MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

DAX-Aktien verkaufen: Im richtigen Verkauf liegt der Gewinn

Wann Sie als Anleger eine Aktie kaufen oder verkaufen, ist eines von großer Bedeutung – der Zeitpunkt. Denn er bestimmt den Gewinn.

Anleger von Siemens beispielsweise, die 2005 zu rund 60 Euro Aktien gekauft und strikt an ihnen festgehalten hatten, mussten 2008 einen Kursrückgang auf unter 50 Euro verkraften.

DAX-Aktien verkaufen: Der Zeitpunkt ist entscheidend

Dabei hätten diese Aktionäre mit einem Verkauf 2007 bei knapp 110 Euro einen Gewinn von rund 100% einstreichen können. Aktien des deutschen Leitindex DAX unterliegen aufgrund ihrer Umsatzstärke und hohen Liquidität zwar nicht extremen Schwankungen wie viele andere Aktien.

Jedoch können sie sich dem wirtschaftlichen Umfeld nicht entziehen. Deshalb ist es wichtig, die fundamentalen Anzeichen zu kennen, wann die Wirtschaftskraft und somit auch die Börsenkurse der 30 größten und „wertvollsten“ Aktiengesellschaften des deutschen Marktes (DAX-Konzerne) nachgeben:

Es ist also von großer Bedeutung zu wissen, in welchem Konjunkturumfeld sich das Unternehmen beziehungsweise der Kapitalmarkt befindet. Darüber hinaus können konjunkturunabhängige (konservative) und -abhängige (spekulative) Unternehmen, die im deutschen Leitindex gelistet sind, unterschiedlich auf fundamentale Wirtschaftsdaten reagieren.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Wann Anleger spekulative DAX-Aktien verkaufen sollten

Spekulative (konjunkturabhängige) Titel sind Aktien, die auf Nachrichten aus der Wirtschaft und auf die aktuelle Wirtschaftslage sensibel reagieren. Das heißt: Deutet sich eine Stärkung der Wirtschaft an, steigt der Aktienkurs in kürzester Zeit deutlich.

Zeichnet sich hingegen eine Konjunkturschwäche ab, reagiert die Aktie ähnlich schnell, diesmal jedoch mit überdurchschnittlich fallenden Kursen. Zu diesen Werten zählen vor allem Aktien aus den Bereichen Technologie, Grundstoffe und Autobau wie Infineon, ThyssenKrupp und BMW.

Anleger, die spekulativ investiert haben, sollten ihre DAX-Aktien verkaufen, wenn die Wirtschaft am stärksten ist. In dieser Phase – der Boomphase mit der höchsten Wirtschaftsleistung – ist die Produktion voll ausgelastet, steigen also die Preise und Löhne.

Gleichzeitig werden die Leitzinsen drastisch erhöht, um keine Inflation und Überhitzung der Wirtschaft zuzulassen. Da die Aktienmärkte zu diesem Zeitpunkt aber davon ausgehen, dass die Wirtschaft sich auf dem Höhepunkt befindet und kein weiteres starkes Wachstum zu verzeichnen sein wird, beginnen die Aktienkurse zu fallen.

Damit läutet der Kapitalmarkt den Start zum Verkauf der Aktien ein, noch bevor die Wirtschaft strauchelt. Besonders betroffen sind davon konjunkturabhängige Aktien.

Anleger sollten hier nicht zu lange zögern und auf einen deutlichen Abschwung der Wirtschaft warten. Denn sonst endet ein Großteil der entstandenen Kursgewinne in Kursverlusten.

Wann Anleger konservative DAX-Aktien verkaufen sollten

Konservative DAX-Aktien sind in der Regel konjunkturunabhängige Titel, zu denen vor allem Nahrungsmittel-, Pharma- und Medizintechnik-Konzerne gehören.

Sie unterliegen nicht den starken Schwankungen wie spekulative Aktien und eignen sich daher optimal zur Altersvorsorge. Dafür erzielen konservative Aktien in starken Börsenphasen keine überdurchschnittliche Rendite.

Wer hingegen starke und schnelle Kurszuwächse erwartet, sollte sich von ihnen trennen und konjunkturabhängige Aktien kaufen. Doch wann verkauft man am besten konservative und investiert in spekulative Aktien? Da Unternehmen der Pharmabranche auch in schwachen Wirtschaftsphasen Dividenden zahlen, sollten die Titel in dieser Phase noch gehalten werden.

Erst wenn die Wirtschaftsleistung mehrmals negativ war (Rezessionsphase) und die Zinsen und Preise deutlich sinken, sollte das Aktienkapital in konjunkturabhängige Aktien umgeschichtet werden.

Denn bereits zum Ende der Rezessionsphase nutzen Unternehmen und Konsumenten das niedrige Preis- und Zinsniveau für erneute Investitionen. Volkswirte sehen nun darin ein baldiges Anziehen der Wirtschaftsleistung. Gleichzeitig steigen die Aktienkurse allerdings schon jetzt, da an den Börsen zukünftige Erwartungen gehandelt werden.

5. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Kempe
Von: Michael Kempe. Über den Autor

Der diplomierte Betriebswirt (FH) und ausgebildete Finanzjournalist beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Kapitalmarkt – im Besonderen mit Aktien, Fonds und CFDs.