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DAX 30 Geschäftsberichte: Unternehmenswissen aus 1. Hand

Ein Anleger entdeckt zufällig beim Surfen im Internet einen Aktienkurs eines Unternehmens aus dem deutschen Leitindex DAX, der die 30 größten und umsatzstärksten deutschen Aktiengesellschaften beinhaltet.

Dabei stellt er fest, dass sich der Aktienkurs des Konzerns in den vergangenen Monaten prächtig entwickelt hat.

Da plötzlich sein Interesse an dem Unternehmen geweckt ist, sucht er nach Informationen über die Aktiengesellschaft. Doch wo findet er ausreichende und originalgetreue Daten?

Der Geschäftsbericht dieser Aktiengesellschaft sollte dafür am besten geeignet sein.

Denn Aktiengesellschaften sind verpflichtet, mittels eines Geschäftsberichts ihre Daten offenzulegen und Rechenschaft gegenüber ihren Aktionären über das vergangene Geschäftsjahr abzulegen.

Der Geschäftsbericht wird daher einmal jährlich erstellt und ist ein Sammelsurium von vielen Zahlen, Werten und Auswertungen.

Diese sollen dem Aktionär verdeutlichen, wie erfolgreich das Unternehmen im vergangenen Jahr war, welche Tätigkeiten es durchführt und wie die weitere Entwicklung der Gesellschaft ist.


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Was muss der Geschäftsbericht eines DAX-Unternehmens enthalten?

Aufgrund der Daten, die ein Geschäftsbericht enthält, ist dieses Werk die wichtigste Informationsquelle für einen Anteilseigner, um sich grundlegend über die Aktiengesellschaft zu informieren.

Darin enthalten ist vor allem der Jahresabschluss, der die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) beinhaltet. Die finanzielle Lage und der Erfolg einer Aktiengesellschaft sind daraus ersichtlich.

Mehr zum Thema: Bilanzanalyse: Welche Kennzahlen sind wichtig?

Zusätzlich findet sich in jedem Geschäftsbericht der Lagebericht. In diesem wertet das Unternehmen die Geschäftszahlen aus und berichtet über die aktuellen sowie zukünftigen Chancen und Risiken seiner Geschäfte.

Neben diesen zwei grundlegenden Informationsquellen beinhaltet der Geschäftsbericht auch den Bericht des Aufsichtsrats, der die Kontrollinstanz in jeder Aktiengesellschaft ist.

Darüber hinaus verdeutlicht der Geschäftsbericht, was mit den Gewinnen des Unternehmens passiert. Daran kann der Aktionär erkennen, wie hoch seine Dividende ausfallen könnte und wie umsichtig der Vorstand das zusätzliche Kapital verwendet.

Damit die Unternehmen des DAX 30 ihrer Informationspflicht nachkommen, müssen sie den Geschäftsbericht spätestens drei Monate, nachdem das Geschäftsjahr beendet wurde, veröffentlichen.

Zusätzlich schreibt die Deutsche Börse den DAX-Unternehmen vor, dass sie vierteljährlich einen Quartalsbericht vorlegen müssen. Darin enthalten ist unter anderem die Bilanz, GuV sowie eine Kapitalsflussrechnung.

Kritik an Geschäftsberichten der DAX-30-Konzerne

Wenn sich der private Anleger durch einen Geschäftsbericht durchgearbeitet hat, sollte er in der Regel gut bis sehr gut informiert sein.

Doch Theorie und Praxis sind oftmals zwei verschiedene Paar Schuhe – so auch bei den Geschäftsberichten der DAX-Konzerne.

Denn Ende 2012 stellten die Deutsche Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW) und die Beratungsagentur Kirchhoff Consult in einer gemeinsamen Studie fest, dass viele der Unternehmen ihre Aktionäre schlecht informieren.

Ein Großteil der Unternehmen treffen in ihren Berichten oft wenig aussagekräftige Prognosen. Dies ist aber für einen Aktionär von elementarer Bedeutung.

Denn ohne ausreichend Informationen für zukünftige Geschehnisse kann ein Investor sein Risiko nicht verringern und hängt bildlich gesprochen in der Luft.

Lediglich 6 der 30 Konzerne, die im DAX gelistet sind, hätten laut der Studie ausreichend Informationen geliefert.

Ein ähnliches Bild zeichnete die Untersuchung von PricewaterhouseCoopers (PwC) – auch Ende 2012.

Darin erklärte PwC, dass nicht einmal ein Drittel der DAX-30-Unternehmen ihren Anteilseignern ausreichend Informationsmaterial über strategische Ziele, Maßnahmen und Prioritäten bereitstellt.

1. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Kempe
Von: Michael Kempe. Über den Autor

Der diplomierte Betriebswirt (FH) und ausgebildete Finanzjournalist beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Kapitalmarkt – im Besonderen mit Aktien, Fonds und CFDs.