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Das war das Immobilienjahr 2015 – ein Jahresrückblick

Das Immobilienjahr 2015 hatte es in sich. In den vergangenen zwölf Monaten sind so viele maßgebliche Dinge passiert, dass ich in einem ausführlichen Jahresrückblick die wichtigsten Punkte noch einmal auflisten werde.

Um Ihnen möglichst Überblick zu geben, werde ich das chronologisch vornehmen. Damit geht es los im Januar 2015. Wie so oft zu Jahresbeginn starteten gleich einige neue Regelungen direkt für den Immobilienbereich.

So wurde beispielsweise die Grunderwerbsteuer in Nordrhein-Westfalen und im Saarland zum 1. Januar erhöht. In diesen Bundesländern liegt der Steuersatz nun bei 6,5 % und damit auf dem höchsten Niveau in ganz Deutschland zusammen mit Schleswig-Holstein.

Zahlreiche Übernahmen bei Immobilienunternehmen

Bei den Immobilienunternehmen sorgte eine Übernahme für Schlagzeilen. So weitete die Deutsche Annington ihre Geschäftsbasis aus und übernahm die Mehrheit an der Gagfah. Aufmerksamkeit erhielt auch eine Studie des Bundesinstituts für Bau, Stadt und Raumforschung (BBSR).

Im Mittelpunkt der Studie steht die mittelfristige Entwicklung des deutschen Wohnungsmarktes. Hier besteht die Gefahr größerer Wohnungsleerstände bis zum Jahr 2030 falls es nicht gelingt, diese Entwicklung durch eine bedarfsgerechte Sanierung oder sogar den Rückbau von Immobilien aktiv aufzuhalten.

Im Februar sorgte ein Gerichtsurteil für großes Aufsehen: Im Fokus stand hier das Raucherurteil gegen den Rentner Friedhelm aus Düsseldorf. Dabei hatte der Bundesgerichtshof das bestehende Räumungsurteil gegen den aktiven Raucher aufgehoben.

Zudem deutete sich im Februar schon ein Thema an, dass es späteren Jahresverlauf mehr Bedeutung bekommen sollte. So hat die Wohnungsbaugesellschaft GAG Köln immerhin schon zu dem frühen Zeitpunkt im Jahr zusammen mit der Stadt Köln Konzept für Flüchtlingswohnungen erarbeitet.

Im März wurde dann die Übernahme der Gagfah durch die Deutsche Annington abgeschlossen. Zudem kündigte die Deutsche Annington an künftig unter einem neuen Namen zu firmieren: Vonovia.


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Schon im April lief der nächste große Deal Immobilienunternehmen. Allerdings scheiterte da der Versuch der Deutsche Wohnen die Convert AG zu übernehmen. In Sachsen startete ein Projekt des VDB Sachsen mit dem Titel „Ankunft – Zukunft weisen“ bei dem es um die Unterstützung von Flüchtlingen geht.

Urteil sorgt für viel Aufruhr

Der Wonnemonat – Mai 2015 – hatte es auf jeden Fall in Sachen Immobilien in sich. So sorgte ein Urteil des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg für viel Aufruhr. Laut Auffassung der Richter ist der Berliner Mietspiegel unwirksam.

Nach dem Urteil kam es dann zu heftigen Diskussionen darüber, ob die ständige Mietpreisbremse überhaupt so wirksam sein kann, wenn der als Basis dienende Mietspiegel rechtlich nicht bindend ist.

Spannend war auch die aktuelle Prognose zum Wohnungsmarkt die vom BBSR herausgegeben worden ist. So ist es in Zukunft so, dass der Leerstand in Deutschland weiter ansteigen wird. Es ist schon erstaunlich, denn die Prognosen zur Einwohnerentwicklung in Deutschland gehen doch deutlich zurück.

Mietpreisbremse breitet sich aus

Anfang Juni trat dann endlich die Mietpreisbremse in Deutschland in Kraft. Zunächst waren nur wenige Städte dabei wie die Bundeshauptstadt Berlin. Doch bis zum Jahresende ist die Zahl der Kommunen mit Mietpreisbremse in Deutschland auf mehr als 300 angestiegen und hat sich schon auf etliche Bundesländer ausgeweitet.

