MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

DAX 30 Performanceindex: Novum unter den großen Indizes

In den 1980er-Jahren entwickelte die Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) gemeinsam mit der Deutschen Wertpapierbörse und der Börsen-Zeitung einen Aktienindex, der den deutschen Aktienmarkt sehr gut darstellen sollte.

So führte die FWB 1988 den DAX als deutschen Leitindex ein, der den Index der Börsen-Zeitung ersetzte. Der DAX enthielt anschließend die 30 größten und umsatzstärksten Aktiengesellschaften von Deutschland.

Seither wird er an der Kurstafel des Handelsparketts der FWB abgebildet, mit einer kleinen Besonderheit: Er ist an der Kurstafel als Performanceindex abgebildet, während ein Großteil wichtiger Indizes wie der Dow Jones Industrial Average als Kursindizes dargestellt werden.

Um jedoch eine Vergleichbarkeit mit anderen Indizes zu gewährleisten, berechnet die Deutsche Börse seit Ende 1987 auch den DAX-Kursindex (DAXK). Dieser findet aber kaum Beachtung.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Unterschied des DAX 30 Performanceindex zum Kursindex

Die Deutsche Börse veröffentlicht und berechnet zwar zwei Varianten, aber der DAX wird im Grunde als Performanceindex wahrgenommen.

Hierbei berechnet die Deutsche Börse den Index nicht nur mit Hilfe der Aktienkurse, sondern berücksichtigt auch Dividenden und sonstige Einnahmen, die einem Aktienbesitzer zufließen. Diese Einnahmen werden bei der Berechnung so behandelt, als würden sie wieder in den Index reinvestiert werden.

Dadurch entsteht ein etwas anderes Chartbild mit konstant höheren Kursen als bei einem Kursindex ohne Dividendenberücksichtigung, wie dem DAXK oder dem Dow Jones Industrial Average.

Bei einem Kursindex wie dem Dow Jones werden hingegen ausschließlich die Aktienkurse zur Berechnung des Index verwendet. Bezugsrechtserlöse und Dividenden bleiben außen vor. Indizes die nach dieser Methode dargestellt werden, weisen allerdings meist nach gezahlten Dividenden Kursabschläge aus.

Beispiel: DAX 30 vs. Dow Jones

Der DAX gehört weltweit zu den meist beachteten Aktienindizes. Während aber eine Vielzahl anderer als Kursindizes ausgewiesen werden, wird der DAX – mit einem Punktestand von 7.600 Zählern Ende 2012 – als Performanceindex dargestellt.

Gleichzeitig beendete der Dow Jones als Kursindex das Jahr 2012 mit etwas mehr als 13.000 Punkten. Stellt die New York Stock Exchange diesen nun als Performanceindex dar, so hätte der Dow Jones aufgrund der Einbeziehung von Dividenden mit einem weit höheren Indexstand das Jahr 2012 beendet.

Der amerikanische Index läge dann bei rund 25.000 Punkten. Gleiches gilt umgekehrt für den DAX. Der Kursindex DAXK beendete nämlich das Jahr 2012 mit lediglich rund 4.200 Zählern.

Außerdem kann es passieren, dass der DAX aufgrund der Dividendeneinbeziehung eine andere Performance ausweist als der Dow Jones. So könnte beispielsweise der Dow Jones in einer bestimmten Zeitspanne um 5% fallen, während der DAX in der gleichen Zeitspanne um knapp 2% steigt.

Wird aber der Kursindex des DAX als Vergleich herangezogen, so müsste dieser eine ähnliche negative Performance ausweisen wie der Dow Jones. Exakt vergleichen lassen sich die einzelnen Indizes also nur, solange die gleiche Berechnungsmethode zugrunde liegt.

30. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Kempe
Von: Michael Kempe. Über den Autor

Der diplomierte Betriebswirt (FH) und ausgebildete Finanzjournalist beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Kapitalmarkt – im Besonderen mit Aktien, Fonds und CFDs.