Falls Sie aktuell über Investments für das neue Jahr nachdenken, bleiben Sie gedanklich und mit Ihrem Geld gleich in Deutschland.
Der Dax hat mit seinen Werten im kommenden Jahr beste Aussichten, zu den Jahresgewinnern zu gehören.
Dies zeigen die neuesten Wochenstatistiken nach den Quartalsberichten für die Monate Juli bis September.
Wir raten zu Dax Werten mit hohen Dividendenrenditen und niedrigem KGV.
Ausnahmen: Banken
Nicht immer ist ein niedriges Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ein gutes Zeichen. Die Banken in Deutschland etwa haben noch nicht alle Probleme aus der Finanzkrise in Europa in den Zahlen verarbeitet - mit anderen Worten: das "G" des KGV ist noch fraglich.
Commerzbank etwa hat ein KGV von weniger als 5. Dieser Zahl misstrauen wir ebenso wie etwa der "6,5" der Deutschen Bank, die etwas schlechter ausfallen kann. Abgesehen davon jedoch sind die Kennzahlen für viele Werte bestens.
Dazu zählen etwa Automobilhersteller, auch nach den jüngsten Berichten oder Erkenntnissen. So hat beispielsweise der Münchner Autobauer BMW ein KGV von weniger als 9. Damit ist das Durchschnitts-KGV weit unterboten.
Auf Basis dieser Kennzahl ist BMW ungefähr um 25% bis 30% unterbewertet.
KGV und Dividendenrendite als entscheidende Kombination
Wer sicher gehen will, günstig zu kaufen, kann gerade nach den jüngsten Zahlen KGV und Dividendenrendite miteinander kombinieren. Wenn Sie die Dividendenrendite als Verzinsung Ihrer Investition begreifen, ergeben sich auch nach den neuen Zahlen Investitionschancen, wie sie Unternehmensanleihen nicht mehr bieten.
- BMW hat ein KGV von 8,4 und bietet gleichzeitig 2,2% Dividendenrendite
- VW notiert mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 8,4 und bietet 1,7% Dividendenrendite
- Allianz wartet mit einem 6,4er KGV auf und weist eine Dividendenrendite von 5,9% aus - gebeutelt durch die Finanzkrise ist die Aktie unterbewertet.
- Daimler ist nach diesen Zahlen der attraktivste Autobauer: 6,8 beträgt das KGV, 5,4% die Dividendenrendite. Da die Absatzzahlen stimmen ist dies eine interessante Kombination.
- Ebenso attraktiv ist und bleibt die Münchner Rück. Der Rückversicherer hat ein KGV in Höhe von 6,5 und schüttet eine Dividendenrendite in Höhe von 6,8% aus.
- RWE kann nach diesen Werten Spitzenreiter sein. Wer bereit ist, ein gewisses Kursrisiko zu tragen, kann für ein KGV in Höhe von 6,9 eine Dividendenrendite von 12% einstreichen - wenn die Auszahlungen kommen.
GeVestor meint: Gerade der letzte Punkt bleibt entscheidend. Die Dividendenrenditen beziehen sich auf geplante Ausschüttungen. Die Zahlen jedoch spiegeln den Konsenus wider, auf den Sie sich bei Daxwerten weitgehend verlassen können.
Auch RWE liefert nach den jüngsten Informationen und politischen Manövern wieder mehr Rendite, als viele Analysten dem Dax Wert für 2012 zugetraut hätten.
Der Versorger ist nach den vorliegenden Zahlen eine Investition wert.



