Mit Wandelanleihen von steigenden Dax-Kursen profitieren

Nach der 10.000-Punkte-Marke schaffte der DAX in den ersten beiden Monaten 2015 auch den Sprung über die 11.000-Punkte-Marke. Damit hat sich ohne Frage die Rückschlagsgefahr erhöht, allerdings kann es auch noch eine Weile weiter aufwärts gehen.

Anleger, denen bei solchen Höhenflügen langsam mulmig wird, haben die Möglichkeit mit einem Risikopuffer zu investieren. Wie dies funktioniert, zeige ich Ihnen in diesem Beitrag.

Wandelanleihen: Die Kombination aus Anleihen und Aktien bietet Ihnen einen Risikopuffer

Die richtige Anlage dazu sind Wandelanleihen. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Anleihen und Aktien. Formal sind es Anleihen, die von einem Unternehmen ausgegeben werden und mit einem festen Zinskupon ausgestattet sind.

Grundlegender Unterschied zu konventionellen Anleihen: Zum Laufzeitende besitzen Sie das Recht, sich den Nominalbetrag in Aktien des betreffenden Unternehmens – zu einem vorher festgelegten Umtauschverhältnis – auszahlen zu lassen. Und damit kommt der Aktiencharakter ins Spiel.

Denn wenn sich der Aktienkurs positiv entwickelt hat, tauschen Sie die Anleihe gegen die Aktie ein und freuen sich über die Gewinne. So profitieren Sie mit Wandelanleihen von (weiter) steigenden Aktienkursen. Umgekehrt können Sie bei fallenden Aktienkursen auf diese Möglichkeit des Umtauschs verzichten.

In dem Fall erhalten Sie die Anleihe ganz normal zum Laufzeitende ausbezahlt oder Sie verkaufen sie vorher (was jederzeit möglich ist) über die Börse. Auf diese Weise sind Sie vor den hohen möglichen Verlusten eines reinen Aktien-Investments geschützt.

Attraktives Chancen/Risiko-Verhältnis für sicherheitsorientierte Anleger

Mit Wandelanleihen können Sie also auch als sehr sicherheitsbewusster Anleger von den Renditechancen der Aktienmärkte profitieren. Natürlich müssen Sie dabei etwas Abstriche bei den Renditechancen machen.

Die Faustregel besagt: In guten Börsenzeiten können Sie mit Wandelanleihen Kursgewinne in Höhe von bis zu zwei Dritteln der Gewinne der Aktienindizes erzielen. In schwachen Börsenphasen erzielen Sie aber in der Regel nur rund die Hälfte der Aktien-Verluste.

Außerdem entstehen Ihnen nur dann Kursverluste, wenn Sie die Wandelanleihe über dem Nominalwert (= dem festgelegten Auszahlungsbetrag, wenn Sie auf den Umtausch in Aktien verzichten) gekauft haben. Unterm Strich bedeutet dies für Sie ein attraktives Chancen/Risiko-Verhältnis.

Zwar sind Wandelanleihen mit einem niedrigeren Zinskupon als konventionelle Anleihen ausgestattet. Aber in Zeiten von Mini-Zinsen fällt dies kaum ins Gewicht. Wesentlich höhere Bedeutung kommt hingegen dem Umtauschrecht zu.

Fonds besser geeignet als einzelne Wandelanleihen

Das Problem für Privatanleger: Es existieren nur sehr wenige Wandelanleihen, die für niedrige Anlagesummen geeignet sind. Bei den meisten Wandelanleihen müssen Sie eine Mindestanlage von 50.000 Euro oder mehr aufbringen. Das macht eine vernünftige Risikostreuung unmöglich.

Aber es gibt eine Lösung: auf Wandelanleihen spezialisierte Investmentfonds. Hier investieren Sie bereits für kleines Geld und besitzen zudem eine gute Risikostreuung, da diese Fonds eine Vielzahl verschiedener Wandelanleihen im Portfolio haben.

3. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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