MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Das sind die 5 größten Gefahren für Ihr Vermögen

Finanz-, Schuldenkrise, Deflationsspirale, Börsen- und Ölpreis-Crash – die Liste der potenziellen Gefahren für Ihr Vermögen ist lang. Auch wenn das Thema zuweilen recht düster erscheint, sollten sich Anleger mit den größten Gefahren für das Vermögen beschäftigen, denn schließlich geht es um Ihr Geld.

Zog in der Vergangenheit vor allem die Inflationsbekämpfung die größte Aufmerksamkeit der Notenbanken auf sich, ist es nunmehr die Deflation. Europas oberster Notenbanker Mario Draghi kämpft derzeit mit nahezu allen Mitteln, um der Deflationsspirale ein Ende zu setzen.

1. Gefahr für Ihr Vermögen: die Deflation

Die Deflation bedroht das Vermögen der Bürger. Denn sinken die Preise auf breiter Front, wie in den vergangenen Jahren in Deutschland zu beobachten war, kann das eine große Gefahr sein.

Wenn Bürger und Unternehmen mit weiter sinkenden Preisen rechnen, wird weniger konsumiert bzw. investiert, denn schließlich ist morgen oder im nächsten Monat alles billiger. Die Folge: Die Nachfrage sinkt, die Kapazitätsauslastung in den Unternehmen ebenfalls, es kommt zu Entlassungen. Für die Betroffenen bedeutet dies oft ein niedrigeres Einkommen.

Daneben bedroht die Deflation aber nicht nur ihr Barvermögen und Erspartes (Stichwort niedrige Zinsen), sondern auch ihr Immobilienvermögen. Der Grund: Konnten Häuslebauer früher darauf hoffen, dass Einkommen und der Wert der Immobilie weiter steigen, ist dies in Zeiten der Deflation genau umgekehrt.

Der Anteil des Schuldendienstes im Haushaltsbudget wird gleichzeitig größer, da die Schuldenzahlungen konstant bleiben, wenngleich die Preise und Einkommen sinken.

2. Gefahr: die allgemeine Überschuldung

Können Privatpersonen die aufgelaufenen Schulden nicht mehr bedienen, droht schnell die Privatinsolvenz. Doch nicht nur Privatpersonen sind von einer zunehmenden Überschuldung betroffen, auch auf Ländern, Gemeinden und ganzen Staaten lasten riesige Schuldenlasten, die kaum mehr bedienbar sind, wie das Beispiel Griechenland zeigt.

Ein Ausweg könnte hier ein allgemeiner Schuldenschnitt sein, wodurch jedoch nicht nur die Schulden auf der einen Seite, sondern auch das Vermögen auf der anderen Seite einfach gestrichen werden. Die Folge wäre eine umfangreiche Vermögensvernichtung.

3. Gefahr: Euro-Abwertung zerrt das Barvermögen auf

Um die hohen Schulden abzubauen, gibt es eine vermeintlich einfache Lösung. Die Notenbank versucht die Inflation durch Quantitative Easing (QE) anzuheizen, wodurch sich auch die hohen Staatsschulden leichter abbauen lassen. Denn steigen erst einmal die Preise, Einkommen und die Steuereinnahmen, sind die vorhandenen Schulden einfacher zu bedienen.

Allerdings hat dies auch einen großen Nachteil: Durch das hemmungslose Gelddrucken der Notenbank wird in der Regel auch die Währung (Euro) schwächer.

Das US-Brokerhaus Goldman Sachs hält daher die Parität zwischen europäischer und amerikanischer Währung für realistisch. Dies würde ebenfalls einem bedeutenden Vermögensverlust gleichkommen.

4. Gefahr: Bankenpleiten bedrohen Vermögen auf den Konten

Bankenpleiten sind ebenfalls eine große Gefahr für Vermögen. Bei einem Banken-Crash sind Einlagen EU-weit zwar bis zu einem Betrag von 100.000 € (Einlagensicherung) geschützt, doch alle Vermögen, die über diesen Betrag hinausgehen, kann unter Umständen ein Teilverlust drohen.

Ein solches Szenario ist nicht utopisch, wie ein Beispiel aus dem Jahr 2008 zeigt. Damals sorgte die Pleite der Investmentbank Lehman Brothers für Panik und brachte das gesamte Finanzsystem an den Rand der Belastbarkeit. Der Grund: Wenn sehr viele Menschen das Vertrauen in die Banken verlieren und gleichzeitig ihr Geld abheben, droht der Bankenwelt der Kollaps.

Aktuell sind wackelige Kredite für US-Ölfirmen ein großes Thema für die Banken, denn viele dieser Firmen sind aufgrund der niedrigen Ölpreise in Schieflage geraten.

5. Gefahr: Weltweiter Konjunktureinbruch vernichtet Billionen an den Börsen

Die Wirtschaft in China kühlt sich spürbar ab, Brasilien und Russland befinden sich bereits in der Rezession. Droht auch Europa und den USA der konjunkturelle Absturz, könnte dies eine große Gefahr für das Vermögen aller Wertpapierbesitzer (Aktien, Anleihen etc.) bedeuten.

Bereits in der ersten Handelswoche des Jahres 2016 verloren die 400 reichsten Menschen an den Aktienmärkten rund 194 Mrd. US-$, so MSN Money. Auch am schwarzen Montag (24. August 2015) wurde an der Börse ein Vermögen von 3 Billionen (!) US-$ vernichtet.

Wächst sich die aktuelle Krisensituation zu einer weltweiten Rezession aus, drohen weitere massive Wert- und Vermögensverluste an den Börsen.

Fazit: Anleger können sich vor diesen Gefahren und Vermögensverlusten schützen, indem sie ihr Geld breit auf mehrere Anlageklassen (Aktien, Gold, Immobilien etc.) streuen und verstärkt in Sachwerte investieren.

4. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands