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DAX: Die 30 Bestandteile des deutschen Index

Der Deutsche Aktienindex DAX setzt sich aus 30 Bestandteilen zusammen. Diese Unternehmen sind die größten und umsatzstärksten Konzerne in Deutschland, die an der Börse notiert sind.

Um als einer der 30 Bestandteile des DAX zu gelten, muss ein Unternehmen bestimmte Auflagen erfüllen. Zum einen muss es im Börsensystem Xetra gehandelt werden und einen Streubesitz von aktuell mindestens 10% aufweisen.

DAX: 30 Bestandteile aus dem Prime Standard

Außerdem müssen die Aktien des Unternehmens im sogenannten Prime Standard gelistet werden. Dieser ist ein Teilbereich der Frankfurter Wertpapierbörse mit sehr hohen Transparenzstandards, die zur Aufnahme erfüllt werden müssen.

Zu diesen Auflagen gehören beispielsweise die Veröffentlichung eines Unternehmenskalenders und regelmäßige Quartalsberichte, die mindestens im ersten und dritten Quartal in deutscher und englischer Sprache ausgegeben werden müssen.

Im Prime Standard sind aktuell insgesamt 353 Werte vertreten, doch nur die 30 größten von ihnen werden Bestandteil des DAX.

Unternehmenssitz in Deutschland als Voraussetzung

Um in den deutschen Leitindex aufgenommen zu werden, muss ein Unternehmen zudem einen Hauptsitz in Deutschland vorweisen können – wahlweise als juristischer Sitz oder als Sitz der Geschäftsführung.

Mehr zum Thema: Der DAX als Index für Deutschland

Alternativ kann eine Aufnahme in den DAX auch dann geschehen, wenn der Großteil des Aktienhandels in Frankfurt durchgeführt wird und der Hauptsitz des Unternehmens im EU-Ausland angesiedelt ist.


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Diese Alternativregelung wird momentan jedoch von keinem Unternehmen genutzt.

Bedeutendster deutscher Standort ist München, in dem neben der Allianz und BMW weitere fünf DAX-Unternehmen angesiedelt sind.

Mehr zum Thema: Dax 30: Die Banken unter der Lupe!

DAX: Größe und Marktkapitalisierung entscheidend

Zur Berechnung der erforderlichen Größe und Finanzstärke eines Unternehmens werden sowohl der Orderbuchumsatz (in Xetra und an der Frankfurter Börse) als auch die Marktkapitalisierung des Streubesitzes herangezogen.

Nach letzterer wird auch die Auswirkung des jeweiligen Aktienkurses auf den Kurs des gesamten Index gewichtet.

Anpassung des DAX nur unter bestimmten Bedingungen

Eine Anpassung des DAX findet jedoch nur unter bestimmten Umständen statt. Hierbei wird zwischen schnellen und regulären Lösungen unterschieden.

Beim Fast-Exit fliegt ein Unternehmen aus dem DAX, wenn er nach einem der beiden Kriterien nicht mehr zu den 45 größten Konzernen in Deutschland zählt.

Sein Platz wird dann von einem Nicht-Index-Wert eingenommen, das sich bei der Marktkapitalisierung mindestens auf Rang 35 und beim Börsenumsatz mindestens auf Rang 45 befindet.

Erreicht ein Nicht-Index-Konzern hingegen in beiden Kriterien einen Platz unter den Top-25, wird es sofort in den DAX aufgenommen. Das Unternehmen mit der niedrigsten Marktkapitalisierung wird im Gegenzug aus dem DAX gestrichen.

DAX: 30 Bestandteile festgesetzt

Bei den regulären Varianten wird einer der 30 Bestandteile des DAX gestrichen, wenn er laut den Kriterien nicht mehr zu den 40 größten Unternehmen in Deutschland gehört, ein anderes Unternehmen ohne DAX-Notierung jedoch bei beiden Zahlen unter den besten 35 rangiert.

Erreicht ein Nicht-Index-Unternehmen in beiden Kriterien einen Platz unter den besten 30, nimmt es ebenfalls einen Platz im DAX ein, sofern ein vorheriges Mitglied in einem Kriterium aus den Top-35 herausfällt.

Mehr zum Thema: So wird der DAX berechnet

Das Unternehmen mit der größten Gewichtung im DAX ist aktuell der Chemiekonzern Bayer mit 10,30%. Siemens und BASF folgen mit Werten von rund 9%.

Kleinster Bestandteil des DAX ist hingegen der Chemiehersteller K+S, welcher eine Indexgewichtung von nur 0,45 % vorweisen kann.

Eine Übersicht über die Indexgewichtung des DAX finden Sie in unserer Bildergalerie.

2. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.