DAX-Werte: Grundprinzipien der DAX-Auswahl auf einen Blick

Sie sehen in der Tabelle statt der GeVestor.de Index-Daten den Dax.

Dieser ist Grundlage für den GeVestor.de-Index und hat statt unserer Aktien “Hannover Rück” und “Salzgitter” die “HeidelbergCement” sowie “Infineon” aufgenommen.

Börsenumsatz für Dax-Werte 2. Auswahl-Kriterium – die Daten

Wir bleiben bei Hannover Rück und Salzgitter. Das aktuelle KGV ist günstig. Aber:

Die DAX-Kriterien für die Auswahl in dessen Index sind für uns ebenso wichtig. Hier die 2 Grundprinzipien, nach denen die DAX-Werte zusammengestellt werden.

Eines davon sehen Sie in der Tabelle nach dem Umsatz der Aktien auf Xetra.

Prinzip Nummer 1 ist der Streubesitz an Aktien. Dieser muss 10 % betragen – mindestens.

Dabei werden die Aktiengesellschaften aus dem sogenannten Prime Standard auf diese Marktkapitalisierung (diese entspricht dem Streubesitz) analysiert.

Prinzip 2: Umsatz

Das 2. Prinzip bei der Zusammenstellung der DAX-Werte ist der Umsatz, wie er sich auf Xetra, dem elektronischen Börsenhandel, im Durchschnitt ergibt.

Wir haben für Sie die Werte vom vergangenen Freitag sortiert – diese spiegeln den durchschnittlichen Umsatz in etwa wider.

Unternehmen wie BASF, Allianz, Bayer oder die Münchener Rück sind demnach nicht gefährdet, aus dem DAX zu fliegen. Sie verbleiben auch im GeVestor.de-Index.

Fresenius, Fresenius Medical Care oder Merck hingegen haben regelmäßig schwache Börsenumsätze.

Diese werden dann zusammen mit der Marktkapitalisierung bald wieder verglichen mit den Werten von Unternehmen aus dem MDax.

Maßgeblich dabei ist eine von vier Regeln, die wir Ihnen in der Gesamtheit bei passender Gelegenheit vorstellen. Diese maßgebliche Regel nennen wir folgend:

Neuaufsteiger in DAX-Werte muss zu Top 30 gehören

Die Regel nennt sich “Regular-Entry” (30/30).

Ein Unternehmen, das zu den DAX-Werten gehören möchte, muss in beiden Kriterien – der Marktkapitalisierung sowie dem Börsenumsatz – jeweils zu den Top 30 des Prime Standards (an der Börse gehandelten Unternehmen) gehören.

Schafft es ein vorhandener DAX-Wert nicht, in beiden Kriterien zu den Top 35 zu gehören, kommt es zum jeweiligen Stichtag zum Austausch im DAX.

Fazit: Auf diese beiden Faktoren also kommt es an

Dies zu beobachten, ist wichtig, denn die DAX-Werte werden in vielen Indexfonds abgebildet, also gekauft.

Dies erhöht die Nachfrage nach Neueinsteigern und reduziert die Nachfrage nach Verlierern. Diese verlieren daher schon bei Gerüchten allein in Erwartung der anstehenden Verkäufe durch die Fonds oft.

Deshalb sind der Börsenumsatz und die Marktkapitalisierung für die Auswahl wichtig.

Es verbleibt in der Regel als schwankender Wert der Börsenumsatz. Von dem aber ist bei vielen Analysen kaum die Rede. Es lohnt sich, für die Auswahl darauf zu achten.

Auch hier bleibt die Münchener Rück eine gute Empfehlung.

24. Mai 2011
von Janne Joerg Kipp
Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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