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Das sind die Gewinner und Verlierer der jüngsten Berichtssaison

Wie gewichte ich mein Aktiendepot? Gegen Jahresende wird man schlauer, denn mit jedem Quartalsbericht wird deutlicher, wohin die Reise geht. Und wenn sich im Dax die Gewinner und Verlierer der Berichtssaison abzeichnen, gibt es manche Überraschung.

Wer Gewinner und Verlierer im Dax ist, macht sich für die Berichtssaison an Unternehmenszahlen, Rahmenbedingungen und Aussichten fest. Hier die eindeutigen Kandidaten im Herbst.

Berichtssaison – das sind die Gewinner im Dax

Der bedrohliche Abgasskandal bei VW wird quantifizierbar und als Chance zur Neuausrichtung begriffen. So ist der Stellenabbau längst fällig, wie der Vergleich zum effizienteren Konkurrenten Toyota zeigt. Ergebnis und Umsatz sind erheblich besser als gedacht. Der Überschuss: stolze 2,34 Mrd. €. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 1,67 Mrd. € Verlust. Die Prognosen wurden angehoben.

Auch Sorgenkind Commerzbank sorgt für eine Überraschung. Der Verlust im dritten Quartal war mit 288 Mio. € halb so groß wie erwartet. Der geht zum einen auf den Konzernumbau zurück, zum anderen belastet die Risikovorsorge den Konzern. Unerwartet gut lief das Tagesgeschäft – trotz niedriger Zinsen. Die Bank läuft nun auf einen Gewinn als Jahresziel zu.


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Die Deutsche Telekom wird zwar mit Argwohn betrachtet, denn der Umsatz hierzulande schrumpft erheblich. Dafür läuft das US-Geschäft besser als erwartet und rettet die Bilanz. Der Gesamtumsatz stieg um 6% auf 18,1 Mrd. €- und der Vorsteuergewinn um 7,2% auf 5,54 Mrd. €. Für Amerikas drittgrößten Netzanbieter mit den größten Zuwächsen sind die Aussichten positiv.

Ein Renner bleibt Bayer. Ungeachtet des eher belastenden Effekts durch die Monsanto-Übernahme waren die Quartalszahlen davor überraschend gut. Der Umsatz stieg um 2%, das Ergebnis um 6% auf 2,68 Mrd. € – und damit mehr als erwartet. Die Jahresprognose: ein deutliches Plus.

Auch die Deutsche Post übertraf mit ihrem Gewinnsprung die Erwartungen. Das operative Ergebnis stieg von 197 Mio. € auf 755 Mio. €. Hauptgrund ist der boomende Online-Handel. Das Weihnachtsgeschäft wird neue Rekorde bescheren.

Infineon ist schon länger Börsenliebling – und legt jetzt nach. Im digitalen Trend werden Chips ohne Ende bestellt, vor allem von der Autoindustrie. Im abgelaufenen Jahr 2015/16 stiegen die Einnahmen um ein Zehntel auf 6,5 Mrd. €, der Überschuss um ganze 17% auf 743 Mio. €.

Unglaublich, wie die Allianz trotz niedriger Zinsen glänzt. Europas größtem Versicherer gelang der Sprung von 18% auf 2,9 Mrd. € beim operativen Ergebnis, um satte 37% auf 1,9 Mrd. € beim Gewinn. Mit 2,5 Mrd. € schwimmt die Allianz im Geld. Auch der Vermögensverwalter Pimco erholt sich.

Das sind die Verlierer

Eon entäuscht: Im Vorjahresvergleich fiel das operative Ergebnis um 4% und der Überschuss um 8% auf 641 Mio. €. Nicht eingerechnet: historische Altlasten sowie Abschreibungen der abgespalteten Kraftwerkstochter Uniper. Die Wertberichtigung beträgt 23 Mrd. €. Hinzu kommen 10 Mrd. € für den Atomausstieg. Bis Jahresende ist das Eigenkapital verbraucht – eine Kapitalerhöhung steht an. Eon will rigide sparen. Hoffnung macht das Kerngeschäft mit Ökostrom, Netzen und Vertrieb.

Macht Continental Anlegern schon lange Sorgen, werden diese nun endgültig bestätigt. Rückrufe und Kartellstrafen drücken das Vorsteuerergebnis um 40% auf 645 Mio. € – obwohl der Umsatz um 4% auf 9,98 Mrd. € stieg. Aufs ganze Jahr wird das Ergebnis 480 Mio. € geringer ausfallen. Mittelfristig aber könnte der Verlierer zulegen, ein Großteil der Verluste sind hohe Ausgaben für Forschung und Entwicklung in der Elektromobilität. Damit sichert sich Conti die Zukunft.

ThyssenKrupp will sich zwar vom Stahlgeschäft trennen, hängt aber in der Krise. Trotz Einsparungen verhagelt Billigstahl aus China die Zahlen. Im nun abgelaufenen Geschäftsjahr sank der Umsatz um 8% auf 39,3 Mrd. €, der Gewinn um 4% auf 296 Mio. €. Einbußen brachte auch der Anlagenbau, darunter die U-Boot Sparte. Der Konzern verfügt zwar über genug Liquidität, doch nagen hohe Schulden am Eigenkapital. Sanierung und Konzernumbau werden nun intensiviert.

Ob Lufthansa nur vorübergehend Verlierer ist, lässt sich schwer vorhersehen. Einerseits ging im Quartal der Umsatz wie erwartet um 1% auf 8,8 Mrd. € zurück, der Gewinn um 6% auf 1,15 Mrd. €. Andererseits sind die Quartalsahlen besser als 2015. Gleichzeitig ist das Jahr von massiven Streiks geprägt. Die Airline richtet ihr Engagement mit Eurowings neu aus und sieht auch im Kauf gebrauchter Flugzeuge kein Tabu mehr um Kosten zu sparen.

Anleger können sich auf Rekorddividenden freuen

Insgesamt bieten die Gewinner mehr Überraschungen als die Verlierer. Es gibt aber noch einen weiteren Dax-Gewinner: Aktionäre erhalten dieses Jahr offenbar Rekorddividenden in Höhe von fast 31 Mrd. € – 6% mehr als im Vorjahr. Die Bestätigung dazu kommt nächstes Frühjahr.

9. Dezember 2016

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Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.

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