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Dax-Future: Dividende landet immer beim Käufer

Futures sind Termingeschäfte.

Bei Ihnen liegen also der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses und die Erfüllung des Vertrages auseinander. Termingeschäfte gibt es in allen möglichen Bereichen, bekannt sind sie vor allem bei Rohstoffen an den Warenterminbörsen.

Dort kann man in der Gegenwart Waren zu einem bestimmten Preis kaufen, die dann in der Zukunft erst geliefert werden müssen.

Solche Geschäfte dienten früher der Absicherung etwa von Bauern, die sich dadurch bestimmte vorher festgelegte Preise für Ihre Ernten sichern konnten und damit unabhängig von Preisschwankungen machen konnten.

Der DAX-Future

Termingeschäfte gibt es aber auch für viele Finanzprodukte.

Dabei wird ein Vertrag geschlossen, ein bestimmtes Finanzinstrument zu einer festgelegten Menge zu einem festgelegten Zeitpunkt in der Zukunft und einem in der Gegenwart festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen.

Solche Finanzprodukte werden in Deutschland überwiegend an der Terminbörse Eurex gehandelt.

Oft beziehen sie sich auf Zinsinstrumente – wie der Bund-Future – oder auf Börsenindices – wie der Dax-Future.


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Der Dax-Future orientiert sich an der Entwicklung des Dax, also des Börsenindices, in dem die 30 wichtigsten Börsenunternehmen Deutschlands gelistet sind.

Mehr dazu: DAX Future – was sich dahinter verbirgt

Kauf eines Dax-Futures

Beim Kauf eines Dax-Futures kauft man einen fiktiven Aktienkorb, der die Aktien des Daxes abbildet, und zwar zu einem festgelegten Preis.

Bezahlt und geliefert aber wird erst zum Zeitpunkt der Vertragserfüllung in der Zukunft.

Die Eurex bietet dabei verschiedene Laufzeiten für Dax-Futures an – sie unterscheiden sich jeweils in ihrer Laufzeit um drei Monate; und werden jeweils fällig am dritten Freitag der Monate März, Juni, September und Dezember.

Der Kaufpreis des Dax-Future

Der Kaufpreis des Dax-Future setzt sich aus unterschiedlichen Komponenten zusammen: Dem Kurs der jeweiligen im Dax vertretenen Aktien zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses.

Und die so genannten Cost of Carry.

Das sind die hypothetischen Finanzierungskosten bis zum Verfallstag des Kontraktes. Als drittes schließlich spielt die Dividende eine Rolle.

Dax-Future – Dividenden

Börsenunternehmen zahlen unter normalen Umständen – in der Regel, wenn sie Gewinne erwirtschaftet haben – eine so genannte Dividende.

Die Dividende ist sozusagen die Rendite, die Aktionäre auf ihr Investment ausgezahlt bekommen.

Fällt nun der Zahlungstermin der Dividende eines Dax-Konzerns in die Laufzeit des Dax-Future, so muss der Preis des Kontraktes um diese Dividende korrigiert werden.

Dabei muss man wissen, dass es sich beim Dax um einen so genannten Performance-Index handelt.

Bei dessen Berechnung werden die Dividenden reinvestiert, also nicht einfach abgezogen, wie das bei der Aktie der Fall ist, wenn die Dividende ausgezahlt wird.

Aus diesem Grund muss der Verkäufer eines Dax-Futures auch die geleisteten Dividenden an den Käufer des Futures weiterreichen.

Für den Future-Verkäufer stellen Dividendenzahlungen also keine Mehreinnahmen dar, sondern sie befinden sich nur zeitweise in seinem Besitz.

Weil Dividenden beim Dax-Future grundsätzlich beim Käufer landen, kann der Dax-Future-Kurs grundsätzlich nicht niedriger sein als der Preis, den man für einen Aktienkorb der Dax-Aktien bezahlen müsste.

15. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Fehr
Von: Michael Fehr. Über den Autor

Michael Fehr wirkt seit fast zwei Jahrzehnten am internationalen Finanzplatz Frankfurt, ist ausgewiesener Finanz- und Wirtschaftsjournalist: Er arbeitete unter anderem für die Deutsche Börse AG, das ARD-Börsenstudio und die Financial Times Deutschland.