Die Übernahmewelle in der Immobilienbranche setzen sich fort. Vonovia (vormals Deutsche Annington) übernahm im Juni die Südewo Gruppe.

Im Juli passierte dann in der Branche nur wenig. Doch schon Anfang August breitet sich die Mietpreisbremse deutlich aus. Mit Stichtag 1. August wurde die Mietpreisbremse auch auf Bayern ausgedehnt. Damit hatten 144 Kommunen im Freistaat die Chance, diese neue gesetzliche Regelung auch tatsächlich vor Ort anzuwenden.

Das Thema Flüchtlinge nimmt einen immer größeren Raum ein

Im August forderte der GEW ein Sonderinvestitionsprogramm zur Flüchtlingsunterbringung. Zu dem Zeitpunkt war die Prognose für die Gesamtzahl der Flüchtlinge auf 750.000 angehoben worden.

Positiv für Immobilienbesitzer: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat die Förderung im Bereich Energieeffizienz weiter heraufgesetzt. Mittlerweile sind 100.000 € und nicht wie bislang 75.000 € als Höchstsumme möglich.

Das Übernahmefieber geht weiter

Wie auch schon in den Monaten zuvor wütete im September erneut das Übernahmefieber innerhalb der Immobilienbranche. Dieses Mal plante die Deutsche Wohnen AG die  Übernahme der LEG. Doch wie auch schon vorher im Jahresverlauf kam diese Fusion nicht zustande.

Grundsätzlich sieht man hier aber, dass die aktuell positive Marktstellung bei Immobilien auch Auswirkungen auf das Geschehen bei Übernahmen hat.

Für viel Aufsehen sorgte eine Prognose des Pestel-Instituts wonach bis zum Jahr 2020 jedes Jahr immerhin 400.000 neue Wohnungen gebaut werden müssen. Nur so sei es möglich, den Zuzug der Flüchtlinge nach Deutschland und auch der EU-Arbeitsmigranten ordentlich zu verteilen.

KfW stockte im Oktober die Förderung für Flüchtlingsunterkünfte deutlich auf

Im Oktober meldete die KfW als wichtigste Förderbank Deutschlands eine deutliche Aufstockung von Fördermitteln. Im Mittelpunkt steht hier das Sonderprogramm für Flüchtlingsunterkünfte. Die KfW hat dieses Programm auf immerhin 1 Mrd. Euro aufgestockt. Das entspricht einer Verdoppelung zur vorher geltenden Obergrenze.

Mit der Übernahmeankündigung von Vonovia für die Deutsche Wohnen ging die Übernahmewelle auch im Oktober weiter. Auch hier ist es noch nicht klar, ob es tatsächlich zur Übernahme kommen wird. Das Kartellamt hat den Weg frei gemacht. Allerdings sperrt sich das Management der Deutsche Wohnen noch gegen die Übernahme. Eine Entscheidung wird erst im Jahr 2016 fallen.

Vermieterbescheinigung wird wieder zur Pflicht

Seit Anfang November 2015 gilt ein neues Melderecht in Deutschland. Nun ist es wieder notwendig, dass eine Vermieterbescheinigung ausgestellt wird. Hier müssen die Vermieter also den neuen Mietern den Ein- bzw. Auszug schriftlich bestätigen.

Im Dezember hat dann noch Schleswig Holstein die Mietpreisbremse in immerhin zwölf Kommunen eingeführt. Damit weitet sich diese Neuregelung weiter in Deutschland aus. Welche massiven Auswirkungen die Mietpreisbremse tatsächlich auf das Geschehen am Immobilienmarkt hat, wird erst die weitere Erfahrung im kommenden Jahr zeigen.

Hiermit endet der umfassende Rückblick auf die wichtigsten Geschehnisse im Immobilienjahr 2015. Ich freue mich schon auf das Immobilienjahr 2016 mit vielen neuen spannenden Trends, über die ich an dieser Stelle auch weiterhin regelmäßig berichten werde.

29. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.