Aber warum gibt es überhaupt Aktiengesellschaften?


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Wenn ein Unternehmer eine gute Geschäftsidee hat, jedoch das Geld für die Umsetzung fehlt, bietet sich der Gang an die Börse an. An der Börse trifft die Geschäftsidee auf Kapital, das nach renditestarken Einsatzmöglichkeiten sucht.

Ein Beispiel: Ein Unternehmer hat eine Erfindung gemacht, doch fehlt das Geld für die Errichtung einer Fabrik.

Der Unternehmer könnte sich jetzt das Geld am Kapitalmarkt (über eine Anleihe) oder bei einer Bank (Kredit) leihen. Das Problem: Das Geld steht dann nur zeitlich befristet zur Verfügung und muss Jahr für Jahr verzinst werden.

Die Alternative: Der Unternehmer teilt sein Unternehmen zum Beispiel in 100.000 kleine Teile (Aktien) auf.

75.000 Aktien behält der Unternehmer, damit er weiterhin das Sagen im Unternehmen hat, 25.000 Aktien verkauft er für je 100 Euro an interessierte Kapitalgeber (Aktionäre).

So sammelt der Unternehmer 2,5 Mio. Euro ein und kann die Fabrik mit dem frisch eingesammelten Geld (man spricht auch von Emissionserlös) bauen. Die neuen Aktionäre sind Miteigentümer des Unternehmens.

Da in diesem Fall die Aktien den Mitbesitz an einem produzierenden Unternehmen verbriefen, handelt es sich um Sachwerte. Bei guter Geschäftslage – oder in deren Erwartung – verdient der Aktionär durch steigende Kurse der Aktien.

Wenn das oben beschriebene Unternehmen Umsatz und Gewinn kräftig steigert, wird der Aktienkurs von 100 auf 150 oder 200 Euro steigen.

Warum Ihr Aktien-Depot eine Banken-Pleite unbeschadet übersteht

Wertpapierdepots (wie z. B. Ihr Aktien-Depot) fallen nicht unter die sogenannte Einlagensicherung. Das ist allerdings keine schlechte Nachricht für Sie.

Denn: Die Wertpapiere sind Ihr Eigentum und nicht das der Bank.

Das bedeutet, dass Ihre Depotbank nur treuhänderisch tätig ist. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, Ihr Eigentum (beispielsweise Ihre Aktien) zurückzuverlangen. Diese Möglichkeit bleibt auch im Falle einer Pleite Ihrer Bank bestehen, da die Gläubiger der Bank oder ein Insolvenzverwalter darauf keinerlei Zugriff haben.

Der Inhalt von Bankschließfächern fällt übrigens auch nicht unter den gesetzlichen Einlagenschutz. Sie haben einen Anspruch auf die Herausgabe der darin gelagerten Wertgegenstände.

Jetzt möchten wir aber noch kurz auf die schon angesprochene Einlagensicherung eingehen.

Einlagensicherung in Deutschland: So funktioniert sie

Die Art Ihrer Bank entscheidet darüber, wie genau die Einlagen abgesichert werden. In Deutschland existieren unterschiedliche Sicherungssysteme, die von den Banken umgesetzt werden können.

Genossenschaftsbanken (Volks-, Raiffeisen- und Spardabanken) sowie Sparkassen unterliegen dem sogenannten Institutsschutz. Das bedeutet, dass eine Bank aus dem Verbund, die in Schieflage geraten ist, von den anderen dazugehörigen Banken gerettet wird.

Privatbanken hingegen haben kein Interesse daran, einzelne Institute vor einer Insolvenz zu retten.

Nach Ansicht der Privatbanken ist die Zahlungsunfähigkeit einer Bank nicht das Problem anderer Banken, die dazu in Konkurrenz stehen. Bei Privatbanken gibt es daraus resultierend keinen Institutsschutz.

Dafür greift im Falle der Insolvenz einer Bank sofort der Einlagenschutz. Es muss also im Zusammenhang mit Privatbanken nicht erst ein ganzer Verbund pleite sein, bevor die Einlagensicherung greift.

Der gesetzlich vorgeschriebene Schutz beträgt 100.000 Euro pro Kunde und ist von der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) garantiert. Im Pleitefall Ihrer Privatbank zahlt diese Einrichtung die verloren gegangenen Einlagen bis zu dem genannten Höchstbetrag an Sie zurück.

Ein Hinweis: Diese gesetzlichen Regelungen werden in der Praxis dann greifen, wenn einzelne Banken vor dem Ruin stehen. Sollte es in der Bankenbranche zu einem „Massensterben“ kommen, wird die Einlagensicherung zusammenbrechen.

Fazit: Aktien bieten Ihnen Schutz vor Banken-Pleiten und Inflation

Wir hoffen, dass wir Ihnen durch diesen Beitrag sämtliche in diesem Zusammenhang gegebenenfalls noch vorhandenen Ängste nehmen konnten.

Im besten Fall erkennen Sie nun, dass eine Investition in Aktien und damit – wie Sie heute erfahren konnten – auch in Sachwerte der richtige Weg ist, um sowohl Banken- als auch Währungskrisen zu überstehen.

Weiterhin schützen Sie Aktien vor Inflation und bringen Ihnen mittel- bis langfristig betrachtet mit größter Wahrscheinlichkeit deutlich bessere Renditen als relativ sichere Zinspapiere, die Ihnen in Zeiten der Nullzins-Politik so gut wie keine Rendite bringen.

13. November 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.