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Neues Allzeithoch: DAX-Discount-Zertifikat als Renditechance

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat Anfang 2015 angekündigt, von März 2015 bis September 2016 über 1 Billion Euro in den Markt zu pumpen (60 Mrd. Euro pro Monat!). Die Reaktion an der Börse: Der deutsche Aktienindex DAX hat das alte Allzeithoch pulverisiert. Die große Frage lautet jetzt: Soll man jetzt noch auf den fahrenden Zug aufspringen und in den DAX investieren?

Ich möchte Ihnen in der heutigen Ausgabe ein Instrument vorstellen, welches für solche Phasen, wie die, in der wir uns zur Zeit befinden, genau die richtige Wahl darstellt. Es handelt sich dabei um sogenannte Discount-Zertifikate. Was das genau ist und was die Vor- und Nachteile sind, werden Sie gleich erfahren. Außerdem zeige ich Ihnen den optimalen Einsatz von Discount-Zertifikaten.

Discount-Zertifikate: Aktien-Kauf mit Rabatt

Wenn Sie davon ausgehen, dass die Preise für Aktien, Rohstoffe und Edelmetalle aufgrund der Inflations-Politik mittelfristig steigen werden, kurzfristig jedoch große Ausschläge möglich sind (wie zuletzt erlebt), bietet sich für Sie ein Investment mit Sicherheitspuffer an.

Dann ist es besser, den gewünschten Basiswert (Aktien, Rohstoffe, Edelmetalle) mit einem Rabatt zu kaufen. Es gibt an der Börse entsprechende Zertifikate mit Rabatt (englisch: „Discount“). Statt der Aktie oder des Index-Fonds kaufen Sie einfach ein Discount-Zertifikat. Der Vorteil: Selbst in stagnierenden Marktphasen kassieren Sie attraktive Gewinne.

Ein Discount-Zertifikat richtet sich stets nach dem Basiswert (zum Beispiel Aktie, Index, Rohstoff, Edelmetall). Sie können sich also aussuchen, welcher Wert Ihrem Discount-Zertifikat zugrunde liegen soll. Diesen Wert nennt man „Basiswert“.

Als Gegenleistung ist der Gewinn jedoch begrenzt

Allerdings erhalten Sie den Rabatt nicht ohne Gegenleistung. Schließlich muss auch die Bank, die ein solches Discount-Zertifikat herausgibt (der „Emittent“), etwas davon haben. Diese Gegenleistung erbringen Sie als Käufer eines Discount-Zertifikats durch einen Verzicht auf unbegrenzte Gewinne.

Die Gewinne sind nämlich gedeckelt, sprich nach oben begrenzt. Da Deckel auf Englisch „Cap“ heißt, spricht man bei Discount-Zertifikaten von einem „Cap“. Das ist die Schwelle, ab der der Kurs Ihres Discount-Zertifikats nicht mehr weiter steigt. Der Cap ist der maximale Wert, den der Kurs Ihres Discount-Zertifikats erreichen kann.


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Bei den Discount-Zertifikaten auf Aktien gibt es für die Bank (Emittent) eine weitere Finanzierungsquelle: Während die Aktionäre in den Genuss einer Dividende kommen, gehen Zertifikate-Besitzer leer aus.

Tipp: Bei Aktien mit sehr hohen Dividenden kann ein Discount-Zertifikat an Attraktivität einbüßen. So kommt die Aktie der Deutschen Telekom auf eine Dividenden-Rendite von 8%.

Ein Discount-Zertifikat müsste einen hohen maximalen Gewinn und einen großen Rabatt auf den Kurs bieten, um den Verzicht auf die Dividende auszugleichen. Wenn Sie zwischen Aktie und Discount-Zertifikat wählen, sollten Sie daher die Dividende mit einkalkulieren.

Wichtige Auswahlkriterien

Bei der Auswahl eines Discount-Zertifikats sollten Sie auf folgende Kriterien achten:

  • Basiswert: Auf welches Wertpapier soll sich Ihr Zertifikat beziehen? Auf eine Aktie? Oder doch lieber auf einen Index wie den DAX oder Dow Jones? Berücksichtigen Sie bei der Auswahl das oben erwähnte Dividenden-Kriterium.
  • Laufzeit: Achten Sie auf einen Zeitraum, in dem die Entwicklung des Basiswerts für Sie überschaubar bleibt. Ich empfehle Laufzeiten im Bereich von 6 bis maximal 24 Monaten.
  • Höhe des Rabatts: Es gibt Discount-Zertifikate mit einem Rabatt von 50% und andere, bei denen es nur 5% Abschlag auf den Kurs des Basiswerts gibt (wählen Sie mindestens 10%).
  • Höhe des „Cap“: Dieser Wert ist abhängig von der Höhe des Rabatts. Als Faustregel gilt: Je höher der Rabatt, desto niedriger der Cap, also die maximal mögliche Auszahlung.
  • Emittent: Vor allem Banken geben Discount-Zertifikate heraus. Da Zertifikate rechtlich Schuldverschreibungen der Banken sind und ausfallen können, wenn der Emittent pleite geht, sollten Sie auf eine gute Zahlungsfähigkeit des Emittenten achten.

Ein Vergleich der Wertentwicklung

An der Börse gibt es 5 unterschiedliche Kursentwicklungen: starke Kursgewinne, leichte Kursgewinne, stagnierende Kurse, leichte Kursverluste und hohe Kursverluste. Ich habe für Sie ein DAX-Discount-Zertifikat mit der möglichen DAX-Entwicklung und einem Index-Fonds (ETF) verglichen.

Das Zertifikat hat eine Gewinnobergrenze (Cap) von 100 €(wird erreicht, wenn der DAX am Bewertungstag bei mindestens 10.000 Punkten notiert) und läuft knapp 12 Monate bis Dezember 2015.

Hier die Szenarien im Überblick: Das erste Szenario zeigt den „Schwachpunkt“ des Discount-Zertifikats: Wenn der DAX bis Dezember 2015 um 30% (oder mehr) zulegt, macht der Index-Fonds (ETF) die positive Entwicklung 1:1 mit, während die Zertifikate-Besitzer „nur“ 11% gewinnen.

Wenn Sie also von einem hohen zweistelligen DAX Anstieg ausgehen, ist ein DAX-ETF die beste Wahl. In allen anderen Szenarien schneidet das Discount- Zertifikat besser ab. Steigt der DAX um 10%, liegt das Zertifikat 11% im Plus. Besonders attraktiv ist das Discount-Zertifikat, wenn der DAX stagniert.

Dann erhalten Sie 100 € je Zertifikat ausgezahlt (= 11% Gewinn). Verliert der DAX 10%, schneiden Sie mit dem Discounter Plus/Minus 0 ab. Kommt es dagegen zum Kurssturz (-30%), dann verliert auch das Discount-Zertifikat (-22%), aber weniger als der Index-Fonds.

Fazit: Discount-Zertifikate gewinnen auch dann, wenn der Aktienmarkt stagniert

Discount-Zertifikate schneiden oft besser ab als Index-Fonds oder Aktien. Nur in Phasen mit einem starken Aufwärtstrend ist ein direktes Investment noch besser.

22. Januar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.