Trotz der in den letzten 2 Wochen gesehenen Erholung darf man nicht vergessen, dass weiterhin keine eindeutige Lage weder in Japan noch in Libyen & Co. zu erkennen ist.
Der Dax hat seit Mitte Februar zunächst fast 1.000 Punkte verloren, bevor er nun etwa 500 Punkte wieder gutgemacht hat.
Für die Charttechnik sind derart plötzliche politische oder geographische Ereignisse und deren Kursverläufe schwierig zu greifen.
Dennoch gibt es Haltemarken und Zielgrößen, die in der Historie auch bei solchen katastrophalen Marktumständen ihre Gültigkeit und Berechtigung haben.
Analysieren wir zunächst den Daxverlauf im kurzfristigen Bereich und betrachten den 8-Monats Verlauf:
DAX Prognose: 8 Monate DAX Index
6.400 hat gehalten, alter Trendkanal nun Widerstand
Der „alte“ mittelfristige aufwärtsgerichtete Trendkanal (dunkelblaue Linien) wurde bekanntlich nach unten verlassen. Im weiteren Verlauf wurde ein Tief an der 6.400 markiert.
Fast 1.000 Punkte vom Hoch Mitte Februar wurden somit durch die Ereignisse in Japan und Libyen eingebüßt.
Mit der knapp anderthalb-wöchigen Erholung wurden dann gut 500 Punkte wieder wettgemacht. Nun ist der Dax an der unteren Trendbegrenzungslinie angekommen.
Diese wirkt nun in Kombination mit den Kurzfristtrendlinien (rote Linien) als Widerstand nach oben.
MACD gibt trügerisches „Kaufsignal“ - Vorsicht ist geboten
Das Kaufsignal des MACD (schwarzer Pfeil), welches im Chart erkennbar ist, sollte mit extremer Vorsicht genossen werden.
Durch die schnelle Bewegung des Marktes nach der Katastrophe kann hier auch ein Fehlsignal entstehen.
Der MACD Indikator, „Moving Average Convergence Divergence“ (rot-schwarzer Kurvenverlauf unterhalb des Chartbildes) ist üblicherweise ein hervorragender Indikator für Überkaufte und Überverkaufte Zustände.
Um für den weiteren Verlauf des Dax Index Zielmarken und Haltezonen auszumachen, müssen wir den 5 Jahreschart zu Hilfe nehmen.
Langfristtrend zeigt Tradingzone
Betrachten wir den längerfristigen 5 Jahres Chart:
DAX Prognose: Dax-Index 5 Jahres Chart
Die aktuelle Spanne: Nach oben 7.000, nach unten 6.400
Diese beiden Marken sind bereits aus dem Kurzfristchart bekannt. Die charttechnische Analyse des Langfristcharts zeigt aber , dass hier auch aus der Historie eine gute Untermauerung dieser beiden Chartmarken auszumachen ist.
Bereits 2007 und 2008 standen sie für Trendumkehren und 2010 hat es fast 1 Jahr gedauert, bis die 6.400er Marke nach oben durchbrochen werden konnte.
Demnach ist es denkbar und auch plausibel, wenn der Dax sich ohne Klärung der Unsicherheiten in nächster Zeit genau in dieser Tradingrange aufhält! Diese Seitwärtsbewegung kann durchaus monatelang anhalten.
Fazit DAX Prognose: Schwerer Start für den DAX- bleiben Sie auf Abstand
Fukushima, Libyen & Co. sind noch zu warm, ohne eine deutliche Abkühlung der Ereignisse wird der Dax es sehr schwer haben, weiter nach oben zu laufen!
Bleiben Sie noch auf der Tribüne und schauen zu!



