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Das Termingeschäft – veranschaulicht am Beispiel Kaffee

An den Börsen dieser Welt werden Wertpapiere nicht immer in der Art gehandelt, dass sie direkt ihren Besitzer wechseln oder die Bezahlung erfolgt.

Bei manchen Transaktionen treffen Kauf/Verkauf, die Erfüllung und der Abschluss des Handels nicht auf einen Zeitpunkt, sondern auf verschiedene.

Allgemein nennt man solche Handel Termingeschäfte. Genannt werden sie so, weil der Handel nicht unmittelbar vollzogen wird, sondern bestimmte Leistungen zu einem von Käufer und Verkäufer vereinbarten Termin.

Dabei gibt es verschiedene Varianten. So kann beispielsweise der Zeitpunkt der Bezahlung und der Lieferung am selben oder an verschiedenen Tagen sein. Das Geschäft kann dabei unbedingt, also fix, oder auch bedingt und für Änderungen offen sein.

Termingeschäfte werden grundsätzlich nicht nur mit Wertpapieren getätigt, sondern auch mit Waren wie Agrarrohstoffen.

Mehr dazu: „Öl, Gas und Weizen: So investieren Sie kostengünstig.“

So findet beispielsweise der Handel mit Lebensmitteln häufig über Termingeschäfte statt. Klassische Beispiele für im Rahmen von Termingeschäften gehandelte Warengüter sind Kaffee, Kakao, Weizen und Zucker.

Mehr dazu: „Die Terminbörsen“


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Kaffee als ein veranschaulichendes Beispiel für ein Termingeschäft

Ein Kaffeebauer überlegt sich zuerst einen Verkaufspreis. Hierbei wird er sicherlich einen Preis wählen, zudem er seinen Kaffee gewinnbringend, zumindest aber kostendeckend verkauft.

Der Kaffeekäufer wird im Vergleich zum Kaffeebauern naturgemäß an einem eher niedrigen Preis interessiert sein.

Nach Verhandlungen einigen sich Käufer und Verkäufer auf einen Preis von 25 Euro pro Zentner Kaffee.

Zudem verständigen sie sich darauf, dass der Liefer- und Zahlungstermin  zum Beispiel sechs Monate später sein und der Lieferumfang 50 Zentner betragen soll.

Für beide Seiten bringt dieses unbedingte Termingeschäft Sicherheit.

Der Kaffeebauer weiß nun, dass er auf jeden Fall 50 Zentner Kaffee sicher verkaufen wird und dafür pro Zentner 25 Euro erhält.

Der Kaffeekäufer hat die Gewissheit, 50 Zentner für je 25 Euro in genau sechs Monaten geliefert zu bekommen.

Termingeschäft birgt auch Risiken

Allerdings bringt solch ein Termingeschäft auch Unsicherheiten mit sich. Ein Problem könnte etwa sein, dass es wetterbedingt zu einer großen Missernte kommt und der Bauer weniger als 50 Zentner Kaffee erntet.

Er könnte dann also den vereinbarten Lieferumfang nicht einhalten. Ebenso ist es möglich, dass es durch Transport-Probleme zu Verzögerungen kommt.

Für den Kaffeebauern wiederum könnte die Gefahr bestehen, dass der Käufer zum vereinbarten Zahlungstermin nicht mehr liquide ist und er sein Geld nicht erhält.

Daher gibt es für einige dieser Risiken Policen, mit denen sich die am Termingeschäft beteiligten absichern können.

Als Risiko könnte auch gesehen werden, dass der aktuelle Tagespreis am Liefer-/Zahlungstermin wahrscheinlich vom vereinbarten abweichen wird.

Für das konkrete Beispiel des Kaffee-Termingeschäftes bedeutet dies: Beträgt der tatsächliche Preis zum Lieferzeitpunkt nur 20 Euro, so wird sich der Käufer wohl ärgern, dass er „zu viel“ gezahlt hat, der Kaffeebauer wird sich dagegen freuen „zu viel“ gezahlt zu bekommen.

Umgekehrt ist das bei einem tatsächlichen Preis von beispielsweise 30 Euro.

Zu beachten ist dabei, dass keiner einen Verlust oder Mehrgewinn abhängig vom tatsächlichen Tagespreis macht.

Denn der Gewinn der am Termingeschäft beteiligten hängt ausschließlich vom vereinbarten Preis ab.

28. September 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.