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Das sollten Sie beim Verschenken von Aktien beachten

Aktien sind nicht nur eine ideale Vermögensanlage zur eigenen Vorsorge, sie können wie Geld an den Partner oder die Kinder verschenkt werden.

Damit spart man obendrein häufig noch Abgeltungssteuern, da jeder von seinem persönlichen Sparerfreibetrag in Höhe von 801 € profitiert.

Aktien übertragen – im Prinzip ganz einfach

Wer Aktien übertragen will, sollte allerdings ein paar Regeln beachten, die im Wesentlichen das Aktiengesetz vorschreibt. Immerhin wird jeder, der eine Aktie bekommt, auch neuer Unternehmensteilhaber.

Wenn Aktien übertragen werden, kommt es zudem auf den Unterschied zwischen Inhaberaktien und Namensaktien an. Inhaberaktien sind nicht namentlich registriert. Das Unternehmen weiß also nicht, wer der Eigentümer ist. Namensaktien indes sind im Aktienregister eingetragen.

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Aktien sind entweder auf einem Depotkonto der Hausbank oder einem Broker verwahrt. Übertragen aber wird nicht das Depot, sondern eine bestimmte Anzahl von Aktien. Für die wiederum eröffnen die Begünstigten ein eigenes Depot. Befindet es sich beim selben Broker, vereinfacht das den Ablauf.

Bei ihm fordert man die Übertragung an. Das kann auch während des aktiven Handels geschehen. Die Papiere werden danach umgeschrieben. Mit diesem Vertrag entsteht die formale Verpflichtung, die Aktien zu übertragen. Bei Inhaberaktien erfolgt die Umbuchung anonym. Da sie am meisten verbreitet sind, verlaufen Übertragungen in der Mehrzahl der Fälle schnell und ohne weitere Vorgaben.

Namensaktien mit mehr Aufwand

Anders bei Namensaktien: Hier ist der Aktionär mit Namen, Geburtsdatum und Adresse im Register des Aktienunternehmens gelistet. Außerdem die Anzahl seiner Aktien sowie deren Nummern. Der Vorteil: Die Firma kennt ihre Eigentümer und die Anleger bekommen Bekanntmachungen des Unternehmens direkt zugestellt. Namensaktien erleichtern die Investor-Relation-Beziehungen.

Der Nachteil: Sie sind umständlicher zu übertragen. Alle Angaben müssen bezüglich des neuen Inhabers umgeschrieben werden. Ohne Listung hat er keine Ansprüche etwa auf Dividenden oder Mitbestimmung.

Übertragen werden die Rechte per Indossament. Dabei wird auf der Aktie ein entsprechender Vermerk eingetragen. Bei Papieraktien auf der Rückseite, anderenfalls elektronisch im Datenbestand.

Sonderform: Vinkulierte Namensaktien nur mit Zustimmung

Eine zusätzliche Hürde gibt es, wenn es sich um die Sonderform einer vinkulierten Namensaktie handelt. In dem Fall muss die Aktiengesellschaft einer Übertragung zuerst zustimmen, was den Handel natürlich erschwert. Sie sind eher selten, werden aber gerne von inhabergeführten Unternehmen bevorzugt.

Ganz einfach deshalb, weil sie auf diese Weise zum einen die Bonität der Aktionäre prüfen und sich vor allem gegen feindliche Übernahmen schützen können. Aktien in der Hand der Konkurrenz sind nicht erwünscht. Deshalb kann die Zustimmung auch verweigert werden. Die Gründe finden sich in der Satzung des Unternehmens.

Freibeträge beim Aktiengeschenk

Wie lange die Übertragung von Aktien dauern darf, ist nicht gesetzlich geregelt. Die Dauer hängt ganz von der Bank ab. Befindet sich das neue Depot beim selben Broker, geht es meist schneller. Außerdem entfallen dann in der Regel die üblichen Gebühren. Gerade bei Namensaktien mit Zustimmungserfordernis kann der Vorgang jedoch mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Wichtig: Solange die Übertragung nicht beendet ist, kann man mit den betreffenden Aktien nicht handeln.

Übrigens: Wenn Kinder oder der Ehepartner Aktien geschenkt bekommen, haben die einen steuerlichen Schenkungsfreibetrag von 500.000 € bzw. 400.000 €. Bei Nichten, Neffen oder Freunden sind es 20.000 €. Ideal ist zudem, wenn der Verschenkende die Papiere vor 2009 erworben hat. Dann nämlich können die Beschenkten sie steuerfrei mit Gewinn verkaufen – vorausgesetzt, die Schenkung ist dem Finanzamt bekannt.

25. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.